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composer Tiagaraja Adil Christoph Allenstein, © 2020  
aus:  Millennium Music Poetry  DAS BUCH DER GESÄNGE  

 

 


K.  Christentum und Ethics Conference

 

Wenn Frauen jetzt beginnen ihre Kräfte zu einen, ist das erste, was nötig ist, in diesem Gedanken übereinzustimmen: dass eine Zusammenkunft der Souveränen Frauen auf Planet Erde notwendig werden muss. Alle müssen in diesem ersten Schritt, der getan werden muss, übereinstimmen, bevor wir darüber nachdenken wie nun "Neue Ethik" zu pflegen ist; denn wenn die Frage aufgeworfen wird, wie "Beziehung" geht, haben die Menschen unterschiedliche Ideale; sodann werden Emotionen aufeinanderprallen, und die Vision geht verloren. Das "Wie" kommt später; zunächst müssen wir alle zustimmen, dass etwas getan werden muss. Einzig in diesem Gedanken nur müssen wir zusammenkommen. Meditation, Gebet, 'Wiedergeburt aus Geist' – das alles geschieht als natürliche Folge von ganz allein.

 

Fisch und Mond

            
Enki-Ea:
Sonne und Meer

 


Dialog – Die Institutionen von Heirat und Scheidung im Licht der Intuition
Europa braucht eine Versammlung katholischer Männer mit ihren spirituellen Ehefrauen – nicht umgekehrt. Überhaupt ist tavistock-working-conference (dialogue) für den Identitätsbegriff 'Mann' von großer Bedeutung. Im Dialog können Männer begreifen, dass sie als tätige Intuition, durch Offenbarung seelischen Geistes, das Ganze in sich tragen und zugleich wesentlicher Part des Ganzen Organismus sind, indem sie, durch schöpferische Geduld das Erwachen der Frauen zur Intelligenz Planetarischen Bewusstseins bewirken.
 

Menschheitskultur versus seelenlose Wohltätigkeit  Selbst sogenannte "spirituell-gute Männer" sind in unserer Zeit höchst gewöhnlich-ichsüchtig. Mit der Zufriedenstellung spezieller Leidenschaften und Gelüste beschäftigt, gesteigert in Transzendenz, kümmert man sich um 'das Glück seiner Mitbürger' und hat dabei den Ruhm seiner selbst, die Wellness seines Landes (bzw. Feriendorfes) im Sinn. Wenn sich nunmehr Frauen, deren Seelenfähigkeit sich durch den spirituellen Willen geweitet hat, für die Schöpfung einer ganzen Menschheit einsetzen, geht dies nur mit den Männern, welche den Frauen seelenanalytisch heilend beistehen und sich um das Wohlergehen und die Wohlfahrt des Ganzen mühen; dann wirken Frauen nach jener Ethik, die sie sich in Eintracht mit der 'Großen Mutter' vorschreiben, sowie 'Die Göttin' nach Regeln, über die sie sich mit dem Genius einverstanden. Männer mögen viel Gutes in sich haben und sie mögen sehr intelligent sein; aber solange ihr geistiges Herz nicht erschlossen ist, können sie nicht jene Adeligkeit zeigen, humane Güte, die in ihrem seelischen Herzen verborgen ist. Das Wirken des seelisch-geistigen Herzens der männlichen Seelen gleicht einem Scheinwerfer: auf Leiden der weiblichen Natur gerichtet, werden alle Dinge klar; was man Telepathie, Gedankenlesen, Hellsehen (Johannes 4:17-18) oder anders nennt, alles was das Leben der Frauen angenehm machen würde, dieses kommt von selbst, wenn das geistige Herz, 'die Seele' eines Mannes lebendig ist. Ohne seelischen Geist des Mannes fühlt sich Weiblichkeit in ihrem wahren Ich lebendig begraben: Frau existiert, um zu funktionieren, um anderen zu gefallen und akzeptiert zu werden; Arbeitssucht hält sie zurückgezogen von ihrem Inneren. Doch mit verlorenem Sinn entschwindet unvermeidlich auch das personale Glück, 'totale Leere fühlend' denken manche Frauen, sie seien 'ruhiger Spiegel der Seele' geworden – bis Krankheit sie trifft, Zeichen einer beunruhigten inneren Welt, in welcher Einsamkeit, Hoffnungslosigkeit und Pessimismus vorherrschen: 'ahrimanisch' endet Altersfrömmigkeit in Haus und Garten. . . Was hält uns davon ab, geistige Empathie in schöpferischer Seelenkultur zu entwickeln? – 'exacting attitude': die Mittel- und Oberschicht will Geschäfte mit "Frauen-Liebe" machen. Ohne Leid anderer zu berücksichtigen, werden Frauen einzig vom eigenen Leiden gequält; ohne allerheiligstes feminine Ideal sind Männer vom Leiden der Frauen überhaupt nicht gerührt, Sex als unterstützendes Mittel der Kriegsführung einzudämmen – im Gegenteil!

 

'La Descente de Croix' [Jakobsleiter] Peter Paul Rubens (1577-1640)
Musée des Beaux Arts, Lille, France, catalogue de l'exposition, 2004.


