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composer Tiagaraja Adil Christoph Allenstein, © 2019   
aus:  Millennium Music Poetry  DAS BUCH DER GESÄNGE  

 
   

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E.  Vulnerabilität der Seele und spirituelle Resilienz


1. Puissé-je user du glaive et périr par le glaive!
(Baudelaire)

'Sie dachte bei sich: Ich throne als Königin. Ich und sonst niemand! Ich bin keine Witwe. Ich werde keine Trauer erfahren, und Kinderlosigkeit kenne ich nicht.' (Offenbarung 18:9; Jesaja 47:1-11; Klagelieder 1:9). Im Tod von Soldaten triumphiert eine geschundene Weiblichkeit.
 

Imperialistische Regierungspläne und Ethik  „Wir schlagen angemessene Kontrollmethoden vor, darunter deportieren, wegsperren, umsiedeln, Zwangstrennung, einzäunen, erschießen.“

Diejenigen Frauen, die von Herzenskälte erfasst den Schmerz nicht spüren, unter dem die ganze Menschheit leidet, denen bleibt die Seele krank; ihren Männern ist der Dialog 'das Eingeständnis dessen, was sie nie wollen genannt hören, die Bitte um Verzeihung, die sie nicht gewähren können' – sie hassen die Botschaft, den Boten und die Botin.


2. Genußsucht und Egotismus versus Das Kulturelle Verantwortungsbewusstsein

Der Gang der Entwicklung ist nicht der, dass Männer durch den spirituellen Islam demokratischer würden, sondern dass sie herrisch aristokratisch werden, indem sie immer mehr Macht gewinnen. Wenn da nicht die Veredlung der Sitten stattfindet durch 'buddhistische Frauen und The Cultural Creatives', so muss das zu den brutalsten Dingen auf Erden führen. Mit anderen Worten, Ethik wird kleingeschrieben, wo es um Interessen und wirtschaftliche Belange der Supermärkte, der Staaten und ihrer Hotelbauten, sowie spirituelle Kreise geht.
 

Angst, Unsicherheit, Eifersucht, autoritäre Blockaden, Unwissenheit hindern zumeist Frauen daran, das eigene Seelische wahrzunehmen und den heilsamen Geist zu entfalten. Sich jetzt als 'Herr' mit Frauen zu umgeben, das Hotelwesen ausbreitend, ist der unmittelbare Pfad des Kriegers; der spirituelle Mann muss mit psychoanalytischem Heilen und religiösen Mitteln dienen, um in die wahre heilige Welt des Weiblichen jenen humanen Geist einzubringen, der das Planetarische Bewusstsein des Göttlich-Femininen zeugt.
 

Von Gott zum Herrn und Vom Herrn zur Dame  Leistung, so groß sie auch sein mag, kann doch den seelenvollen Männern nicht das Gefühl vollständiger Erfüllung geben; und was Frauen in unserer Zeit vielleicht größte Begeisterung schafft, ist ihre Transmutation von liebenden Müttern zu engagierten Friedensschafferinnen in planetarischem Bewusstsein. Dies ist zweifellos darauf zurückzuführen, dass die Geschlechter, ohne es zu wissen, von ihren komplementären Sehnsüchten vorwärtsgezogen werden: zu vereinen das Rechts und das Links, das Unten und das Oben, Innen und Außen, das Heilige und die Natur.
 

