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Inhaltsverzeichnis   essence  Alpha et Omega

 

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composer Tiagaraja Adil Christoph Allenstein, © 2020   
aus:  Millennium Music Poetry  DAS BUCH DER GESÄNGE  

 
   

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Q.  Integral Ethics Unity in Multiplicity


IV. Raumzeit der Schöpfung  self-organizing faculty: Unser Dienst, ersucht von der Seele. Alles mit allem verbunden. Netzwerke kultureller, religiös-sozialer, kosmisch-spiritueller Ökologien. Inklusion von Wissenschaft und Religion, Spiritualität und Kultur. Seelenzeit der Männer – 'Ruhm der Welt, Herrschaft und Gold verachtend' (Torquato Tasso) – geht dem Werk 'Raumzeit der Frauen' voraus. Planetarische Selbstorganisation: implizite Ethik einer expliziten Ordnung, das Glück der Liebe, Synthese der Natur im Dialog, das Erfassen archetypischer Funktionen: die universale Schöpfung des Kulturellen Geistes übersetzt in Sprache. Aristokratie kosmologischer Vision jenseits von Völkerdemokratien. Strukturevolution zu intersubjektiven kulturellen Zielen: verwandelt durch Evolution im Geist (Teilhard de Chardin). Dissipative Strukturen, Negentropie, Synchronizität, Antisymmetriegamie: Irreversibility & randomness are the rules (Ilya Prigogine). Sich selbst ganz vergessend, wenn Sie im planetarischen Bewusstsein handeln, erfüllt sich das Schicksal der Frauen im intuitiven Geist ihrer Männer. The Cultural Creatives, die schöpferische Liebe, SINN: Das Ende des Schlachtens.

III. Romance und Eros  Weltkrieg der Dynastien: Misere des Konzepts von Interreligiosität, Eingliederung von Religionen in das Herrschaftsverhältnis der Herrgötter (Micha 2:2). Zeugung und Leidenschaft. „Du kannst, was ich will!“ Symptom eines ethiklosen Zwischenzustandes (Erich Neumann): Mädchen sollen gebären, aus Jungen sollen politische Soldaten werden; jeder, der davon abweicht, was die spirituelle Leitung vorgibt, wird diffamiert oder sanktioniert. Ehrlichkeit ist töricht (Shakespeare: Jago, Othello) und 'Harmonie störende Wahrheiten sind ärger als Lügen'. Dialogunwilligkeit wird zur Dialogunfähigkeit. Im Namen der spirituellen Liebe werden Frauen erniedrigt und ausgebeutet und lassen sich ausbeuten (Simone de Beauvoir). Überwuchert spiritueller Wille das fromme Gewissen der Menschheit, tritt die Göttin des Krieges, Kalis flammende Zunge, die grausamste Erscheinungsform der materiellen Natur, in Erscheinung. Erbarmungslose Gleichgültigkeit: „Du grinsest gelassen über das Schicksal von Tausenden hin!“ (Goethe: Faust I; Jesaja 57:1). 'Nicht die Göttin, sondern Gott' – der Engel schlechter Schar sind sie verbunden [Matthäus 25:41], die, ohne gegen Gott sich zu empören, ihm treu nicht, sondern unparteiisch waren (Dante Alighieri, La divina commedia, Der Hölle Dritter Gesang).

II. Sex and Science  Rücksichtslose Plünderung von Ressourcen: schneller, weiter, größer – destructive societies, compagnonnage: individualistisch, tolerant, weltoffen, leistungsorientiert. Kinder ohne Eltern, Mütter ohne Töchter (Scheidung), Väter ohne Söhne (Bürgerkrieg). Ethos der Egomanen: 'Erst die Arbeit, dann Moral'. Diskursives Denken, Bevormundung. Handelskriege, Habgier, Ausplünderung, Verführung (Jeremia 5:8). Helenas Liebe zu Paris. 'Cosi fan tutte – So machen es alle' (Mozart): Erlaubt ist, was gefällt (Tasso). Das reversible Niveau, die Moralen des Nacheinanders, Divamanie, thermodynamische Wechsel. Ehe als Vorbereitung zur Scheidung, 'fair is foul, and foul is fair' (Macbeth, Act I.I) – das Fegefeuer: Hexen leiht der Besen Gestalt, und Kessel leiht ihnen ihre Stimme (Libretto, Die Frau ohne Schatten).

I. Spaß und Geld: Ich tue, was ich will! Das raue, gedankenlose, rücksichtslose Ich, das sich nur interessiert für das, was es will, was es mag, sich keinen Irrtum nehmen lässt, der ihm nützt. Mutterinstinkt mit mitleidslosem Machtwillen bis hin zur Vernichtung der Eigenpersönlichkeit des Kindes (C.G. Jung). Gefräßigkeit des Lebens, Tiefschlaf der Physis, Größenwahn (Genesis 3:4-5). Adam ist offenkundige Anziehung: 'der geschlachtete Ochse' (Rembrandt). Spaltung, Hass, Gewalt und Terror, Chaos und Anarchie: Extremismus, Clan-Kriminalität, Rassismus, Chaotismus, Bürgerkrieg: ein wildes Tun, ein Morden im Dunkeln – das Inferno.
 

Vier Gemeinden  (A) genießen ohne zu fühlen; (B) wahrnehmen, ohne göttlich zu empfinden; (C) göttlich empfinden, aber geistig nicht zustimmen; (D) kulturelle Humanität: planetarisches Bewusstsein. Der Schleier muss fallen  Aus Männern und Frauen ein und dasselbe zu machen, ist völlig unnatürlich. Wenn aber Frauen sich ihrer zahllosen Schleier, die ihr falsches Ego ausmachen, entledigen, gleichsam wie Buddha von göttlichem Selbst erleuchtet, können die Männer endlich zur Seele erwachen und werden augenblicklich zu liebenswerten Personen.

 

Erläuterung/ Fragment zur Einführung in die Stufen menschlicher Evolution

Auf der untersten 'Adam und Eva'-Stufe weisen Menschen das Konzept von 'heiligen spirituellen Frauen' {Aufnahme Mariens in den Himmel} und 'spirituellen kulturellen Männern' {Wiederkunft Christi} völlig zurück. Man verfällt in die Lasterhaftigkeit des Kali-Yugas. Die Geschlechter missverstehen den Sinn der Liebe und Sexualität zieht sie in den Abgrund [siehe: Suna no onna, Woman in the Dunes, Hiroshi Teshigahara, 1964 Japan / ohne erweckte Seele werden Frauen zum heißen, trockenen Wind afrikanischer Wüste, der den Männern ihre Münder, Nasen, Ohren und Augen mit Sand füllt, bis sie am Materiellen ersticken]. Es verdreht sich das Bewusstsein: das Falsche erscheint richtig, Richtiges erscheint falsch. In ihren Gemütern wachsen Feinde, die unerbittlichsten Feinde aller Kinder auf Erden.


In den Kreisen von etwas gehobenerer Gesellschaft ist man sich nicht sicher, ob es 'die Erleuchtung' in heutiger Zeit noch immer gibt – weil es schon so lange zurückliegt, dass ein Jesus oder 'Gautama Buddha, der Tatagatha' lebendig auf Erden wandelten. Die Männer fragen sich, ob die Lehre von der 'Wiederkunft Christi' noch echt ist – sie haben Ihn nicht gesehen; ihre Gattinnen bezweifeln, dass sie – welche Religion zumindest doch an manchen Festtagen noch dinieren wollen – Bodhisattva-Göttlichkeit erreichen werden. Voller Zweifel und Ungewissheit über 'die erleuchteten Seelen' versäumt man das Kulturelle Gemeinwesen. Menschen auf dieser Stufe der Evolution leben den Sinn der Liebe nicht nach ethischen Grundsätzen; man benimmt sich im Allgemeinen wie 'törichte Jungfrauen' (Matthäus 25:1-13). Die Jugend irrt in der Welt umher ohne Zuflucht, in falscher Moral, und am Ende, in ihren alten Tagen, finden die Menschen keine Linderung ihrer seelischen und psychischen Schmerzen, da sie keinen Dharma (Pflicht) als Vorbereitung für die Zukunft vollbracht haben.