Sie sagten: »Wir haben Christus Jesus, den Sohn Marias, den Gesandten Gottes, getötet.«  –
Sie haben ihn aber nicht getötet, nicht gekreuzigt. (Sure 4,157 Die Frauen / Markus 12:27)*

 


Königin: Was tat ich, dass Dein Mund zu sprechen wagt So rauhen Tons zu mir?
Hamlet: Solch eine Tat, Der nie Verzeihung harrt, die schamrot macht,
Die Tugend nur erheuchelt, raubt die Rosen Der schönen Stirne unschuldsvolle Liebe,
Und Schwären drauf erzeugt, die Ehegelübde Falsch wie Spielereide macht,
Solche Tat, Die aus des Ehebündnis Körper reißt Die wahre Seele, Gottesfurcht
erniedrigt Zu leeren Worten nur: Der Himmel glüht, Ein Schreckensantlitz
über unsrer Erde Und denkt im Zorne, wie am jüngsten Tag, An diese Tat.

Königin: Weh mir, was tat ich denn, Das schreit so laut und donnert im Erwähnen?
Hamlet: Sieh her, auf dieses Bild und dann auf dieses; Das wohlgetroffne Bildnis zweier
Brüder… Wenn Du aufwiegelnd zur Matrone ziehst, Da mag der Jugend Keuschheit sein
wie Wachs, Im eignen Feuer schmelzend; nichts von Scham, Wenn drängend dann die
Leidenschaft sich regt, Seitdem der Frost selbst brennt und Vernunft Zum Kuppler wird.

Shakespeare, Hamlet, III, Szene IV

 

»Wenn meiner Mutter Toten, Als er gestorben, ich grablos gelassen hätte, Das würde mich betrüben« (Antigone von Sophokles 1. Epeisodion). Es geht um das Verbot, in den Triebkräften lebend, den reißenden Strömen unverklärter Begehrlichkeit im Ozean doch unbewusster Sinnlichkeit, »den Leichnam zu bestatten« (vgl. Genesis 21:9): 'Sie muss in ihrem Vergehen und Vergessen, das Bewusstsein für sich selbst aufgebend, sich in anderen Selbst vergessen, um sich erst selber zu haben und zu besitzen' (Hegel, Vorlesung über Ästhetik / Hl. Qur'an, Suren 49,12; 2,265). Glaube ist der Prozess des Verlustes weiblicher Maßstäblichkeit im Verlust des sexuellen Selbst, um im Ergriffenwerden des individuell-transzendentalen Männlichen »Das Todlose« zu finden.
 

* Das Geheimnis des Golgatha-Mysteriums offenbart sich uns in einer kreativen Weise in Form
unserer Intuition. 'Nur mit dem spirituellen Teil der Seele kann man die Bilder der körperlichen
Dinge begreifen' (Augustinus). Wenn man alles in Frage stellt, dann taucht eine Ahnung auf
.

 


Brudersphären Wettgesang
  Warum 'ziehn die Soldaten [Heras] vor Schätzleins Haus' (Revelge – Lied von Des Knaben Wunderhorn, Gustav Mahler), warum entfachte sich der Krieg um die "romantische Liebe" des schönen Paris [Lanzelot] zu Helena [Guinevere], der unerfüllten Ehefrau des Priesterkönigs Menelaos [König Artus]? – Erst die spirituelle Praxis 'Gnade über Gnade', in der Erfüllung des gemeinsamen Lebensideals, überwindet den "Miss"-Brauch biosexueller Anziehung und unsere Verhaftung an die Erdenschwere. Kraft einer Läuterung aus kontemplativer Praxis verklärt des Menschen Intelligenz durch die verschiedenen Hüllen seines Organismus zu der spirituellen Identität am Ort höchster Existenz; dann vermag 'Berührung durch Kontakt' das Männliche in die Bereiche seines 'kosmischen Hörens auf Gottes Wort' führen, damit ätherisches Mond-Licht des Weibes Seele zu seiner Quelle erwecke. Andernfalls drängt "Lieben" nur einer Mannheit falsche, egoistische Zwänge in unpartnerschaftliche, unkooperative Verhaltensweisen gegenüber Frauen; denn wie viele fromme Orthodoxien und ideologische Selbstdarstellungen überfallen die Erde mit fanatischem Gesang, und wie verzweifelt kranken Frauen an 'vielem Glauben'. Verträumen andererseits die Mütter ihrer Seele Himmel, bleibt die Natur der Schönheit unverschleiert, statt sich selbst zu behüten, versauert der Geschmack der Liebe.
 