Prinzessin Madeleine – ein Raub der Flammen oder Vom Ofen der Nationalsozialisten
Ein großer indischer König hatte einen Sohn, den er über alles liebte. Eines Tages wandten sich die Minister an den König: „Es ist sehr seltsam, dass ihr euren Sohn so sehr liebt und uns gar nicht. Wie ist das möglich?“ Der König sprach zu ihnen: „Weil mein Sohn mich als den Herrn verehrt.“ Darauf sagten die Minister: „Aber erweisen wir Eure Majestät denn nicht dieselbe Ehrerbietung?“ „Nein, überhaupt nicht“, sprach der König. Am Abend ließ er einen mit Juwelen besetzten Kelch aus seiner Schatzkammer holen, ein sehr kostbarer Kelch, der kostbarste Schatz der Erde. Der König stellte ihn vor sich hin und forderte jeden seiner Minister auf, den Kelch zu zerbrechen. Er befahl es ihnen. Da rief ein jeder Minister aus: „Oh König, so etwas Kostbares, den Gralskelch, kann man doch nicht zerbrechen!“ Die Minister weigerten sich alle, den kostbaren Kelch zu zerbrechen. Der König rief seinen Sohn und forderte ihn auf: „Zerbrich du ihn!" Ohne Zögern nahm der Sohn einen Stock und schlug den Kelch entzwei. Da fragte der König seinen Sohn: „Weißt du nicht, dass du etwas sehr Kostbares zerstört hast? –“ Der Sohn antwortete ihm: „O mein Vater, dieser Kelch ist wertlos, verglichen mit Eurem Befehl.“
 

Ihre Pflicht gegenüber der Menschheit vergessend, betreiben Männer in Beziehungen zu Frauen weiterhin das Verhaltensmuster einer individuellen Nutzenmaximierung, was zum gemeinsamen Ruin von Frau und Mann führt, auf der ganzen Welt Katastrophen, Gewalt und Zerstörung, Kriege und Revolutionen auslösend. In einer falschen Identität – dem konditionierten Denken und persönlichen Emotionen, in Abhängigkeit von Geld, Sex, Macht – haben Frauen nichts dagegenzusetzen, was sie zu schweigenden Lämmern schafft, die zur Schlachtbank geführt werden: ihr Herz erkaltet – mein Gedicht nicht.
 

Tikun HaOlam – 'Befreiung der Welt'  Ist eine Frau zur Seele selbst geworden, identifiziert sie sich, obwohl sie nunmehr ohne jede begehrende Natur ist, doch mit ihrem Mann aufgrund ihrer Bindung: Mit dem Reinen verbunden, wird sie rein; mit der Intelligenz verbunden, wird sie intelligent; mit der Befreiung verbunden, wird sie befreit; mit der Freiheit von Konditionierungen verbunden, wird sie frei von Anhaftung; mit der Suche nach Erlösung verbunden, wird sie zur Erlösungssucherin; mit Reinheit verbunden, wird sie rein im Handeln und strahlend; mit der Tugend verbunden, wird sie tugendhaft. Mit der Höchsten Schöpferischen Seele verbunden, wird sie Die-Eine-ohne-Zweite; in dieser Einheit erlöst sich jede Bindung 'von dem Bösen' – das ist: Die Erschaffung der Welt.
 

Es ist ein weit verbreitetes Missverständnis, dass das Elend in der Welt, das durch die Selbstherrlichkeit der Männer hervorgerufen wird, durch böse Frauen besiegt werden könnte. Kulturell Kreative, die ihren vollständigen, hingebungsvollen Dienst an die Göttliche Mutter angenommen haben, können Chaos, Krankheiten und Kriege aus dem Weg räumen – daher müssen sich die Frauen in Planetarischem Bewusstsein jetzt sehr ernsthaft im Dialog mit den Kulturell Kreativen befassen. Es gibt keine andere Lösung.