Frauen in spirituellen Kreisen glauben hingegen, dass Buddha ihre Zuflucht ist; auch beten sie 'Den Herrn' in Mohammed, Shiva, Krishna, Moses, Jesus u.a. an; gern lesen sie in den Heiligen Büchern, auch praktizieren die verschiedensten Übungen 'bekannter und unbekannter spiritueller Lehrer' zur Entfaltung ihrer spirituellen Persönlichkeit. Die älteren unter den Frauen, die Wert darauf legen vom vergebenden Geist geführt zu werden, lieben sogar Psychoanalyse – ganz besonders 'Reue und Vergebung der Sünden'. Manchmal erkennen diese Frauen als richtig an, dass es zur vollständigen Befreiung aller ihrer Leiden führe, wenn sie Buße bis zur vollendeten Leitung ihrer eigenen 'Hauskirche' halten, dann glauben sie an 'den Spiegel der einfältigen Seele', an Himmel und Hölle, und dass es gutes wie schlechtes Karma gibt. Mit all ihrer seelenerfüllten Spiritualität können diese Frauen den zerstörerischen Lebenswandel der Menschheit dennoch nicht aufhalten; vielmehr nehmen, trotz ihres heiliggemäßen Lebens, Elend, Chaos, Kriege unter den Völkern und Nationen zu, da die dazugehörigen Männer dieses Lebenskreises ihre spirituell gestärkten erotischen Leidenschaften pflegen und in Machtstreben umher durch das Leben schweifen wie wilde Pferde. Mit Gleichgültigkeit, unbarmherzig, geben sich diese 'Muster an Männern' keine berufliche Zeit für den 'Dialog in Planetarischem Bewusstsein' und so führen und begleiten sie auch Frauen nicht mit schöpferischer Energie und geistiger Tatkraft zum friedenschaffenden Werk auf Planet Erde. Es gibt keinen größeren Verlust für die Menschheit, als jene Männer, die den glitzernden Funken selbstloser Weiblichkeit im eigenen Leibe haben, um sich geschäftlich durch die Dunkelheit einer kriegerischen Welt hindurchzutasten. Weiblichkeit, welche Heilung für die seelischen Leiden ihrer Nächsten als Innere Stimme in sich trägt, ist sicherlich glücklich. Jenen Männern, denen es an religiösem psychoanalytischen Dialog im Gemeinwesen zu geben fehlt – mögen sie auch in der Gesellschaft viel gelobt und bewundert werden, Ansehen, Macht haben, populär und geehrt sein, dazu noch viele Untergebene und Anhänger haben –, ihnen wird Unheil zuteil. 'Männer sind stumme Männer, grausame Männer, lügenhafte Männer geworden; sie gehen durch die Straßen und überlassen Frauen der Ungewissheit und Ratlosigkeit – sie sind nicht mehr die Vermittler des Friedens und der Unschuld' (Rafael Alberti, Sobre los angeles). Frauen müssen mit eigener Kraft und der Ästhetik gemeinsamen Antwortens sich im Dialog diesen Schiffbrüchigen nähern. . .

 

Was Ethik betrifft, entspricht in unserer Zeit der Männer Dialogbereitschaft dem heillosen wie ungebührlichen Geist des Achilleus, dessen Denken verstockt ist: er hat jegliches Erbarmen verloren und es fehlt ihm die Scheu (Ilias, 24. Gesang); Aphrodite, Göttin der Liebe wird weit über das Schlachtfeld geschleudert: 'da liegt sie dann' (21. Gesang). 'Eine gefürchtete Niederlage seiner Eitelkeit, ein vom Gemeinschaftsgefühl zu stark getrenntes Streben nach persönlicher Überlegenheit, wird immer noch von Kindheit her trainiert' (Alfred Adler, Was ist wirklich eine Neurose, 1933). Doch wir können die bisher ungelösten Ursprungsfragen von Krieg (Paternalismus), Psychiatrie, Hotelunwesen (Mätressen) nicht auslassen. Es gibt Frauen, die sich wie Nachtfalter in die Flammen stürzen, und Frauen, die ihre Seele in die bittersten Empfindungen versenken. Wie können wir da behaupten: „Solche Verderbtheit ist eine Folge der Freiheit“? Wir müssen Antwort geben, wie das allen Arten Gemeinsame, die Beziehungsfähigkeit des Lebens auf anderes Leben, grundsätzlich vorzustellen ist. Dabei müssen wir das 'In der Welt Sein' und 'Mit der Welt Sein' des Lebendigen als Ursprungssituation an den Beginn stellen. (Erich Neumann, Die Psyche als Ort der Gestaltung, Eranos-Vortrag)
 

Wie Frauen Männer belehren müssen  Eitelkeit, Größenwahn, Hochmut, Unehrlichkeiten haben Männer beständig Eros-Pfeile aus dem Köcher ziehen lassen und in der Verblendung wurden Frauen zur Beute. Was Frauen aus dieser Schwierigkeit, mit Männern umzugehen, heraushilft, ist nicht: „Wir müssen alle Mädchen darin stärken, zu selbstbewussten und unabhängigen Evas heranzuwachsen!“ {leicht ist es für Frauen Natur zu sein, und 'persönlich gut' liegt ganz in ihrer Reichweite}, sondern ihr angeborener Sinn für das Heilige: 'die Verherrlichung des Heiligen hebt über Selbstsucht und die Gier hinaus und verleiht spirituelle Autorität' (Hazrat Pir Vilayat). Indem Frauen in Zukunft ihr Leben der Welt leben, ohne 'von der Welt' zu sein, und, anstatt ein Himmelreich in einer anderen Welt suchend, das Heilige ins Weltliche hineinbringen, können sie den Männern mitteilen: „Ihr müsst auf eure Seele hören, wenn ihr gesund werden wollt! Weil es kein Entrinnen vor euch selbst gibt.“ 'When disregard by the outer world crushes the inner world, it is a defiance of the law of the whole mechanism, which drags the structure to ruin. There is nothing on earth more valuable than the seed of man, which is the seed of further manifestation; through its preservation, every treasure of heaven and earth becomes man's; and by its loss every door of happiness in life is closed to him. Thus it is that among celibates are found some of the greatest of men, and many who are brighter and more intelligent than the average; since the semen, being preserved, creates inwardly, making mind and body radiant.' Hazrat Inayat Khan, unpublished esoteric papers.


I.  Integrale Ethik – Synthese

Es gilt priesterliche Verantwortung übernehmend, Netzwerke zu schaffen. Wenn Männer im Gespräch merken, dass es den Frauen mit Neuer Ethik jetzt ernst ist und sie sich selbst in Bildung und Ausbildung in der Gemeinde einbringen – von dem Moment an, lösen wir uns von profaner Ahnenverehrung und interreligiösen spirituellen Dynastien. Noch fehlt SINN, 'es wird gevögelt und sich danach vom Acker gemacht' – wünschen denn Frauen gar nicht Männer mit heiligem schöpferischen Geist? Wie können so gepriesene 'Kulturell Kreative' da aufräumen, wenn Mütter und Töchter erbarmungslos den geistlosesten Unfug anrichten?
 

L'Universel sind die Augenblicke intensivsten Fühlens, in denen sich Schmerz und Freude treffen: die glückselige Freiheit einer Frau von ihrer Abhängigkeit, vom Körper, gewöhnlichem Denken, persönlichen Emotionen falscher Identität, wandelt des Gatten Verzweiflung und Schmerz; singt Shiva in Herzensfreude heilige Gesänge, bringt es sein Weib aus der Tristesse, so dass sie spricht: „Freude ist die rettende Gnade, wenn der Sonnenschein deines Lächelns durch meine Tränen durchbricht.“ Man kann nicht unterscheiden, wo das Eine endet und das Andere beginnt: Das Treffen findet statt in den Herzen der Menschen.
 

