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composer Tiagaraja Adil Christoph Allenstein, © 2017   
aus:  Millennium Music Poetry  DAS BUCH DER GESÄNGE  

 
   

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E.  Vulnerabilität der Seele und spirituelle Resilienz


1. Nur den Moment fühlend, nicht die Folgen bedenkend

'Sie dachte bei sich: Ich throne als Königin. Ich und sonst niemand! Ich bin keine Witwe. Ich werde keine Trauer erfahren, und Kinderlosigkeit kenne ich nicht.' (Offenbarung 18:9; Jesaja 47:1-11; Klagelieder 1:9). Im Tod von Soldaten triumphiert eine geschundene Weiblichkeit.
 

Von imperialistischen Regierungsplänen und Neuer Ethik  „Wir schlagen angemessene Kontrollmethoden vor, darunter einfangen, umsiedeln, erschießen, Geburtenkontrolle, und einzäunen.“ – 'Daher müssen wir uns alle Mühe geben, der Jugend den Abscheu gegen die Fehler, zu denen Frauen bei ihrer Heiratsmoral und Männer bei Scheidungsabsichten neigen, beizubringen; sie muss deren innere Hässlichkeiten fühlen lernen, damit sie sich in ihrer Herzensgesinnung vor ihnen hütet' (Michel de Montaigne, De l'institution des enfants).


2. Genußsucht und Egotismus versus Intelligenz und Verantwortungsbewusstsein

Angst, Unsicherheit, Eifersucht, autoritäre Blockaden und Unwissenheit hindern Frauen daran das eigene Seelische wahrzunehmen und persönlich zu entfalten. Unbezweifelbar steht jedem weiblichen Herzen das Recht zu, nicht nur jenseits der, sondern auch gegen die Natur der Seele zu denken und damit der 'Dunklen Frauenmacht' "göttliche Freiheit" zu erweisen. Demgegenüber aber trägt ein spiritueller Individualismus der Männer, die nun nicht mehr die Heiligen Schriften zu Gehör bringen, die Merkmale des Wahnsinns.
 

Mag es auch leicht sein Kommunionkindern zu führen, schwieriger ist es jugendlichen Frauen zu helfen. Denn wie Schnee zu Wasser schmilzt, so verwandelt sich Heiligkeit in Liebesbegehren, wenn Frau Holles Sonne scheint. Einfach auch lässt sich der religiöse Charakter eines Knaben in die gefrorene Seele eines fatimidischen Sultans verwandeln; doch zu versuchen den garstigen Charakter "übrig gebliebener" junger Frauen zu ändern, ist die schwierigste Sache, die eine religiöse Gemeinschaft sich jemals vorstellen kann; und es ist für gewöhnlich eitel (d.h. transzendental-narzisstisch: 'Ich sehe Mich in Dir') es bei jungen Frauen mit spirituellen Retreats zu versuchen. Was verantwortungsvolle Frauen hingegen tun können, ist im Dharma (der Glücklichen Schmuck und der Unglücklichen Zuflucht) den eigenen Charakter zu bilden. Nur, womit sind Frauen heutzutage am meisten beschäftigt? – mit dem Charakter von anderen; ihr Selbst wollen sie niemals läutern. Im Äußeren beschäftigt, hat sich zudem manch Dame zu ihrer Persönlichkeitsentwicklung das Motto des Hermann Hesse zu eigen gemacht: „Beschäftigung mit Erde und Pflanzen kann der Seele eine ähnliche Entlastung und Ruhe geben wie Meditation.“
 

Die Persönlichkeit der Männer ist ein in seiner begrenzten Logik gefesselter Geist, und daran ändert auch Spiritualität nichts. Männer müssen die Trägheit ihrer Seele überwinden, damit 'Eine Humane Vision' auf Planet Erde in Erscheinung tritt und nicht durch ihren, die Planetarische Gemeinschaft trennenden, Eros zerstört wird. Komplementär ruft der amorphe kristalline Zustand feministisch künstlich geschaffenen Gesellschaftslebens nach dem Tempel der Großen Mutter, ihren feststehenden Hof als 'Tor zum Frauenleben' – er steht in entgegengesetzer Wirkung zum 'Gezelte herumlagernder Hirten auf dem Felde' (Lukas 2:8), jenem Gotteshaus (Johannes 2:19-21), in dem Männer ihr Noviziat zuerst verbringen.
 