3. Vom Aufschrei der Erde – Die Erniedrigung der Großen Mutter

Der Leib, in dessen Seele keine feste Herrschaft ist, quält mit sexueller Raserei die Erde. Die Allmacht der Großen Göttin erniedrigt sich selbst in jeder einzelnen Frau und ihrem Verlangen nach Selbst-Erhebung und Vormacht über andere, was die Wirkung des Missverständnisses hinsichtlich der wahren Beziehung zwischen 'erleuchteten Frauen' (Bodhisattvas) ist. Frauen wissen über 'den Pfingstgeist' das, was von Ihm in einer Frau sichtbar wird. Jedoch es ist nicht überraschend, dass, wenn starke eigene Bedürfnisse mit mangelndem planetarischen Gewahrsein zusammentreffen, als Ergebnis Eigensinn und Narzissmus entstehen. Natürlich können Frauen auf attraktiven Einzelretreats lernen, in wiederholender Anrufung, in Absolutem Bewusstsein die Macht 'Eines Großen Gottes' erkennend 'Gottes Persönlichkeit' in die Welt zu manifestieren; da die ewige Natur der Männlichkeit Gottes nicht aufhört, Sich Selbst – und auch nicht für den Zeitraum eines einzigen Augenblickes – im Individuum als Eros zu behaupten, können sie sich dann auch als attraktive Exemplare (intelligente designs) ihrer Idole betrachten, anstatt Macht jener Ethik zu sein, die fähig ist, auf dem Planeten Krieg und Epidemien eine Abwesenheit zu machen,  was zu einer völlig anderen Beziehung zu jener Ganzheit führt, welche »Notre-Dame«, Kraft der Weisheit ist.
 

Ordnung erscheint auf Kosten kriegerischer Unordnung  Neue Ethik erhebt sich auf Kosten der sexuellen Freiheit, Konkubinensitten des Staates, und der spirituellen Moral der Männer. Ein Geldwechselsystem muss dem 'strengen Blick Gottes' – Din: die Abendsterne (Manat) – standhalten. Sind Herzen vom Licht der Seele erleuchtet, öffnen sich die Augen zur Vision.
 

Es gibt drei Möglichkeiten eine Pflanze mit roten Blüten hervorzubringen, aber nur eine einzige Möglichkeit eine Pflanze mit weißen Blüten hervorzubringen. (Die Mendelsche Regel in Anwendung)
 

Die Vorherrschaft einer bestimmten Erscheinungsweise der Natur manifestiert sich beim Menschen in seinem Verhalten sowie in seiner Art beim gemeinsamen Essen; dabei lässt sich an der Hauptaktivität eines Paares erkennen, in welcher Erscheinungsweise der Natur Mann und Frau sich befinden: ist im Manne die Erscheinungsweise des spirituellen Eros vorherrschend, wird seine Ehefrau in der Erscheinungsweise ihrer Reinheit (Sittlichkeit) besiegt; herrscht jedoch in der Frau die Erscheinungsweise seelischer Reinheit vor, wird die Leidenschaft im Manne besiegt. Liegt in beiden Unwissenheit vor über den Sinn der «Liebe im Herrn» wird 'Spiritualität und Religion' lediglich Zeitvertreib mit Abendessen.
 

Ist das Herz einer Frau nicht von der Liebesflamme ihrer Seele zu universalem Bewusstsein erhoben, beginnen die Iblisse der Welt ihrer Person zuzulächeln Söhne und Töchter des Krieges zu gebären. Von da an wächst im Schrei unglücklicher Gewissen Krankheit.
 

«Die Seele» ist das, was geeignet ist, in 'den ungeborenen Wahrheitskörper' {Dharmakaya} aufzusteigen, während «Göttlichkeit» geeignet ist, als 'der Körper' {Rupakaya} «Gottes eingeborener Sohn vom heiligen Geist» herabzukommen; «der Geliebte Herr» ist die natürlich anwesende Veranlagung, und die zweite, «allmächtiger Gott», ist 'Eine sich entwickelnde Sehnsucht' (nach Tenzin Gyatso, XIV. Dalai Lama, 'Tod und Unsterblichkeit im Buddhismus', 1996). In anderen Worten: Männer können erst dann wieder, von selbstherrlicher Verspiritualisierung ihres Gemüts herabkommend, humane Herzensmenschen werden, wenn eine planetarische Intelligenz von seelenerwachten, geheiligten Herzen der Frauen Besitz ergriffen hat.
 