Ethik hat vier Grundbegriffe: der Männer seelische Samenkraft und Unbefleckte Wesenheit (Geheime Offenbarung 14:4), sowie spirituelle Weiblichkeit und Tätigkeit des Herrn der Frauen.
 

Die Schlange auf ihrem Weg und der Drache am Abgrund entfesseln uns Kriege
Der Dialog hängt in seinem Erfolg insbesondere von den charakterlichen Umständen der Geschlechter ab. Wenn die Umstände aber so sind, dass weder Widerstand katholischer Frauen vorhanden ist, welcher sich energisch durch den Dharma bekämpfen ließe, noch spirituell angehauchte Männer kulturell nachgeben, so dass ein Sieg über luziferische Moralen errungen werden kann, sondern vielmehr alles zäh und träge ist wie Schlamm, so wird das Heilen von Krankheit gelähmt und es entbrennt 'Krieg zur eigenen Sicherheit'.
 

Die Würde des Menschen wird mit Füßen getreten und die Frauen schauen zu, scheinbar versteckt sich das Böse in der Maske des Guten. Für das Weibliche ist es nicht leicht, das Böse im eigenen Inneren zu entdecken; da es mit sich doch übereinstimmt, sittliche Empfindungslosigkeit mit dem ehrgeizigen, nicht unterscheidenden spirituellen Ich zu verschwestern: eine jegliche Grausamkeit löst sich in Luft auf, in das göttliche Sein spiritueller Unparteilichkeit: so unterstützen wir militärische Allianz, Krieg trägt das Gewand des geistlich Angenehmen. Polarität wie Komplementarität der Geschlechter zeigen, der Lebenspartner muss die Initiative ergreifen, eine Änderung herbeizuführen; wenn nicht, werden wir feststellen, dass psychologische Verhärtung eintritt und eine Krise auf Planet Erde sich zusammenbraut: die primitiven Naturgewalten, die in sexuell-erotischen Explosionen in Businessmännern hervorbrechen, wie in Revierkämpfen von "Straßen- und Kirchenfrauen", lösen nicht nur Entzweiung auf der persönlichen Ebene zwischen Eheleuten auf der ganzen Welt aus, sondern jenen "Krieg der Sterne", der für Ressentiment (Blutrache) verantwortlich ist.
 

Stufen der Liebe  1. Der fromme Mensch – das Herz geht im Wesen des anderen auf. Dies ist die Taufe mit Erde. Der eigene Libido-Trieb kann dem Menschen nichts mehr anhaben. 2. Der gläubige Mensch – »der Herr« geht in sein Denken und Fühlen über. Hier ist 'die Krankheit der Verliebtheit' (Limerenz) überwunden. 3. Der dienende Mensch – »der Herr« geht in das Tun des Menschen über zum Wohl der Seele des Nächsten. Erst hier erreicht der Mensch jenen Himmel, der ihn über die Sexlust dieser Welt erhebt. 4. Der selbstlose Mensch – der Glaube löst sich auf als das Herz, das seines Ichs nicht mehr bewusst ist: 'Ich erspähe Gott, wie Er in meiner kreativen Imagination am Werk ist'. Auf dieser Ebene ist der Seelenfrieden erlangt, und der Eros kann nunmehr nicht mehr sein Herz betrüben. 5. Der strahlende Mensch – das Zeichen der festen Zuversicht. Das Wesen des Menschen wird zum heiligen Akt des Universel. Nunmehr kann selbst spirituelle Liebe nicht mehr des Menschen Seele in die Versuchung (Idolatrie) führen. 6. Gott-Erkenntnis – der Leib wird zum Tempel (2 Korinther 6:16). Die Erkenntnis der Intention des Universums erfasst den Menschen und Schöpferischkeit geht in ihm auf (Johannes 14:23). Denn nunmehr entfaltet sich, durch den idealisierten Blick der Liebe, im anderen das verborgene Antlitz des »O Du«. 7. 'Gottes Absicht' im Kosmos: Liebe. / Von daher erscheint es notwendig, jeden einzelnen Menschen entsprechend seiner im Leben erreichten 'geistigen Evolution' zu unterweisen.
 

Von den Dimensionen zerstörerischer Macht des Reichtums und dem Reich der Schönheit
'Es gibt reine Welten oder befleckte Welten, oder reine Welten mit befleckten Teilen, oder befleckte Welten mit reinen Teilen' (Kegon-Sutra 34.37). Mit anderen Worten: (I) Ruin und Zerstörung breiten sich aus, wo femininer Unglaube über unreligiöse Männlichkeit herrscht; (II) im Bann der Psyche, in „gläubigem“ Trotz, ungestillten Begehren, wogt der Geschlechterkampf der ‚Leidenschaften, Sünden und Lüsten‘; (III) emotionale Ebene (die Liebenden): das göttliche Männliche herrscht über das heilige Weibliche; (IV) schöpferische Energien in planetarischem Bewusstsein: das Kulturell-Kreative dient dem Wirken spiritueller Frauen.
 

Menschen benehmen sich, wie es von ihnen erwartet wird. So verhalten sich – ganz einfach gesagt – Männer egoistisch und ihre Frauen entsprechend bequem. Je unreligiöser ein Mann jedoch ist, desto psychisch-verzweifelter wird seine Frau; und wie geistig-kulturell der Mann sein kann, hängt davon ab, wie spirituell Frauen sind. Wenn wir also unser Gemeinwesen anhand der Annahmen strukturieren, dass Frauen seelisch und gut, und Männer konstruktiv kulturell-geistig zusammenarbeiten, werden wir in einer anderen Welt leben.
 

Der Mann im Mond  'Im Nordmeer lebt ein Fisch mit Namen Kun. Dieser Fisch verwandelt sich in einen Vogel namens Peng. Wenn der Vogel sich erhebt und fliegt, dann umdunkeln seine Flügel den Himmel wie Wolken. Wie ein Wirbelwind fliegt er unendlich in die Höhe. Dann macht sich der Vogel auf, um zum Südmeer zu fliegen. Eine Wachtel und eine junge Taube lachen über Peng und fragen: welchen Sinn macht es, so unendlich hoch zu fliegen, um dann nach Süden zu ziehen? Dies eben ist der Unterschied zwischen groß und klein!' (Schöpfungsgeschichte des Zhuang Zi; in: Udo Lorenzen / Andreas Noll, Wandlungsphasen der traditionellen chinesischen Medizin V Wandlungsphase Wasser 8.2.9. 'Die Tiergattung des Wassers'; Müller & Steinicke 2000). Neigen sich Männer vor ihrer Spiritualität nicht 'gen Süden', in heilendes Bewusstsein planetarischen Gewahrseins, aus dem rezeptive, kulturelle Schöpferischkeit erwächst, verbrennt ihr Strahlensog das humane Leben auf Mutter Erde.
 

American Farming – a mary can farming  Fehlende Geistigkeit führt zur Domestizierung 'schlechter Männer' [Ochsen vor dem Pflug; Esel an Futterkrippen] wie zum patriarchalischen Herrschen über Frauen; gesellt sich Frauen-Rivalität aus Leidenschaft hinzu, erschafft es Ungleichheit und ein Ungleichgewicht auf Erden. Gleich Lotosblumen, die aus Schlamm erblühen, und umso herrlicher blühen, weil sie aus Schlamm erblühen, gibt erst 'Himmelfahrt und Wiederkehr' dem Weiblichen Lotos Kraft, über den Wassern der Weisheit sein Parfum zu entfalten in Harmonie (nam-myôhô-renge-kyô) mit dem Universum. Dazu muss 'nicht-verbrennendes Licht' eines Mannes 'Dorngestrüpp' (Exodus 3:2) erleuchten, sonst verglüht sein Begehren die Erde, und Schwerter tyrannisieren die Welt. Dann allerdings kann das Weibliche seinen Glauben nicht wiederfinden: ohne Bhakti Yoga verliert der Kosmos des Femininen seine lebensspendende Heilenergie; dem Volk gehen die Lebensmittel aus; mangels kreativer Imagination, aus Devotion zur Hierarchie, wird der Wasservorrat immer knapper (Sure 7,160-161). Damit verlieren die Seelen ihre Freude Liebe zu geben, der Eros erscheint als Last eines Zwangs; Frau und Mann wirken nicht mehr zusammen: Das Werk.
 