Spielen Frauen ein perfides Spiel, lassen sie Männer in einem nicht gekannten Maß an Verlogenheit? – Im Universel sind kulturelle Männer ewig eins mit ihren Frauen, eins in ihnen, eins in allen Situationen, eins in allen Umständen. Der Dialog, geführt von der Großen Mutter und der Göttin, ist der Weg zu kulturell-geistigen Männern, deren Liebe war, ist und ewig sein wird; keine Verleumdung kann ihren Geist berühren oder verändern, weder Bewunderung noch Lobpreisungen können ihre Humanität steigern: sie sind der Himmlische Geliebte – der Frauen liebte, als diese sich nicht selbst zu lieben vermochten.
 

Tikun HaOlam – 'Befreiung der Welt'  Ist eine Frau zur Seele selbst geworden, identifiziert sie sich, obwohl sie nunmehr ohne die begehrende Natur ist, doch mit dem Mann aufgrund ihrer Bindung: Mit dem Reinen verbunden, wird sie rein; mit der Intelligenz verbunden, wird sie intelligent; mit der Befreiung verbunden, wird sie befreit; mit der Freiheit von Konditionierungen verbunden, wird sie frei von Anhaftung; mit der Suche nach Erlösung verbunden, wird sie zur Erlösungssucherin; mit Reinheit verbunden, wird sie rein im Handeln und strahlend; mit der Tugend verbunden, wird sie tugendhaft. Mit der Höchsten Schöpferischen Seele verbunden, wird sie Die-Eine-ohne-Zweite; in dieser Einheit erlöst sich jede Bindung 'von dem Bösen' – das ist: Die Erschaffung der Welt.
 

Die Grenze zwischen der Großen Mutter und den anderen Frauen ist der Schrecken ehelichen Lebens – dharma: geistige Liebe in ekstatischer Selbstauslöschung überwindet ihn. Die Grenze zwischen den Kulturell-Kreativen und den anderen Männern ist der Schrecken des Sterbens des transzendentalen Eros – Indifferenz von spiritueller Fülle verschmerzt es. Der Magnetismus der lebendigen Seelen heilt die Welt; doch Suggestivkraft zur ethischen Reife muss von den Frauen ausgehen, ihre Ideale können humangemäße Männer ermutigen.
 

Vom Maskulinen, das seine Humanität verloren hat im pseudo-spirituellen Feminismus
Der Grad der Unbewusstheit gegenüber der eigenen Seele, dem man bei vielen in dieser Beziehung begegnet, ist erstaunlich; Männern{denen geradezu verholfen wird, spirituell ihre eigene Weiblichkeit zu verdrängen} ist es fast unmöglich klarzumachen, was mit der Bezeichnung Anima gemeint ist (C. G. Jung, Zur Tricksterfigur). Allerdings ist die Bereitstellung der Männer hingebungsvollster »Nächstenliebe-Freizeit (Seelendienst) für den universellen Raum der Frauen« Voraussetzung für 'Erweckung des Animus': die Seele als Diener 'Maria'.


3. Vom Aufschrei der Erde – Die Erniedrigung der Großen Mutter

Der Leib, in dessen Seele keine feste Herrschaft ist, quält mit sexueller Raserei die Erde. Die Allmacht der Großen Göttin erniedrigt sich selbst in jeder einzelnen Frau und ihrem Verlangen nach Selbst-Erhebung und Vormacht über andere, was die Wirkung des Missverständnisses hinsichtlich der wahren Beziehung zwischen 'erleuchteten Frauen' (Bodhisattvas) ist. Frauen wissen über 'den Pfingstgeist' das, was von Ihm in einer Frau sichtbar wird. Jedoch es ist nicht überraschend, dass, wenn starke eigene Bedürfnisse mit mangelndem planetarischen Gewahrsein zusammentreffen, als Ergebnis Eigensinn und Narzissmus entstehen. Natürlich können Frauen auf attraktiven Einzelretreats lernen, in wiederholender Anrufung, in Absolutem Bewusstsein die Macht 'Eines Großen Gottes' erkennend 'Gottes Persönlichkeit' in die Welt zu manifestieren; da die ewige Natur der Männlichkeit Gottes nicht aufhört, Sich Selbst – und auch nicht für den Zeitraum eines einzigen Augenblickes – im Individuum als Eros zu behaupten, können sie sich dann auch als attraktive Exemplare (intelligente designs) ihrer Idole betrachten, anstatt Macht jener Ethik zu sein, die fähig ist, auf dem Planeten Krieg und Epidemien eine Abwesenheit zu machen,  was zu einer völlig anderen Beziehung zu jener Ganzheit führt, welche »Notre-Dame«, Kraft der Weisheit ist.
 