Während Frauen gewöhnlich Männer beschuldigen, ihnen Schaden zugefügt zu haben, sitzen Weise Frauen erst einmal mit sich selber zu Rate: 'Einst saßen Frauen, ließen sich nieder hier und dort. Einige hefteten das Haftende zusammen und einige hielten Heere auf, einige lösten ringsumher Fesseln: Entspringe den Banden! Entfahre den Feinden! / Da verrenkte sich das Fohlen des Herrn den Fuß. Da besprach Ihn Sinthgunt und Sunna, ihre Schwester, darauf besprach Ihn Frija und Volla, ihre Schwester; aber niemand konnte heilen. Bis Wotan den Spruch gab: Bein zu Bein, Herz zu Herz, Glied zu Gliedern. Merseburger Zaubersprüche || vgl. Genesis 2:23; Ambrosius-Hymnus; Jesaja 58:6-12; Ezechiel 37:7-28; Matthäus 13:47-50; 21:1-5; Atharva-Veda IV.12; Němcová: Drei Haselnüsse für Aschenbrödel; Der Meisterdieb (Märchenfilm 2010): Krishna, der göttliche Schelm.


4. Gerechtigkeitssinn und Dialog im Bewusstsein von Sich Entfaltender Ordnung

An die Frauen  'Was ist verwünscht und stets willkommen? Was ist ersehnt und stets verjagt? Was immerfort in Schutz genommen? Was hart gescholten und verklagt? Wen darfst du nicht herbeiberufen? Wen höret jeder gern genannt? Was naht sich Eures Thrones Stufen? Was hat sich selbst hinweggebannt?' (Fragen an den Kaiser*, Goethe: Faust, 2. Teil, Szene 2)

* der Luzifer-Mann sucht bei einer Frau die Tugenden, die ihm selbst fehlen und genießt gleichzeitig das Vergnügen, dass die ahrimanischen Kräfte der Religion ihm dies erlaubt.


Das Klagelied des Kulturell Kreativen 
Cultural Creatives sind jene Ritter, die – gleich den Heiligen Drei Königen – an einem Punkt angekommen sind, von dem aus sie sich, obwohl sie sich mitten im Leben in der Welt befinden, dennoch darüber erheben: manischer Eros plagt sie nicht mehr, anders ausgedrückt, ein Macho-Leben ist für sie ohne Wichtigkeit. Trotzdem erfüllen sie ihre Pflichten und Verpflichtungen in der Welt – sei es in der Kunst, Erfindungen oder dem Handel, etc. – in gleicher Weise wie andere. Es sind Männer, von denen man sagen kann: „sie sind in der Welt, doch nicht von der Welt“ (Johannes 15:19). Ihre Liebe als Priester-Lehrer und heilende Analytiker umfasst jede Seele, die Zuflucht sucht unter ihren Einfluss; friedevolle Freude stillt den Geist derer, die ihnen begegnen. Hat ein Mann diesen Zustand erreicht, ist er 'vom Thron herabgestiegen' und inspiriert, in Seelenzeit, Frauen im Dialog zum Ausdruck ihrer Seelen; dieser, der 'das Wesen Gottes, das vermenschlicht worden ist' erlangt hat, mag geschwisterlich mit anderen – vor einem Bild, vor einer Statue, in Tempeln, in Kirchen, Moscheen, Pagoden, Synagogen – anbeten, sie nicht wissen lassend, dass er in irgendeiner Weise fortgeschrittener ist, als jene; durch sein bescheidenes Wesen tönt ein Lied (per-sonare): „In Triebhaftigkeit junger Frauen 'stürzt Wasser, uns zu verschlingen', im religiösen Fanatismus der älteren Frauen 'rollt der Fels, uns zu erschlagen', in hexengleicher Lust selbstständiger Frauen 'kommen schon auf starken Schwingen Vögel her, uns fortzutragen'“ (aus: Hugo von Hofmannsthal, Gedichte: Reiselied).
 