Heiliger Liebeshort – Den ihr verehret, Werdet ihr schauen. (Goethe, Faust II, Chor der Engel)
Willst du dich selbst erkennen, so wisse o Frau, dass du aus zwei Dingen geschaffen bist. Das eine ist diese äußere Hülle, die man Leib nennt und mit dem äußeren Auge sehen kann; das andere ist jenes Innere, das man bald Seele, bald Geist und bald Herz nennt: dies Innere ist dein wahres Wesen (nach Al Ghazali, Das Elixier der Glückseligkeit). Lerne: Die Stimme der Stille im Spiegel deiner Seele und das Fassen seelischer Schönheit Kultureller Männer sind Wesensbestimmungen der Frau – der kulturellen Seele gilt das Recht, angeredet zu werden mit „Oh Du!“. Die Kulturell Kreativen verleihen den Frauen das schöpferische Leben auf Erden, im Mangel daran erwachsen Kümmernisse. Anhand des Märchens 'Frau Holle und die Goldmarie' mag ich dirs deuten: Das Herz der Frau gleicht einem tiefem Wasserbecken, in das Männlichkeit sich ergießt – doch kann Wissen, das aus dem Innern, vom Herz der Erde wie ein Springquell aufsteigt, nicht aufströmen, solange das weibliche Herz nicht frei ist von all jenem Ungeist, der von außen einstürmen will, den Hauch des Todes im selbstbezogenen Gewissen tragend, um einer Welt sein Gift vom unkulturellen individuellen Leben einzuzwingen. Wenn Marie will, dass 'das Goldene Wasser des Lebens' beseligend aus dem Blütenkelch des Herzens emporquillt, sodass von göttlichem Bewusstsein das Männliche zu seiner Seele geführt werden kann*, so muss die Jungfrau zuerst, durch Liebe zu 'ihrem geliebten Herrn' (Markus 12:30), die Wasser Adams ganz daraus entfernen und den schwarzen Schlamm, den Evas Begehren seit der Vertreibung aus dem Paradies mit sich gebracht hat, ganz heraus tun; dann mit der Seele Scham in sich alle anderen Zuläufe noch verstopfen, welche 'die reinen Welten mit befleckten Teilen, oder befleckte Welten mit reinen Teilen' (Kegon-Sutra 34.37) verbinden. 'Fru Holle ihr Bett machen' bedeutet, den Grund der Quelle im Paradies aufgraben, damit reinster Springquell, der aus dem Inneren des Beckens aufströmt, in Herabkunft 'aus dem Mund Gottes das Wort spricht' (Matthäus 4:4), das gesund macht.

* 'Eine positive Macht wird negativ, wenn sie mit einer Macht konfrontiert wird, die ihr ähnelt, aber in einem noch größeren Maße positiv ist.' (Rasa Shastra, Hazrat Inayat Khan 1938)
 

Zwei Krankheiten suchen die Menschheit heim: eine psychologische, in der Vater und Sohn nicht voll human werden, nicht bis zum seelischen Dienst im Gemeinwesen vorschreiten wollen, sondern auf neurotischer (luziferischer) Stufe der Macht als 'Gott-Mensch' stehen bleiben wollen: was zu Ehescheidung, Affären führt und international Völkermord (Massenvernichtung) auslöst. Die andere will dagegen, was heißt 'in die ahrimanische Verlockung' verfallen, als Mutter und Tochter nicht warten wollen bis durch dharma-Nächstenliebe (altsprachlich: 'Hauskirche') der rechte kosmische Augenblick zum Grad 'göttliche Liebe als Frau' gekommen ist, sondern diesen Grad vorausnehmen wollen, was zur Bewusstseinsstörung (Hysterie) führt: dem unerwarteten Tod.
 

Im Wassermann-Zeitalter liegt die Zufriedenheit jeder Frau im Wissen um ihre geistige Nahrung für das Planetarische Bewusstsein. Ungeistige Männer werden sich daher am Ende als unbefriedigend für Frauen herausstellen. Mag Weiblichkeit auch phasenweise befriedigt sein, dass die ganze Existenz auch ohne den kulturell-schöpferischen Geist eines Mannes real ist, und mögen Frauen auch vorläufig weitermachen, so zu handeln – so muss ihnen doch gesagt werden, vor allem um künftige Enttäuschungen zukünftiger Generationen zu vermeiden, dass solche "eheliche Liebe" sich schließlich nicht als wirksam erweisen wird. Um Schöpferischen Geist zu begreifen, und dann zu assimilieren, sollten Frauen global jetzt in ihrem Leben herausfinden: „Wie kann ich 'Beziehung zu Planetarischem Bewusstsein' erreichen?“ Um diese Kunst zu leben, müssen Frauen ihr eigenes Leben mystisch in »Gott dem Herr, und Gott« wahrhaftig machen. Solches aber in einer Welt zu praktizieren, wo Frauen mit jeder Bewegung die sie machen, mit nicht-planetarischem Bewusstsein in Berührung kommen, ist höchst schwierig; d.h. wird das Leben der Frauen von ungeistiger Spiritualität berührt, kann dies sie leicht beeinflussen. Es gilt also die Verzerrungen und Verirrungen männlichen Seins rückgängig zu machen, durch sich selbst, in der Läuterung einer Kraft der Authentizität seines 'Herrn und Gottes'.
 

Vom herrgottlosen dreimäuligen Drachen und dem Versuch seiner Zähmung 
Wenn Frauen sich nicht selber helfen, die Bedingungen der Liebe und des Lebens zu verbessern: Männer werden ihnen nicht helfen – es sei denn sie sind Heilige [The Cultural Creatives]. Im Gegenteil, Männer werden weiterhin die Hilflosigkeit engelhafter Frauen ausnutzen. Weder 'die Quellen des Paradieses' {Sex als Belohnung – wenn eine Frau so tut, als wisse sie nichts vom Unheil, das ihr Mann wirkt} noch Rage {Feuer der Hölle} halten den Teufel {Iblis} davon ab, über Frauen zu herrschen – es Männer wissen zu lassen, dass man ihr Unheil herausgefunden habe, verleiht dem männlichen Ego noch mehr Kraft; denn wird ihnen Wut entgegengebracht, verstehen es gewisse Männer zeitweise sogar als Heilige aufzutreten und so die Engel einfach zu täuschen. Wenn das marianische Ideal und damit das Gute zu seiner Seele fehlt, strebt ein Mann unbewusst nach Vollkommenheit – aber auf falsche Weise. Jeder Versuch den 'Teufel im Mann' zu entdecken, ihn zu korrigieren oder mit ihm über seine Torheiten zu streiten, ist nutzlos; es gibt keinen besseren Umgang mit ihm als mit der Stille der Göttlichen Mutter. Könnte also 'der Dialog in der Macht des heilig Göttlich-Weiblichen' die Wende herbeizuführen? – Nein. Das Schlimme ist nämlich gar nicht zu sehr das Handeln der Männer, sondern deren scheinheilige Teilnahme am Dialog; denn ohne die Heiligkeit dem Weiblichen gegenüber kann es überhaupt keine kulturelle Kreativität geben, damit auch kein 'Wirken der Frauen im Planetarischen Bewusstsein'. Ein Trauma für die heutige Welt, dass solcherlei 'interreligiös' geprägte erfolgreiche Mannsbilder völlig unbedürftig ihrer heilenden Seele sind! Seit Adam und Eva versuchen Frauen die Wünsche ihrer selbstwertschätzenden Psyche zu erfüllen, im Glauben, dass ihre Sicht von Schöpferischkeit wahr ist, und dass Männer sie sexuell darin zu unterstützen haben – wie groß auch ihr Bemühen bei der Suche nach dem Glück aus äußeren Quellen war: Bruderkrieg ist dabei herausgekommen, verdunkelt von der Erkenntnis, dass das Schweigen der Männer insbesondere von jener Moral rührt – bewusst, vertrauensvoll, männlich – Frauen 'Abhängigkeit, Dominanz und Einengung' zu essen zu geben, um pseudofromme Tradition in materiellem Zusammenhalt zu genießen.


