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K.
Ethik und
Planetarisches
Bewusstsein

Wenn die Menschheit jetzt beginnt ihre Kräfte zu einen, ist das
erste, was nötig ist, in diesem Gedanken übereinzustimmen: dass eine
Zusammenkunft der 'Edlen Menschen' auf Planet Erde notwendig werden muss. Alle
müssen in diesem ersten Schritt, der getan werden muss, übereinstimmen, bevor
wir darüber nachdenken, wie nun Neue Ethik zu pflegen ist; denn wenn die Frage
aufgeworfen wird, wie etwa 'Beziehung' geht, haben Menschen unterschiedliche
Ideale; sodann werden Emotionen aufeinanderprallen, und die Vision geht
verloren. Das "Wie" kommt später; zunächst müssen wir alle zustimmen, dass etwas
getan werden muss. In diesem Gedanken nur müssen wir zusammenkommen.
'Meditation, Gebet, Kultur' – das alles geschieht dann als natürliche Folge von
ganz allein.
Homo
Creator versus seelenlose Wohltätigkeit
Selbst die sogenannten "spirituell-guten Männer" sind
in
unserer Zeit meist für gewöhnlich ichsüchtig. Mit der Zufriedenstellung spezieller Leidenschaften und
Gelüste beschäftigt, gesteigert in Transzendenz, kümmert man sich um 'das Glück
seiner Mitbürger' und hat dabei den Ruhm seiner selbst, die Wellness seines
Landes (bzw. Feriendorfes) im Sinn. Wenn sich nunmehr Frauen, deren
Seelenfähigkeit sich durch den spirituellen Willen geweitet hat, für die
Schöpfung einer ganzen Menschheit einsetzen, geht dies nur mit den Männern,
die den Frauen seelenanalytisch-heilend beistehen und sich um das Wohlergehen
und die Wohlfahrt des Ganzen mühen.
Ein
unvollendeter geistiger Stufenpfad – Ursprung von Psychosen (mania von
unten)
Die Psyche des Weiblichen kann sich von Liebe zu ihrem
imaginierten 'Herrn und Gott', dem Himmel hingebungsvollen Glaubens, zur
Buddha-Ebene 'Meditation ohne Form (Gesicht)' verklären, um dann als
retreat-guide (face-to-face) zu der Schau der Archetypen (waza'if), 'das was
durchscheint, durch das, was erscheint'
(Pir Vilayat) zu gelangen. Wenn sie die
Schau der Archetypen nicht erlangt – weil sie etwa ihrem Herrn und Gott zu
folgen verlernt hat, nicht Hauskirche praktizierend, oder 'infolge eines Traumas
von Vergessen und Schlechtigkeit (Hass) erfüllt und beschwert ist, verliert sie,
so beschwert, ihre Flügel und fällt zur Erde'
(Platon: piptousa eis ten gen,
Phaidros 248c). Dann muss Psyche voll wahnsinniger unerfüllter Liebe in der
Welt umherirren, auf der Suche nach dem, der die unvergängliche Schönheit
besitzt
(siehe 'Apuleius: Metamorphosen, Amor und Psyche').
Das Ausmaß der Schönheit der Frau {in ihrer zweiten Lebensphase:
„nach dem Tod“}, das der Mann erlangen und durch sein Seelisches Werk –
Dharma-Geben (Psychoanalyse, Ritual, Fest) in Gemeinschaft – ausdrücken kann,
hängt nicht nur davon ab, dass er selber 'erleuchtete Seele' ist, sondern dass
Gleiches auch für seine Gattin gilt. Die Schönheit der männlichen Seele gleicht
nämlich einem Lichtstrahl, dessen ganze Pracht erst dann sichtbar wird, wenn er
durch ein völlig durchsichtiges Medium dringt. Ist das Medium undurchdringlich,
ist die Frau weltlicher Persönlichkeit verhaftet, wird der Strahl abgelenkt und
deformiert. Daher ist es so wichtig, für Mann und Frau, dass sie zuerst
unermüdlich an sich selbst spirituell arbeiten, bevor sie, bzw. um
Planetarisches Bewusstsein zu kreieren.
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Religionsfriede
Der wahre Protestant
protestiert
auch gegen den
Protestantismus (Friedrich Schlegel),
Dass die katholischen Frauen,
vom Tode ihres Herrn bewegt,
mit den Worten auferstehen:
„Sie haben ihn aber nicht getötet,
und sie haben ihn nicht gekreuzigt,
Sondern es erschien uns
eine
ihm ähnliche Gestalt.“
Qur'an, Sure 4 Die Frauen
Warum ist Krieg?