Im Streben nach ihrer spirituellen Persönlichkeit verhaftet, glauben Männer keine Ethik dialogisieren zu müssen, ja erfühlen nicht die geringste Notwendigkeit zu Solidarität und Kommunikation. Hier bewirkt Spiritualität die heftigsten Erscheinungen von Grausamkeit. 'Das Gesetz hat noch keinen großen Mann gebildet, aber die Freiheit brütet Kolosse und Extremitäten aus. Es gibt also noch ein anderes Zieren zu wollen. Es treibt und gärt hier in den Steinen, mit uns zu blühen, unser Leben zu haben. Es geht nicht an, sich auszulassen, wenn man mit den Kräften des Menschensohns in sich baut.' (Ernst Bloch, Geist der Utopie).


5. Rücksichtnahme und die Auswirkung – Imagine There's No Woman

'Es gibt mehr genialere Männer und mehr intelligentere Frauen' (Desmond Morris). Dennoch heiraten viele Frauen Männer, die gar nicht zum Glauben ihrer Seele passen: ,Das ist meine letzte Chance zu heiraten, da ja niemand sonst in Sicht ist!‘ Hoffend, dass Ehe und Kinder die Beziehung schon verbessern könnten, denken sie jedoch insgeheim: ,Ich kann mich ja jederzeit wieder scheiden lassen.‘ Je vertrauter und alltäglicher diese Verhaltensweisen sind, desto problematischer wird ihre Analyse; dennoch kann dies nicht unsere 'Welt-Kultur' sein.
 

Siegfried zeugte, 'gebadet im Drachenblut', und überwand seinen Lindwurm als 'Herr des Feuers und der Elemente'; doch kam, als er als erster, gelaufen, sich beugend zur Quelle {die Jungfrau}, sein Herzbegehr {Lindenblatt}, das ein Feigenblatt {die Sunna} vom Paradies enthüllte, hervor [Nibelungenlied]; die Erde verdunkelte sich im Schatten des Lichtes, als die Geliebte "in ihm aufging". Männer sind für Frauen das wert, wieviel Geld, Lebensgier oder Macht sie haben; Frau für Männer wieviel Sex bzw. Yoga sie treiben. Dies ist der Tod der schöpferischen Kultur. 'Seelisches verwirklichen' verödet hinter Fassaden von Patriarchen-Moral mit Dekor von Staatskirchen-Identität: 'Hoffnung, Glaube und Wohltätigkeit erschlagen den Kreativen' (Kupferstich Martin Weigels). „Wen ich liebe, den lass ich für sich gewähren!“ (Richard Wagner: Wanderer), dies ist vielfach unsere "zivilisierte" Sitte, sogar jenseits von 'Genussehen': 'Nur den Moment fühlend' werden Frauen zum Spielzeug berechnender wie vorausschauender Herrgötter – ohne Lügen, mit Wissen der Ehefrau: „Ich hab' gar nichts gegen eine andere Frau einzuwenden!“, werden sie von Wölfen im Schafspelz manipuliert.
 

St. Brigit of Kildare – Das Vorbild für Frauen gegen die Wölfe  Die Heiligkeit der Weiblichkeit, gleichwie eine Bodhisattva, zu praktizieren: dies gibt Frauen ihre Macht, welche diejenigen Männer beschämt, die lediglich nur spirituellen Willen anzuwenden wissen. Vergiftung der Wahrheit durch Lügen stellt die primäre Quelle psychischer Erkrankungen dar 'nicht nur eine Frau verliebt zu machen und sie dann im Stich zu lassen oder auszubeuten, sondern in beste soziale Kreise vorzustoßen, diese zu täuschen – das hat natürlich etwas Faszinierendes' (Peter von Matt, Theorie und Praxis der Hinterlist). Daher haben Männer so entsetzliche Angst vor den psychischen Schmerzen der Frauen, und meiden den Dialog.


6. Vom Dienst der Seelen aus der Tiefe Eines Gewissens

Den Gott der Liebe sollst du preisen, Er hat die Saiten mir berührt, Er sprach zu dir aus meinen
Weisen, zu Dir hat Sie Mich hergeführt
(Richard Wagner, 'Der Sang des Tannhäusers an Elisabeth').