II.  Planetarische Ökologie

Wie Sittlichkeit Folge von Anbetung ist, so manifestiert sich Ethik in der Erfahrung von Musik. Dadurch, dass jede Schwingung eines Archetypus einem anderen Ton entspricht, entsteht in der Kombination dieser Schwingungen, dadurch, dass sich die Schwingungsmuster einander zuordnen: Melodie, Rhythmus, Harmonie, Takt, Einklang. Das Metrum erweckt den Sinn in unserer emotionalen Natur, in dem das Geheimnis jener Offenbarung beruht, die das Gemeinwesen vom Glauben zur Gewissheit führt. In diesem Moment, wo durch Musik Auffassung von Sinn ersteht, 'entsteht und endet Religion' (Bhagavadgita 18:66).
 

Wir haben in unterschiedlichen Lebensbereichen und Lebensstadien unterschiedliche Pflichten. In der seelischen Dimension wird Liebe dem Manne von Seiten der spirituellen Weiblichkeit eingeflößt oder beigebracht; hier ist der Gatte für die Frau sehr wichtig: indem sein Geist ihr Schicksal bestimmt, beeinflusst es das Schicksal der ganzen Menschheit (Swedenborg, Delitiae Sapientiae de Amore Conjugiali, 161.V.). Muss man wirklich noch dazu schreiben: „Es erweist sich nachteilig für die Erde, wenn Frauen ihre Liebe bei Männern verschwenden, die ihnen Seelenlosigkeit einflößen und materielle Identität beibringen.“?


III.  Women-Universel-Global-Ethics »Ihre Majestät Notre-Dame«

'Wenn Frauen beim Pflügen nicht ans Ernten denken und beim Roden nicht an das Benützen
des Feldes: dann ist es fördernd für sie, etwas zu unternehmen' (I GING 25.2 Die Unschuld).
 
Mütter haben ein Interesse daran, dass ihre Söhne ihre Gene vielfältig weitergeben, also möglichst viele Frauen schwängern – das wird dann die Moral der Landesväter. Sich von dieser Besessenheit durch die Ahnen lösend, gilt es 'Hand an den Pflug zu legen' (Lukas 9:62), physisch und psychisch sich geistig zu läutern. Allerdings können nur jene Frauen, die bei ihrer Charakterentwicklung, dem Erlernen der Emotion des Spiegels ihrer Selbstlosigkeit, nicht daran denken seelenlosen Machenschaften der Männer sexuell zu dienen, vielmehr kulturellen Seelen-Geist zu empfangen, den Dialog zur Neuen Ethik auf Planet Erde erfolgreich unternehmen: das Planetarische Bewusstsein der Menschheit vollenden. Eine solche Weisheit, als die Evolution des Lebens, lässt sich nicht erklären – nur lieben. Männer, die in heutiger Zeit in ihrem Leben den seelenvollen hingebungsvollen Dienst an den Frauen aus Furcht vor Ego-Schmerz vermeiden, haben mehr verloren als jene erleuchteten Frauen, die, indem sie sich selbst verlieren, alles gewinnen. Männer vegetieren in Präexistenz, wenn sie lediglich nur mit Körper, psychologischem Denken und Fühlen und Einem spirituellen Willen operieren, nicht aber Seelenzeit geben und mit hingebungsvollem Herzen für das Planetarische Bewusstsein der Frauen arbeiten; solche Männer verlieren zuerst alles, bis ihnen zuletzt auch ihr Selbst, das hingebungsvolle Herz, aus den Händen gerissen wird. Die Heilkraft der Kulturell Kreativen: Rama, durch die Anziehungskraft der stillen Atmosphäre; Shiva, durch die durchdringende Wirkung seiner geistlichen Stimme; Buddha, durch die Appelle seiner erleuchtenden Worte; Krishna, durch das offenbarte Feuer seines seelischen Geistes – alles kommt aus dem Schmerz des erbarmenden Herzens. Der Verlust von Sex und Libido, Psycho-Eros und spiritueller Macht macht das Ego eines Mannes rebellisch; aber seine Seele lebt nicht, bis dieser Schmerz erfahren wird: 'Wenn von Frauen gesagt wird, dass sie durch Umstände niedergedrückt sind, seid versichert, dass sie nicht in der Flamme der Seele wandeln, bei einer Begegnung mit der nicht-seelischen Männlichkeit wurde ihr Bewusstsein verwirrt; zuweilen ist es schwer, den Augenblick der Verwirrung zu erkennen, aber sie vergiftet alle weiteren Handlungen' (Agni Yoga §257).
 

Es gibt nichts, was Übung nicht meistern könnte (Shantideva, Bodhicharyavatara VI.14)
'Iblis' ist jedoch das komplementäre Gegenteil zur Vorstellung einer 'alten Hexe', daher lassen sich die in Reaktion auf Missbrauch entstandenen Erkrankungen der weiblichen Psyche nicht mit spiritueller Praxis heilen, sondern nur mit gruppenanalytischem Dialog.
 

Warum halten wir Dialog? oder anders gesagt, warum sind die Beziehungsgesetze der Liebe ohne den Dialog unergründlich? Dafür gibt es mehrere Gründe. Als erstes macht Der Dialog den Frauen klar, dass es auf dem Niveau ihrer eigenen Seele etwas zu lernen gibt – durch 'learning by teaching', und zwar bevor an „Beziehung“ zu denken ist. || Als zweites bezeichnet das Wort Dialog ja 'eine mündlich oder schriftlich geführte Rede', gemeint ist hier das Gespräch zwischen Ehepaaren – der Gegensatz wäre 'der Monolog', also das Gespräch einer Frau mit sich selbst oder einer anderen Frau. Dialog setzt somit 'das Gespräch zwischen Mann und Frau' voraus, und dabei besteht zwischen den Seelen und den Heiligen Schriften eine tiefe Verbindung. || Der wichtigste und verständlichste Seelengrund für den Dialog aber ist: das Erbarmen – dieses seelische Gesetz kann jedoch nicht verstanden werden durch rationale, psychische oder spirituelle Moralen. Einzig und allein unsere lebendigen, kulturschaffenden Seelen erinnern daran, dass es 'ewige Gesetze und Wahrheiten' gibt, und dass wir nicht gedanklich „hart arbeiten müssen“, um Neue Ethik zu verstehen: wir brauchen nur das Gespräch seelischer Gewissen allen hörbar zu machen.
 

Tavistock-working-conference (Dialog) in die Philosophie der Musik gefasst
In der langsamen Bewegung seines Klavierkonzertes No. 4 (opus 58) lehrt Beethoven die Souveränen (Archdukes, op. 97), die Stille ihrer erleuchteten Seele als "Stoßdämpfer" zwischen dem Druck seelenloser Frauennaturen und eigenen sexuell-emotionalen Regungen zu setzen. Indem die Musik ablehnt "mit sich Ballspielen zu lassen", eine Zone heilender Atmosphäre um sich aufbauend, strömen 'Gnade und Licht' in den Brunnen. In Seelenzeit fallen Mondesstrahlen sacht und Bedeutung {SINN} entflammt die Sehnsucht im Heiligtum des Herzens; Zwang zu Romance und Eros, Gewalt zu Konsum werden verwandelt und fungieren als Katalysator: Licht auf Licht (quantenpsychische Interferenz), Woge heiligen Geistes verheißt dem Bewusstsein der spirituellen Weiblichkeit das Schöpfungswerk zu vollenden, was der Menschheit das planetarische Tor zu humanistischem Handeln öffnet.
 