„Die Tugenden der Frommen
sind die Sünden der Heiligen.“
Muzaffer Ozak. |
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Descente de Croix
(Peter Paul Rubens) |
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Sie sagten: »Wir haben Christus Jesus, den Sohn Marias, den
Gesandten Gottes, getötet.«
sie haben
ihn aber nicht getötet, nicht gekreuzigt, sondern es
erschien ihnen eine ihm ähnliche Gestalt.
Und sie
haben ihn nicht mit Gewissheit getötet, sondern Gott hat ihn
zu sich erhoben.1
(Qur'an 4,158)
1Und
Wir nahmen die Verpflichtung der Kinder Israels entgegen und
entsandten ihnen Gesandte. Jedesmal, wenn ihnen ein
Gesandter etwas brachte, was sie nicht mochten, ziehen sie
einen Teil (von ihnen) der Lüge und töteten einen (anderen)
Teil. Und sie meinten, es käme keine Versuchung. Sie waren
blind und taub. Hierauf wandte sich Gott ihnen gnädig zu.
Dann wurden sie (wieder) blind und taub, und zwar viele von
ihnen. Und Gott sieht wohl, was sie tun. Ungläubig sind
diejenigen, die sagen: »Gott ist Christus, der Sohn Marias«,
wo doch Christus gesagt hat: »O ihr Kinder Israels, dienet
Gott, meinem Herrn und eurem Herrn.« Wer Gott (andere)
beigesellt, dem verwehrt Gott das Paradies. Seine Heimstätte
ist das Feuer. Und die, die Unrecht tun, werden keine Helfer
haben. (Qur'an 5,70-72)
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„Wenn er aber hinaufstieg, was bedeutet dies anderes, als
dass er auch zur Erde herabstieg. Und derselbe, der herabstieg, ist auch
hinaufgestiegen bis zum höchsten Himmel.“1.
Wann immer Kriege ausbrachen, wann immer Blut in der Welt vergossen, all
die bestimmten Katastrophen, die sich ereignen, sind auf ein und
dieselbe Ursache zurückzuführen: Solange wir nicht begreifen, dass
das Heilige Grab2,
Krippe3
[in Santa Maria Maggiore]
und Abendmahlskelch4
das Göttlich-Feminine meint 'von Transzendenz in Immanenz zu
Transzendenz': „Das, was ich war, und was ich noch bin, und was ich
immer sein werde.“
1Aber
jeder von uns empfing die Gnade in dem Maß, wie Christus sie ihm
geschenkt hat. Deshalb heißt es: Er stieg hinauf zur Höhe und erbeutete
Gefangene, er gab den Menschen Geschenke. Wenn er aber hinaufstieg, was
bedeutet dies anderes, als dass er auch zur Erde herabstieg? Derselbe,
der herabstieg, ist auch hinaufgestiegen bis zum höchsten Himmel, um das
All zu beherrschen. Und er gab den einen das Apostelamt, andere setzte
er als Propheten ein, andere als Evangelisten, andere als Hirten und
Lehrer, um die Heiligen für die Erfüllung ihres Dienstes zu rüsten, für
den Aufbau des Leibes Christi. So sollen wir alle zur Einheit im Glauben
und in der Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen, damit wir zum
vollkommenen Menschen werden und Christus in seiner vollendeten Gestalt
darstellen. Wir sollen nicht mehr unmündige Kinder sein, ein Spiel der
Wellen, hin und her getrieben von jedem Widerstreit der Meinungen, dem
Betrug der Menschen ausgeliefert, der Verschlagenheit, die in die Irre
führt. Wir wollen uns, von der Liebe geleitet, an die Wahrheit halten
und in allem wachsen, bis wir ihn erreicht haben. Er, Christus, ist das
Haupt. Durch ihn wird der ganze Leib zusammengefügt und gefestigt in
jedem einzelnen Gelenk. Jedes trägt mit der Kraft, die ihm zugemessen
ist. So wächst der Leib und wird in Liebe aufgebaut.
(Epheser 4:7-16)
2Dann
legte er ihn in ein neues Grab,
das er für sich selbst in einen Felsen hatte hauen lassen.
Er wälzte einen großen Stein vor den Eingang des Grabes und ging weg.