Der Geist kultureller Spiritueller Intelligenz zerstreut sich im Raum, befreiend von der verfestigten Situation seiner Kalypso-Venus. Mit der 'Heiligen Fürstin' {die Königin im Engel-Land} schafft die göttliche Sehnsucht Ihren planetarischen Gesang. Mit der Wiederkehr – im Begehren der Liebe, dem herrschenden Gefühl einer Befreiung von der Darstellung des männlichen Selbstes – wird die kosmische Inspiration 'holder göttlicher Weiblichkeit' übertragen, während der Held die Farben seiner Erneuerung als Konvergenz der Möglichkeiten in der ganzen Schöpfung empfängt; die vierfache Weibliche Zeugungsenergie {das Feuchte, das Trockene, das Warme [Mystik], das Kalte} setzt Vision in kulturelle Sprache um. Der seligen Jungfrau kommt die Rolle einer Hebamme bei Elisabeth zu: die gebärende Frau ermutigen, loszulassen und sich selbst gestattend, zu einem Kanal für die mächtige Kraft jener Zeugung zu werden, die durch Sie hindurch strömt und »Notre-Dame« den ursprünglichen Zustand von göttlicher Ganzheit voll bewusst macht: das Vertrauen in den alchemischen Prozess und Leib der Frau (Suren 15:25-27 und 7:11-12, Das Felsengebirge und Die Höhen). Tannhäuser, Musiker der höchsten Schönheit, hält die Große Göttin für ein Abbild des Urbildes, auf deren Offenbarung er nicht nur schreite, sondern aus Ihr her, der Großen Mutter, das große Licht 'Der Liebe, die sich vermenschlicht', stamme alles: die spirituelle Religion, die religiöse Spiritualität, der Friede und 'der Neue Himmel und die Neue Erde' (Offenbarung 21:1).
 

Heilen und Alchemie  'Alchemie' in unserer Zeit geht davon aus, dass es möglich ist, den weiblichen Organismus {hyle}, in seinen neurotischen und psychotischen Erkrankungen {das unedle Metall}, mit den edlen Prinzipien {eidos} von Großer Mutter (kabbalistischer Vedanta), Kulturell Kreativen (universaler Sufismus) und Große Göttin (Buddha-Weltlichkeit), in den Stufen: 'kupferne und bronzene Regeln', 'silberner Imagination' und der 'goldenen Nächstenliebe', schließlich neu, als Planetarisches Bewusstsein [Weisheit], zu gestalten und auf diese Art und Weise Unsere Erde zu heilen. Das ist idealerweise dann möglich, wenn The Cultural Creatives, in ihren Funktionen als religiöse, spirituelle, psycho-analytische und offenbarende Diener, dem weiblichen Körper-Herz-und-Seele-Organismus beigestanden haben, sich von Unedlem lösend, empfänglich zu sein für das Prinzip Eines heilenden Schöpferischen Geistes. Was früher 'Alchemie' genannt – die eigenschaftslose 'prima materia' und die auf sie übertragbaren und universell anwendbaren Prinzipien, die 'quinta essentia' – ist das Forschungsgebiet der wissenschaftlichen Ethik in der neuen Zeit.


7. 'Money, Sex & Power'

Alchimie und Geistigkeit  Im nehmenden Zyklus dominieren Männer über Frauen: Erde hemmt das Wasser, Wasser löscht das Feuer aus; in Begehren zerschmilzt die Jungfrau, ihre Selbstverwirklichung zerschneidet Holz. Wenn aber der Geist zur Transzendenz in den Zustand 'göttlicher Einheit' fortschreitet, enthebt er sich selbst aus der Hölle heraus. 'Selbstdenken ist unser höchster Mut. Frauen, die wagen selbst zu denken, diese Frauen werden auch selbst handeln: 'jede Frau muss ein Inneres Heiligtum haben, dem sie sich weiht, indem sie sich als Selbst-Darbringung in ihm unsterblich macht – Unsterblichkeit für Gott als Leidenschaft der Liebe muss das Ziel einer jeden Frau sein' (Bettina von Arnim).
 