'Muslimische Frauen können keine nichtmuslimischen Männer heiraten, denn der Islam befiehlt Ehrfurcht vor allen Propheten, während die Anhänger anderer Religionen einige von ihnen ablehnen, beispielsweise Mohammed, oder, wie es bei den Juden der Fall ist, sowohl Mohammed als auch Jesus. Während also eine nichtmuslimische Frau, die einen Muslim heiratet, trotz aller dogmatischen Unterschiede, sicher sein kann, dass die Propheten ihres Glaubens mit äußerstem Respekt erwähnt werden, kann eine muslimische Frau, die einen Nichtmuslim heiratet, immer der Möglichkeit ausgesetzt sein, dass jemand, den sie als Gesandten Gottes ehrt, in ihrer Umgebung verachtet wird.' (in 'Die Botschaft des Koran' von Muhammad Asad). Frieden ist Kooperationsprozess der Frauen; in Frauen liegt Sinn für die Bedeutung des Schöpferischen Ganzen, 'der spezifischen Werte und des Individuellen' (Edith Stein). Wenn aber Frauen auf ein isoliertes Leben beharren, während Egoismus die schöpferischen Grundlagen zum Menschsein in der Gesellschaft entzieht, wird die gegenseitige Unterstützung der Frauen zerbrechen, niemand wird sich um gemeinsame planetarische Ziele bemühen. Andererseits, 'Gott wird Mensch' – was das bedeutet, ist schwer zu fassen; es ist nicht nur Offenbarung von Glauben, sondern »Existenzierung« von dem, was Schöpfergeist ist; wenn es dagegen Rebellion im spirituellen Bewusstsein der Männer gibt, dann gibt es Verunsicherung, Trennung, Zerstörung – der Tod der Weiblichkeit folgt.
 

Mann und Frau sollen eine Einheit bilden, in der das Männliche feurig-luziferische Züge trägt: eine erbarmungslose Managementkultur, die nicht vom mitfühlenden Herzen gegenüber dem Leiden der Weiblichkeit ergriffen ist, während das Weibliche in Wasser-Gelüste taumelt, die entstehen, wenn spiritueller Wille nicht 'die geistige Nächstenliebe' gestaltet. Diese staatlich verordnete Einheit von Feuer und Wasser ist zum Scheitern verurteilt, denn die persönliche Dimension der Geschlechter bleibt ohne Sinn. Liebe wird zur Illusion voller Diebstahl, Lüge, Verleumdung; und auf Unterdrückung folgt Verletzung, Verrat und Betrug.
 

Vom unheilbaren Selbstbetrug der Frau durch ihren göttlichen Willen
Die Erfahrung ihrer spirituellen Seele ist die Erlösung Evas vom Irrtum. Allerdings lassen sich die wenigsten Frauen einen Irrtum nehmen, der ihnen nützt. Der Selbstbetrug einer Frau, nicht spirituelle Seele zu sein, ist der häufigste Betrug und auch der schlimmste; denn selbst wenn Männer 'altruistischer Geist' wären, und insofern endlich "in Harmonie zur Dame", es wäre damit nur feministischer Herrschsucht gedient: die Macha auf dem Posten des Machos.
 

Gloria enim Dei vivens homo, vita autem hominis visio Dei (Hl. Irenäus, Adversus haereses 4.20.7)
Die fruchtbarsten Entwicklungen ergeben sich dort, wo zwei komplementäre Arten humanen Denkens und Fühlens zueinander in Beziehung treten: die Bruderschaft der Kulturellen Spiritualität und Das Heilig-Göttlich-Weibliche; findet eine echte Wechselwirkung statt, dann können wir hoffen, dass Planetarisches Bewusstsein daraus folgt.

 

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MILLENNIUM  MUSIC  POETRY
essence  Alpha et Omega

Inhaltsverzeichnis der einzelnen Kapitel:

Symphony Universel: sacred-music-festival
»significatio passiva«

Zhikr
Prolog
A. Das Buch der Gesänge
B.
Situation: Anamnesis und anā-Lyse
C.
I. Von den Inneren Bildern
     II. Von der Herren-Vernunft
D. Dieu sensible au Cœur
E.
Vulnerabilität des Herzens und Spirituelle Resilienz
F.
Die Antwort des Universums: 'Gottes Wundertaten'
G.
Fragen
H.
Appell an die Frauen
I.
Global Warning
   Zerstörung von Religion, Bildung und Kultur
J. Religionskriege
K.
Christentum und Ethics conference
L.
Wissen und Vision
M.
I. Der schöpferische Ausdruck von Liebe
    
II. Das Geheiligte, die Verehrung der Weiblichen Seite Gottes
    
III. Die Heilkraft der Liebe
    
IV. Bedeutung der menschlichen Beziehung
    
V. Der Heilige Gral
    
VI. Der heilige Kontakt
N.
Kulturelles Herz und Unbefleckte Empfängnis
O.
Beziehungs-Situation auf Planet Erde
P.
Über heilende Hormone und vergiftende Stoffe
Q.
Integral Ethics Unity in Multiplicity
    
Dialog
R. Women-Universel-Global-Ethics
S. Healing – Awakening of Womanity
T. Interreligious Sciences of Sacred Art-Therapy
U. Ethics Conference on Dialogue
V. Transcultural Mentoring
W.
Mystik
X.
Gebete und Gesänge
Y.
Universel – Intertextual Human Experience
Z.
last words
Interreligious Sciences of Sacred Art-Therapy (ISSAT)
Omega
Responsorium Graduale
The Cosmic Mandala
Vom Flügelschlag der Schmetterlinge