(Matthäus 27:60)
3Maria
gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen. Sie wickelte ihn in Windeln
und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie
war. (Lukas 2:7)
4Ebenso
nahm er nach dem Mahl den Kelch und sagte:
Dieser Kelch ist der Neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen
wird. (Lukas 22:20) |
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Buddha hat seine Frau verlassen, als das Kind
geboren wurde… hätte er seine Frau nicht verlassen, wäre
Buddhismus – in moderner Sprache 'Psychoanalyse' genannt:
'das Leiden des Menschen, die Ursache und das Heilmittel (sacred-art
therapy)' – nicht entstanden. Es gibt Parallelen zu Niklaus
von Flüe und seiner Frau Dorothea (die erste First Lady in
der Schweiz), wobei es um 'das Leiden Gottes' geht (sacred
art-therapy), nämlich dass Männer 'reinen Gewissens' sind.
Beide Wege ergänzen sich, sie sind das Alpha und Omega
jeweils füreinander. Das Heilmittel für weibliche
Selbstsucht ist zugleich der Männer zur Berufung
Psychosynthese; Stärkung des Gewissens der Männer wird zum
'Beruf für die Frau' (women-universel-global-ethics), sobald
Frauen ihre Ausbildung in geistlicher Spiritualität
vollendet haben.
In poetischen Worten ausgedrückt:
Krankheit heilen vermag der König; die Welt von Kriegen
befreien nur seine Königin.
„Absichten haben, nach Absichten handeln, und
Absichten mit Absichten zu neuer Absicht verbinden. . . . Da
liebt der Mann in der Frau nur die Gattung, die Frau im
Manne nur den Grad seiner natürlichen Qualitäten und seiner
bürgerlichen Existenz, und beide in den Kindern nur ihr
Machwerk und ihr Eigentum. . . . Durch die schweren lauten
Anstalten zum Leben wird das zarte Götterkind Leben selbst
verdrängt und jämmerlich erstickt in der Umarmung der nach
Affenart liebenden Sorge.“ Friedrich
Schlegel, Lucinde.
Brudersphären Wettgesang
Warum 'ziehn die Soldaten [Heras] vor Schätzleins Haus'
(Revelge – Lied von Des
Knaben Wunderhorn, Gustav Mahler), warum entfachte sich der Krieg um die
'romantische Liebe' des schönen Paris [Lanzelot] zu Helena [Guinevere], der
unerfüllten Ehefrau des Priesterkönigs Menelaos [König Artus]? – Erst die
spirituelle Praxis »Gnade
über Gnade«, in der Erfüllung des gemeinsamen
Lebensideals, überwindet den "Miss"-Brauch biosexueller Anziehung und unsere
Verhaftung an die Erdenschwere.
Denn du
sollst wissen, hier wird Gericht gehalten…
( Sohar,
Wajikra, Mezora 10 )
Nationalismus wird sich nicht eher zu Planetarischem Bewusstsein wandeln,
bis Männer vor der göttlichen Mutter zum Dialog erscheinen. Und wenn sie
rechtschaffen sind, bereuen sie, unter Freude und Zuneigung, vor der
Bodhisattva-Spiritualität, verbinden sich mit Ihr, und haften sich an Sie. Wenn
nicht, kommt es zur Trennung der Geschlechter. Dann wandelt Männlichkeit
depressiv umher, trauernd um ihrer Scheidung von der Welt. Männer, die im Laufe
des Lebens ihre schöpferisch-kulturelle Vollkommenheit in Beziehung zur
Göttlichen Mutter nicht bekennen und auch leben, verlieren diese Möglichkeit und
werden durch das Gesetz der Materie erneut in den Evolutionskreislauf geworfen.
Statt den Duft ihrer Rosen
zu behüten,
versauern die Gärtner am Abgeschmack ihres Eros.
Kosmologische Morphologie seelischen Geschehens der Liebe Existenzierung
von dem, was Schöpfergeist ist: Die Einheit zwischen Muslimen und Juden,
Christen und Buddhisten.
„Ihr seid von Gott geliebt, seid seine auserwählten Heiligen. Darum bekleidet
euch mit aufrichtigem Erbarmen, mit Güte, Demut, Milde, Geduld! Ertragt euch
gegenseitig, und vergebt einander. Wie der Herr euch vergeben hat, so vergebt
auch ihr! Vor allem liebt einander, denn die Liebe ist das Band, das alles
zusammenhält und vollkommen macht. In eurem Herzen herrsche der Friede Christi;
dazu seid ihr berufen als Glieder (Kräfte) des einen Leibes. Seid dankbar! Das Wort Christi
wohne mit seinem ganzen Reichtum bei euch und belehrt und ermahnt einander in
aller Weisheit! Singt Gott in eurem Herzen Psalmen, Hymnen und Lieder, wie sie der
Geist euch eingibt, denn ihr seid in Gottes Gnade. Alles, was ihr in Worten und
Werken tut, geschehe im Namen des Barmherzigen Herrn
{bismi 'Llāh er-Raḥmān
er-Raḥīm}.