Gaia-Symphonie  Erde ins Wasser werfen, Wasser ins Feuer schütten, Feuer in die Luft fackeln – diese Umweltsünden vergiften unser Beziehungsklima. 'The Sacred Feminine' wehrt sich auf Ihre Art gegen die Verunreinigung der Ozeane der weiblichen Seele, gegen Überfischung ('das übertischte Mahl' Goethe, Faust) und eine 'Trinkwasserverknappung im Glauben'. Der Frauen Natur ist ein Meer von Vibrationen; jede psychische wie physische Bewegung stellt einen Tsunami für Planet Erde dar. Doch ohne den schöpferischen Geist, 'The Creative Christs' der Menschen, lässt sich mit Wirtschaftsmacht kein Kampf für den Frieden führen: unsere Ozeane und Kontinente müssen büßen für die „christlichen Tugenden“, „buddhistischen Leidenschaften“ sowie „muslimischen Unwissenheiten“ der Frauen. Eine Frau wird durch ihren Mann kulturell; Kultur aber kommt durch die Frauen zur Erde.
 

Begegnen gewöhnliche Menschen oder ungebildete einem Kulturell Kreativen, so sehen sie nur das Menschliche in ihm, nicht aber sein planetarisches Bewusstsein. So kann ein Genius unter eine Ansammlung von spirituellen Leuten gehen, doch werden diese nur den Menschen in ihm sehen, nicht aber den Visionär; sie wissen nicht, wie tief seine Gedanken und Gefühle sind. Sobald aber Frauen im 'seligen Geist' sind, jenseits der vormals angebeteten frommen Gestaltungen ihres Gottes, können sie ihren 'Geliebten Herrn' in Männern erkennen: 'Mann' ist dann Oberfläche, während planetarisches Bewusstsein tief in ihnen ist. Eine solche Erkenntnis bringt die Menschheit in Berührung mit dem kulturellen Wesen in einem jeden Menschen – dann wissen Frauen mehr über Männer, als diese selbst wissen.
 

Vom Sinn der Analyse: 'Wer ist meine Mutter, und wer sind meine Brüder?' (Matthäus 12:48)
Ein Mann sagt: „Wenn ich zwischen meiner Mutter und der Gerechtigkeit – meine Frau mit schöpferischem Geist zur Persönlichkeit in planetarischem Bewusstsein zu machen – zu entscheiden hätte, würde ich mich für meine Mutter entscheiden. Meine Mutter lehrt, dass ihr geliebter Sohn alles ist, und Frauen zum bloßen Mittel herabzuwürdigen sind.“ || Würden Männer predigen und im Dialog den Frauen wirklich zuhören, geschähe Frieden.
 

Anmerkung: Was Väter allerdings nicht von den Frauen hören wollen, ist, dass ihr materieller Sinn bei Zeugung sich auf die Nachkommen um Generationen vererbt (Exodus 20:5). Die Bitte um Verzeihung, die Männer Frauen nicht gewähren können, bezieht sich auf den sexuellen Missbrauch der Frau am Mann.