Menschen haben unterschiedliche Naturen und daher unterschiedliche Verhaltensweisen und doch ist die Menschheit ein unteilbares dynamisches Ganzes, das eher den musikalischen Gesetzen einer Symphonie ähnelt, denn "Masse und Energie". Seelen-Naturen sind dynamischen, relationale, auf einander bezogenen Organismen – ein Gewebe von Beziehungen, in dem kein Teil für sich allein stehen kann: 'jeder Teil bezieht seine Bedeutung und sein Dasein allein aus seinem Platz im Ganzen' (Werner Heisenberg, Der Teil und das Ganze). Wenn wir Änderungen in 'Religion und Sexualität' der Menschheit vornehmen, indem wir krankmachende, Krieg erzeugende Bedingungen eliminieren, müssen wir zuerst verstehen, auf welche Bedürfnisse diese Bedingungen eigentlich reagieren, indem wir die Zusammenhänge von Ursachen und Wirkungen sehen: aus diesem Verständnis heraus, gilt es Änderungen zu machen; dazu müssen Frauen 'von göttlichem Licht' ihre 'kollektiven Dunkelheiten' erleuchten – sonst müssen Männer doch wieder nach den Wünschen ihrer Gattin handeln.
 

Maxime peccantes, quia nihil peccare conantur
Traditionelle Familien lösen sich auf in die Geistige Familie, 'Die Kirche für alle und für alle Kirchen' als Erzieherin Einer Gemeinschaft aller Menschen. Der Grundstein hierzu, der Felsendom, ist die Verwirklichung der Universellen Frau, das ermutigende Ziel spiritueller Bodhisattvas. In Frankreich mit 'Croix de guerre avec étoile d'or', in England mit dem großen 'George-Cross, M. B. E.', der höchste zivilen Tapferkeitsauszeichnung, geehrt, steht Noor-un-Nisa für das Ideal inspirierender Weiblichkeit, die die Doktrin des höchsten Mitgefühls geübt, indem sie sich geopfert hat, den fundamentalistischen Heeren militanter Androkratien Einhalt zu gebieten wissend, um auf die Not der Menschen in der Welt aufmerksam zu machen.
 

Princess Noor-un-Nisa Inayat Khan

 


Im Gehirn gibt es neuronale Kreise, auch elektrische Bahnen; diese ändern sich gemäß unserer Ethik. Zuvor aber kann eine urplötzliche Bewusstwerdung verdrängter Emotionen im Dialog – hervorgerufen durch lügenhafte Sitten der Männer und reaktive Kali-Aktionen der Frauen – die Nerven im weiblichen Gehirn völlig ins Chaos stürzen. 'Erleuchtung', der göttliche Willen 'das Böse zu lassen und das Gute zu tun', vermag Neue Ethik hingegen so ins feminine Herz einzubringen, dass Elektronen des Gehirns sich in Photonen verwandeln, d.h. die Körper in Licht, was man meint mit »Göttliche Mutter«; vorausgesetzt Frauen verwechseln nicht den männlichen Pfad (Sufi links drehend) mit dem ihrigen (buddhistisch aufsteigend); sonst kann 'Samadhi' Herzensverwirrung mit sehr ernsten Konsequenzen hervorrufen.


IV.  Die Institution von Heirat und Scheidung

Maria bei Elisabeth 
Die Absicht, als Mensch geistig in Wirksamkeit zu treten, kann sich nicht realisieren, ohne die Vorstellung der Dharma-Tätigkeit selbst, die jene geistige Liebe freisetzt, die uns befähigt, den Zweck unseres Lebens zu erfüllen – diese aber ist nichts anders als die Form der hervorzubringenden 'schöpferischen vollkommenen Persönlichkeit' selber. Fehlt die Synthese höherer und innerer Intelligenzen, drängen intellektuelles Verstandeswissen und Beauty-Bewusstsein die Jung-Frau in eine gefühlsmäßige Blockierung hin zur melancholischen Haltung eines psychologischen Komplexes. Zwar wird in echter Frömmigkeit die Frau 'von glühendster Andacht und seligster Verzückung ergriffen' (Bernini, L'Estasi di Santa Teresa / Ludovica), anbetungsvoller Glaube allein nicht hinreichend, unentbehrlich ist die Dharma-Praxis. Das Erwachen menschlichen Geistes bedarf der Schülerschaft, einer Disziplin in der seelischen Führung, denn die Entfaltung des Geistes ist rein persönlicher Natur und nach Archetypus völlig unterschieden. Wir projizieren auf »Gott« Ideale unserer Vollkommenheit, »das Wort in der Vorstellung« erweckt sich im Spiegel der All-Möglichkeit unserer Seele. Daher spiegelt sich auch der psychische Zustand eines anderen Menschen in unserer Seele. Die Jungfrau muss 'heimsuchen' (Lukas 1:39), Zuflucht nehmen, sein in die Weise, wie Sie Vollkommenheit ist: ‚Sie, die alle Dinge schaut, schaut mich an, dass Er mich aufnimmt in sein Sein.‘ Einfach nur Seelen-Ideale imaginierend evozieren, hoffend 'Er' zu werden, reicht nicht aus; Jung-Frau Mignon muss sich im anderen Selbst sehen. Geistiger Fortschritt ist, die Resonanz mit der Stimmung 'Notre-Dames' aufzusuchen. Ihr Blick ist die Hohe Kunst, die frau sein könnte, wenn frau wäre, was frau sein könnte: der Kosmos im Werdeprozess als Sie selbst.
 

Hoffnung ?  Der seelenlose, teilweise verspiritualisierte Intellekt der Männer hat Frauen allmählich in die Spiegeln ihrer Seele verödet. Von Liebe füllt weiblicher Intellekt sich mit etwas aus, was nicht als Planetarisches Bewusstsein erscheinen kann – das ist die große Tragik, bei vielen Nöten und Erkrankungen in unserer Zeit, dass Frauen in sich hineinblicken und sich sagen müssten: „Indem ich kreativ tätig bin, bin ich doch nicht im humanen Geist meines Mannes tätig.“ Bis Frauen dies zugeben, werden die stummen Schreie der weiblichen Seele, aller Schmerz, all die ungeweinten Tränen, weiter ungehört verhallen.
 

Naturwissenschaft wie auch Spiritualität eignen sich nicht dazu, den Geist Planetarischen Bewusstseins zu begreifen, die Natur ganzheitlich zu erfahren und mit Ihr in Harmonie zu leben; und selbst Glaube nicht – nur durch dharma-Nächstenliebe (Frauen, die reden, wissen nicht) und Psychoanalyse (Männer, die wissen, reden nicht) werden wir in der Lage sein, uns in Liebe mit den Eigenschaften und Werten Humanen Bewusstseins zu befassen.
 

Das Geschäft mit Nahrungssuche, Fortpflanzung und Machtausübung
Natürlich haben Männer, die dazu noch intelligent, spirituell, unternehmungslustig und gesund sind, eine Zeit lang den Eindruck, sie verlören nichts von ihren Fähigkeiten. Aber da sie nicht religiös und mit kulturellem Geist das Göttlich-Weibliche nähren, wird sich in ihnen nach und nach etwas zersetzen – ein offenes Tor für unerwünschte Wesenheiten, die Mannesgemüter und -verstand anfressen werden, so wie die Würmer Holz zerfressen.
 

Konsumorientierte Politik unterstützt ein Streben nach Vergnügung, Macht, Rivalitäten Gottes Ego-Herrlichkeit, konträr zu heilenden Kräften Einer Seele. Jetzt müssen Engel aus Erkenntnis schöpferischen Wirkens mit der Rose lächeln, mit den Bäumen sprechen, Wasserbächen und Bergen, der Menschheit ihren Traum schenkend: es ist der weibliche Mann {Krishna-Stärke auf dem x-Chromosom}, der Genius in planetarischem Bewusstsein, von dem Männer lernen, heilend kulturell zu sein; und es ist die Himmelstochter, 'Tochter aus Elysium' (Beethovens Neunte Sinfonie), femme fragile (siehe Debussy: Pelléas et Mélisande), die den Frauen Persönlichkeitsentwicklung aus der selbstlos-tätigen freudigen Seele lehrt; und es ist die Große Mutter, die 'den Polsprung der Erde' verkündet: Gott ist die spirituelle Intuition der Frauen, denen Männer zu folgen haben (Bhagavad-gita VII,9).
 