Durch Ihn dankt Gott, dem Vater! Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter,
wie es sich im Herrn geziemt; und ihr Männer, liebt eure Frauen, und seid nicht
aufgebracht gegen sie! Belügt einander nicht; ihr habt den alten Menschen mit
seinen Taten abgelegt und seid zu neuen Menschen geworden, die nach dem Bild
ihres Schöpfers erneuert werden, um Ihn zu erkennen. Wo das geschieht, gibt es
nicht mehr Ausländerhass {Arbeitslosigkeit,
Ausgrenzung, Armut, Einwanderung, Rassismus, Gewalt, Terror: Hindus gegen Islam,
Juden gegen Buddhisten}: Christus ist alles und in allen.“1
1Belügt
einander nicht; denn ihr habt den alten Menschen mit seinen Taten abgelegt und
seid zu einem neuen Menschen geworden, der nach dem Bild seines Schöpfers
erneuert wird, um ihn zu erkennen. Wo das geschieht, gibt es nicht mehr Griechen
oder Juden, Beschnittene oder Unbeschnittene, Fremde, Skythen, Sklaven oder
Freie, sondern Christus ist alles und in allen. Ihr seid von Gott geliebt, seid
seine auserwählten Heiligen. Darum bekleidet euch mit aufrichtigem Erbarmen, mit
Güte, Demut, Milde, Geduld! Ertragt euch gegenseitig, und vergebt einander, wenn
einer dem andern etwas vorzuwerfen hat. Wie der Herr euch vergeben hat, so
vergebt auch ihr! Vor allem aber liebt einander, denn die Liebe ist das Band,
das alles zusammenhält und vollkommen macht. In eurem Herzen herrsche der Friede
Christi; dazu seid ihr berufen als Glieder des einen Leibes. Seid dankbar! Das
Wort Christi wohne mit seinem ganzen Reichtum bei euch. Belehrt und ermahnt
einander in aller Weisheit! Singt Gott in eurem Herzen Psalmen, Hymnen und
Lieder, wie sie der Geist eingibt, denn ihr seid in Gottes Gnade. Alles, was ihr
in Worten und Werken tut, geschehe im Namen Jesu, des Herrn. Durch ihn dankt
Gott, dem Vater! Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter, wie es sich im
Herrn geziemt. Ihr Männer, liebt eure Frauen, und seid nicht aufgebracht gegen
sie!
(Kolosserbrief 3:9-19)
Das, was wir 'Erwachen der Frau' nennen, entstammt von jeher der
Natur des kulturellen männlichen Geistes; doch müssen Männer eine gewisse
Anstrengung vollbringen, um dies zu erkennen.
Ohne Bemühen der Männer ist es, als würden Frauen vor einem Glas
Milch sitzen und warten, dass von selbst Butter entsteht:
die
Milch wird ihnen schlecht werden – aber es wird keine Butter daraus. Männer
müssen sich anstrengen, um den marianischen Leib, den kulturellen Geist und
dialogische Rede hervorzubringen, so dass das weibliche Gehirn in planetarischer
Vernunft immer jung, aktiv, entschlussfreudig bleibt. In anderen Worten,
Männer müssen lernen,
das Luziferische überwindend, ganz marianisch sich zu fühlen, mit Blick auf die
Frau; und heilend sich zu erbarmen, mit Gottes Blick auf sich selbst.
Des
Faustes Phiole – Die Frau ohne Wirkung des wirksamen Schöpfergeistes
Die von der Welt manipulierte Maschine 'Mann' operierte eher
durch Ausscheidungen als durch seelische Erschütterung seines Leibes; was dann
auf der Bildfläche des Mannes erscheint, ist mehr der Ausdruck einer ihr
erloschenen Seele. Weil eine Aufgabe nicht erfüllt werden kann, machen sich
Gewissensangst und Schuldgefühl breit. Sie fühlt sich wie hinweggezaubert,
stumpf nur schaut ihr Auge: „An meiner Seite wolltest den Weg du gehen, der aus
der Kumpanei der Männerwelt in meine führt. So aber kam es nicht. Was mir Leben
gibt, ist nun der Tod, der sich ergießt in deine Geistesglieder.“
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