8. Tiefenpsychologischer Dialog – der Seele der Menschen erlauben aufzublühen

Wir brauchen im Umgang miteinander – global – eine Neue Ethik. Dazu müssen wir die eigene Seele aufrichtig machen. Dies hat allerdings nichts mit Beten oder Meditieren im herkömmlichen Sinne zu tun oder dem Lesen von Büchern. Es kann auch nicht von religiösen Autoritäten, Yogameistern oder spirituellen Gurus wachgerufen werden; und weder mit psychologischem Verstand noch transzendentem Klang, noch dem spirituellen Bewusstsein können wir Das Neue Bewusstsein erfahren. Die Seele ist schöpferisch. Um schöpferisch zu sein, müssen wir alles Rastlose hinter uns lassen und das Aufblühen der Gefühle, das körperlich frische, herzensreine, seelenlebendige Gemüt werden: humanes Bewusstsein. Diese Energie wird durch direkte innere Wahrnehmung freigesetzt und nicht über ein Wissen oder ein Lehren. Zum Beispiel können Frauen im Dialog aussagen, dass 'die Gefühle von Eifersucht' (Exodus 20:5) nicht wahnhafte Einbildung sind, dass die Angst, an 'eheunfähige Männer' (Matthäus 19:12) zu geraten, berechtigt ist, und dass es 'Gebote für die Seele' (Markus 12:30-31) gibt. Dann werden wir verstehen, was die großen Lehrer der Menschheit gelehrt haben und wir werden tolerant werden gegenüber den »Religionen der Welt«. Neue Ethik kann nur gedacht werden, wenn das Herz durch den Prozess feurigen Lehrens [Anbetung sowie mystische Ekstase] ganz geläutert ist. Wenn das Bewusstsein der Seele nichts mehr von Trauer, Schädlichem und Schlechtigkeit in sich verspürt, kann das Herz der Frauen sich zur Freude Notre-Dames öffnen, gleich Blumenkelchen zur Sonnenwärme.
 

Heilung durch Gruppenanalytischen Dialog  'Im Kern sagt die Lehre Buddhas aus, dass Gier und Hass – und damit auch das Leiden – durch das vollständige Gewahrsein der Wirklichkeit überwunden werden können. Sie ist ein philosophisches System, das auf Grund beobachtbarer Aussagen über die Existenz des Menschen zu wegweisenden Normen gelangt.' (Erich Fromm). Dharma muss mit den Essentials der Forschungen C.G. Jungs verbunden werden: Aktive Imagination, Synchronizität und Alchimie. Fehlende Bereitschaft der Männer, den Frauen seelisch-geistlich zu dienen, mit dem Blick, der in der Stille lebt (Jesaja 30:15), ohne Herrschen ist, brachte eine unmündige, kriegerische Menschheit hervor.

 

>> Inhaltsverzeichnis       >> Die Antwort des Universums: 'Gottes Wundertaten' 

   

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MILLENNIUM  MUSIC  POETRY
essence  Alpha et Omega

Inhaltsverzeichnis der einzelnen Kapitel:

Symphony Universel: sacred-music-festival
»significatio passiva«

Zhikr
Prolog
A. Das Buch der Gesänge
B.
Situation: Anamnesis und anā-Lyse
C.
I. Von den Inneren Bildern
     II. Von der Herren-Vernunft
D. Dieu sensible au Cœur
E.
Vulnerabilität der Seele und spirituelle Resilienz
F.
Die Antwort des Universums: 'Gottes Wundertaten'
G.
Fragen
H.
Appell an die Frauen
I.
Global Warning
   Zerstörung von Religion, Bildung und Kultur
J. Religionskriege
K.
Christentum und Ethics conference
L.
Wissen und Vision
M.
I. Der schöpferische Ausdruck von Liebe
    
II. Das Geheiligte, die Verehrung der Weiblichen Seite Gottes
    
III. Die Heilkraft der Liebe
    
IV. Bedeutung der menschlichen Beziehung
    
V. Der Heilige Gral
    
VI. Der heilige Kontakt
N.
Kulturelles Herz und Unbefleckte Empfängnis
O.
Beziehungs-Situation auf Planet Erde
P.
Über heilende Hormone und vergiftende Stoffe
Q.
Global Ethics: Integral Ethics Unity in Multiplicity
    
Dialog
R. Women-Universel-Global-Ethics
S. Healing – Awakening of Womanity
T. Interreligious Sciences of Sacred Art-Therapy
U. Ethics Conference and Dialogue
V. Transcultural Mentoring
W.
Mystik
X.
Gebete und Gesänge
Y.
L'Universel – Intertextual Human Experience
Z.
last words
Interreligious Sciences of Sacred Art-Therapy (ISSAT)
Omega
responsorium graduale
The Cosmic Mandala
Vom Flügelschlag der Schmetterlinge