Von den vier Entwicklungsstadien zur Vollendeten Femininen Persönlichkeit – aus Liebe
Mit der Essenz aus männlichem Feuergeist, der Inspiration von universaler Erkenntnis in globales Gewahrsein (Joel 2:18), entwird der materielle Geist der Frau, psychische Leidenschaften und irdische Süchte "trocknen weg", sodass sich der Funke Kosmischen Wissens leicht entzünden kann. Alsdann wird der Körper ruhig, das Bewusstsein wendet sich nach innen, dem Geliebten zu, das Herz erfüllt von religiöser Inbrunst und Hingabe. Sanft erwächst die innigliche Erwiderung zur neuen Identität als Frau aus dem männlichen Geist in planetarischem Bewusstsein. Besteht anfangs noch gewisse Unterscheidung zwischen der weiblichen Form und dem formlosen Geist des Mannes, schwindet letztlich alle Dualität, und die Morgenröte erstrahlt zu universaler Verantwortlichkeit. Doch einzig in der Männer negativen Macht vermögen die Frauen freimütig zu reden, wie es ihre Pflicht ist. „Im Herrn gibt es weder die Frau ohne den Mann noch den Mann ohne die Frau.“ (1 Korinther 11:11). Die Liebe eines Kulturell-Kreativen definiert sich nicht über den Gegenstand der Botschaft, sondern durch die Art und Weise, wie er seine Frau zur Botschafterin macht.
 

Lob der Engelscharen, wunderbarer Glanz all des Geheimen  Die Große Mutter ist nicht ohne den Genius [Cultural Creatives], noch der Genius ohne die Große Mutter, weder die Große Mutter noch der Genius ist ohne Große Göttin, oder die Große Göttin ohne sie beide.


V.  Lebensformen – Die Frau als das Gewissen des Mannes

Sportveranstaltungen waren das soziale Prestige römischer, serial-monogamer Politiker. Sieg des Champions bedeutete die Freiheit zu Zeugung und zu Ruhm und Luxus für den immunstarken wie den mental-kulturell orientierten Mann, oder er musste sterben (Johannes 19:7) bzw. in Frühpension gehen. Die Olympische Idee festigt die Vielfalt der Staaten der Welt, doch einzig die spirituelle Realität gebiert planetarische Einheit. Sind jetzt spirituelle Zusammenkünfte die Notwendigkeiten 'matriarchaler Heilerinnen' (Ma-Tria-Arche) für ihre Töchter und Söhne? Politische Psychoanalyse führt bis zum gewissen Grad zu dem Ethos 'Sittlichkeit', doch bedarf 'globale Ethik' eines tiefen Tauchens in den Ozean Des Lebens, das Geburt und Tod unterliegt sowie den Änderungen unterworfen ist; gleich einer Luftblase in einer Meereswoge, die durch nichts anderes hinweggenommen wird als durch Ihre eigene Quelle und Ihr ursprüngliches Sein: Die Universelle Frau handelt in Wissenschaftlichkeit und Vernunft und dennoch mit devotionalen, inner-idealistischen Herzens-Emotionen in ihrem spirituellen Wesen! Ohne Erkenntnis ['Gleichmut und Liebe' hinsichtlich einem Misslingen oder Erfolg] bleibt jenes kindhafte Konkurrenzdenken, sich entweder als Einzelkämpferin zu sehen oder sich im Männer-Libido-Eroswahn mehr oder weniger nachhaltig zu verstricken. Wird „Liebe zum Vaterland“ stärker als 'göttliche Sehnsucht', so verschlingen die weltlichen Ambitionen alle Offenbarungen der Elëusa. Folglich wird »Neue Ethik« im Vorfeld jeder Diskussion bewusst missverstanden bzw. für wirtschaftspolitische, "religiöse" Frauenmachtziele instrumentalisiert [das Aufzwingen von Gedanken ist ein schweres Vergehen (Agni Yoga: Bruderschaft §151), 'eine Rede, eine Gegenrede, und das wahre Leben vorbei' (Hugo von Hofmannsthal, Andreas)] – daher ist 'Das Heilige' geheim.
 

Wenn schöpferische Kultur, die Seelenzeit ihrer Männer, den Frauen fehlt
Was dann Frauen so fest und genügsam zusammenhält, ist nicht so sehr das innig mystische Gefühl der Liebe als vielmehr die Gewohnheit, das naturgemäße Ineinander-Hinüberleben, die gemeinschaftliche Unmittelbarkeit: gleiche Geisteshöhe oder, besser gesagt, Geistesniedrigkeit, daher gleiche Bedürfnisse und gleiches Streben; gleiche Erfahrungen und Gesinnungen, daher leichtes Verständnis untereinander; und so sitzen sie verträglich zusammen, wenn es kalt wird, an den Augen sehen sie sich ab, was sie denken, die Worte lesen sie sich von den Lippen, ehe sie gesprochen worden, alle gemeinsamen Lebensbeziehungen sind ihnen im Gedächtnisse, und durch einen einzigen Laut, eine einzige Miene, eine einzige stumme Bewegung erregen sie untereinander soviel Lachen oder Weinen oder Andacht, wie Männer erst durch lange Expositionen, Expektorationen und Deklamationen hervorbringen können. Frauen leben im Grunde dann geistig einsam und jede von ihnen, geistig verlarvt, denkt, fühlt und strebt anders als die andern, und des Missverständnisses wird so viel, und selbst in weiten Häusern wird das Zusammenleben so schwer, überall beengt, überall fremd, überall in der Fremde. (Heinrich Heine, Reisebilder)
 

Frommsein förderte ein Denken von „Gott, da oben, und wir als miserabler Wurm hier auf Erden“. Spiritualität spricht vom 'Menschen als Zustand von Gott'; allerdings sitzen heutzutage esoterische Führer und "Priesterinnen" in einer Klasse, die versucht willigen Menschen lediglich devotionale und spirituelle Dimensionen beizubringen neben großem psychologischen bzw. psychotherapeutischen Know-how. Wird nunmehr 'Religion', das ethische Prinzip in kulturellem Geist, hinter den Entspannungstechniken ignoriert, dient solches 'interreligiöse Meditieren' als Faktor zum Erfolg für ungerechtfertigte Zwecke. Ist unsere Kultur nicht 'die aufrichtig erweckte Seele', bleibt alles 'die Unmenschlichkeit und das Absterben von Gefühlen und Mitgefühl in einer von Kriegen versehrten Erde vor Augen führen' ohne jede Resonanz. Ohne das Ideal zur menschlichen Kultur in planetarischem Bewusstsein wird es keine Schöpfung von Liebe geben: Ursachen für gewaltsame Konflikte in der Welt werden sich vervielfachen – selbst spiritualisierte Männer werden unter Frauenmacht brechen, wie grazile Weingläser unter den Gesängen starker Soprane.
 

Der Palast der Spiegel  'Der Hingebungsvolle Glaube trägt die Wolken über der Unterscheidungskraft, jene Spiegelschicht, die der Mensch Himmel nennt. Die für die Sonne, den Mond und die Sterne vorgesehenen Stellen sieht man durch sie, wie man irgendwelche Gestalten im Spiegel sieht, so dass die Menschen meinen, sie sähen ihre wirkliche Gestalt. Denn vom aufrichtigen Verlangen des gläubigen Menschen geht ein Gedanke aus, der sich auf den fruchtbaren Nutzen richtet, der gute Werke hervorbringt. Er berührt deren Lebenskraft, damit sie vielfache Früchte der Heiligkeit trägt und die Herzen der Menschen zum Himmel emporhebt, so dass sie nach ihm seufzen und von ihm gestärkt werden. Denn solange der Mensch in aufrichtiger Sehnsucht zur Frucht seiner guten Werke strebt, verlässt er das Irdische und heftet sich so an das, was oben im Himmel ist, sodass er ganz verwandelt erscheint, als ob er kein Mensch wäre.' (Hildegard von Bingen).
 

Die vier Könige des Kartenspiels  Des Mannes Ideal offenbart seine Seele: der Mann, der nur an sich selbst interessiert ist, ist karo-Bube, die Buddha-Seele, Phönix; wohingegen herz-Bube, ein Mann, der seine Interessen auf seine Familie und Umgebung ausgedehnt hat, größer ist: Shiva-Seele, die Schildkröte; jener, der sein Ideal noch weiter zu seiner Nation ausdehnt, ist pik-Bube, die Rama-Seele: der Drache 'Dynastie'; der sein Ideal in die Welt im Ganzen ausdehnt, ist die Krishna-Seele, das Einhorn: der kreuz-Bube. Ohne das höchste Ideal, das unsterbliche spirituelle Selbst in sich zu verwirklichen, ist Männlichkeit in allen diesen Fällen begrenzt und nicht in der Lage jenen Geist der Betrachtung von den höchsten Höhen zu geben, den Frauen zur Läuterung ihres Herzes benötigen. Es bedarf keines höheren Ideals als das spirituelle Ideal, denn wenn 'Die Buben-Trümpfe' dieses Ideal in ihrer Vision halten, kann die Heilkunst in ihre altruistischen Seelen herabströmen, zu jenem Frieden der »Kulturell Kreativen«, der die Erfüllung der Sehnsucht der Frauen nach Freiheit begründet.


VI.  Polygamie (Caprice de Dieu)


Die Gefahr, die von Islamismen ausgeht: fromme Devotion entflammt Eros, das Suchen nach dem anderen Geschlecht; mit der Religionszugehörigkeit geschieht der Erwerb von Heirats-Erlaubnis, damit verbunden der politische Entschluss zur Polygamie; mit dem lustvollen Verlangen in den Geschlechtern wächst Anhaftung, die Begeisterung, das Besitzdenken; eben dies bringt den Geiz hervor: Wachen über den Besitz. Daraus entstehen 'das Ergreifen von Stock und Schwert, Zank, Streit, Missbrauch und Lüge' (Mahanidana Sutta) – das 'laissez faire (tantra), laissez aller (tao)' befreiter Spiritualität verwandelt sich im Sunniten-Schiiten-Konflikt vor unseren Augen in den Aggressor endloser schmutziger Kriege; die Clanmitglieder streiten untereinander (Bhagavad-gita I.26), wer das Gottesdienst-Festspiel 'sacred-music-festival' (Sure 2,285) leiten und damit Mohammeds imposantes Werk deuten darf. Manch Sufis liegt die Täuschung zugrunde, dass die physio-psychologischen Naturgesetze von Vater und Sohn die Erklärungen einer Kulturellen Menschheit seien.
 

Manche Völker sagen: „Scheidungen sind das Resultat von außerehelichen Beziehungen: Polygamie kann die Gesellschaftsprobleme unserer Zeit lösen; sie soll als Alternative zur Scheidung gelten, die Familien zerstört und Kinder verwahrlost!“ (Philip Kilbride). Scheiden tut sich voneinander, was nicht zusammen in den Himmel wächst (Hl. Plotinus), "Islam" ist nicht zur Scheidung die Alternative, "jiddisch-bleiben" missachtet Buddhismus & Vedanta. Selbst wenn eine Frauen-Gemeinde gänzlich 'jiddisch-katholisch und Buddha' wäre – der potenzielle Schaden durch Polygamie rechtfertigt eine Einschränkung der "Religionsfreiheit".
 

Hagar und Sarah  Es muss zwei getrennte Gene geben, eins für das Aufdecken psycho-physischer Strategien hysterischer Zu- und Abneigungen; und eins für das Hinauswerfen neurotischer Beziehungsmuster. Da wir bereits das Gen für das Hinauswerfen besitzen, brauchen wir jetzt die tief-religiöse und psychoanalytische Hilfe von spirituellen Männern und Frauen, damit wir dieses Gen auch richtig anwenden. (nach Dawkins, The Selfish Gene)
 

Quantenphysikalische Analogie  Man muss die Polygamie als den Gipfel der heidnischen Verworfenheit und Sünde bezeichnen 'sie ist Gewalt, Kälte und Rücksichtslosigkeit im Umgang der Geschlechter, sie leugnet in direkter Weise den Plan Gottes' (Johannes Paul II); andererseits ist es 'der Gesetzlose, der Degenerierte und mental Unfähige, welcher unter einem System der aufgezwungenen Monogamie gezüchtet und multipliziert wird (Hazrat Inayat Khan). Der Konflikt zwischen Polygamie und Monogamie bedeutet: Krieg zwischen Sunniten und Schiiten, zwischen Ost und West. Betrachten wir die Religionen, die die Existenz Gottes als 'Die Liebe' annehmen, so sagen alle grundsätzlich, dass wir Liebende sein sollen, und dass wir unsere Bitten an Gott richten müssen, dass es in 'Gottes Hand' liegt, was geschieht – trotzdem müssen wir uns in einer anständigen und religiösen Weise verhalten. In den Lehren Buddhas findet sich die Überzeugung, dass sich die Dinge nicht einfach verbessern werden, wenn man „einen Gott darum bittet“, sondern, dass wir selbst den Akzent auf unsere eigenen Anstrengungen, auf unsere eigene Arbeit setzen müssen.
 

"Positive Männer", solche mit starkem mentalen und spirituellem Ego, lassen sich, von planetarischem Bewusstsein aus betrachtet, als 'geistig krank' (d.h. falsch positiv, nationalistische Kriege auslösend) diagnostizieren, "negative", welche im Gemeinwesen seelisch heilend aktiv sind, als gesund; komplementär könnten 'gesunde Frauen' "falsch negativ" sein, d.h. im spirituellen Sinne sich als krank ausweisen (Terror der Armen verursachend). Wenn Männer ein Leben voller Arbeit und viel Erfolg bevorzugen und sich überhaupt nicht um die Erweckung der weiblichen Seelen kümmern, bleibt den Frauen nichts anders übrig, als Leben in größtmöglichen naturfrommen Vergnügen zu fristen und evtl. noch Männern deren spirituelle Entfaltung, 'bis zum Tod für Volk und Vaterland', zu fördern.
 

Frauen gehören sich selbst; ihren Wert können sie nur selbst festlegen, indem sie
entsprechend ihrem heilig-göttlichen oder materiell-mentalen Ich Männer unterstützen.

 

 

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MILLENNIUM  MUSIC  POETRY
essence  Alpha et Omega

Inhaltsverzeichnis der einzelnen Kapitel:

Symphony Universel: sacred-music-festival
»significatio passiva«

Zhikr
Prolog
A. Das Buch der Gesänge
B.
Situation: Anamnesis und anā-Lyse
C.
I. Von den Inneren Bildern
     II. Von der Herren-Vernunft
D. Dieu sensible au Cœur
E.
Vulnerabilität des Herzens und Spirituelle Resilienz
F.
Die Antwort des Universums: 'Gottes Wundertaten'
G.
Fragen
H.
Appell an die Frauen
I.
Global Warning
   Zerstörung von Religion, Bildung und Kultur
J. Religionskriege
K.
Christentum und Ethics conference
L.
Wissen und Vision
M.
I. Der schöpferische Ausdruck von Liebe
    
II. Das Geheiligte, die Verehrung der Weiblichen Seite Gottes
    
III. Die Heilkraft der Liebe
    
IV. Bedeutung der menschlichen Beziehung
    
V. Der Heilige Gral
    
VI. Der heilige Kontakt
N.
Kulturelles Herz und Unbefleckte Empfängnis
O.
Beziehungs-Situation auf Planet Erde
P.
Über heilende Hormone und vergiftende Stoffe
Q.
Integral Ethics Unity in Multiplicity
    
Dialog
R. Women-Universel-Global-Ethics
S. Healing – Awakening of Womanity
T. Interreligious Sciences of Sacred Art-Therapy
U. Ethics Conference on Dialogue
V. Transcultural Mentoring
W.
Mystik
X.
Gebete und Gesänge
Y.
Universel – Intertextual Human Experience
Z.
last words
Interreligious Sciences of Sacred Art-Therapy (ISSAT)
Omega
responsorium graduale
The Cosmic Mandala
Vom Flügelschlag der Schmetterlinge