Es gibt drei Möglichkeiten eine Pflanze mit roten Blüten hervorzubringen, aber nur eine einzige Möglichkeit eine Pflanze mit weißen Blüten hervorzubringen (Die Mendelsche Regel in Anwendung) Es ist naiv zu glauben, die spirituelle Veränderung der Persönlichkeit allein genüge, eine Veränderung zum Schönen in der Welt herbeizuführen, ohne um seine eigene charakterliche Veränderung bemühend, anderen die Befreiung zur Seele zu erkämpfen: sich auf psychisch-romantische und spirituell-persönliche Art betrachtend, verstärkt nur 'das Übel'. Das erwachte Herz spricht: „Ich muss dem Weiblichen Heilung bringen, und nicht 'nach Frauen verlangen'.“ Es lernt im Dialog, dass es, wenn »Ich, die immer die Andere war, und nie die Eine« um Verzeihung bittet, nicht grausam sein soll, Ihr ihre Bitte zu verweigern ['denn wer die Gebote Gottes wahrt, wird von Gott bewahrt: So wie sie Gott gehorsam ist, so ist auch Gott ihr gehorsam und erfüllt alle ihre Bitten! (Markos, Schrift an eine edle Seele)].
 

Vom Unveränderlichen  Wie muss eine Gemeinschaft beschaffen sein, die in der Ethik der Liebe der Geschlechter im Buddhismus-Vedanta-Sufismus orientiert ist, sowie psycho-analytisch christlich (universell) religiös ist und trotzdem auch den noch nicht-religiösen spirituellen Männern sowie den noch nicht-spirituellen geistigen Frauen gerecht wird? Die Kinder einer Multikulti-Spiritualität werden Menschen sein, die, als Licht-Engel engagiert, dem Streben nach spiritueller Persönlichkeit verhaftet sind, dem humanistischen Leben aber gegenüber sich unmündig und unselbständig verhalten. Man glaubt keine Ethik dialogisieren zu müssen, ja erfühlt nicht die geringste Notwendigkeit zu Solidarität und Kommunikation. Hier bewirkt Spiritualität die heftigsten Erscheinungen von Grausamkeit.
 

Buddhismus und Sufismus  Die Christus-Veranlagung zu der Persönlichkeits-Entfaltung in Frauen wird als das bestimmt, was die Eignung besitzt vom Sein, als Geist-Körper, in die Christus-Natur umgewandelt zu werden. Dabei wird in zwei Arten unterteilt: «Seele» ist das, was geeignet ist, in «den ungeborenen Wahrheitskörper» {Dharmakaya} aufzusteigen, während «Die Göttlichkeit» geeignet ist, als der Körper {Rupakaya} «Gottes eingeborener Sohn vom heiligen Geist» herabzukommen. Der «Geliebte Herr» ist die natürlich anwesende Veranlagung; die zweite, «allmächtiger Gott», ist Eine sich entwickelnde Sehnsucht. (nach: der XIV. Dalai Lama Tenzin Gyatso, Tod und Unsterblichkeit im Buddhismus).
 

Einst saßen Frauen, ließen sich nieder hier und dort. Einige hefteten das Haftende zusammen und einige hielten die Heere auf, einige lösten ringsumher Fesseln: Entspringe den Banden! Entfahre den Feinden! / Da verrenkte sich das Fohlen des Herrn den Fuß. Da besprach Ihn Sinthgunt und Sunna, ihre Schwester, da besprach Ihn Frija und Volla, ihre Schwester; doch niemand konnte heilen. Bis Wotan den Zauberspruch gab: Bein zu Bein, Herz zu Herz, Glied zu Gliedern. (Merseburger Sprüche; vgl.: Jesaja 58,6-12; Matthäus 13,47-50; 21,1-5; Atharva-Veda IV.12; Ezechiel 37,7-28 / Ambrosius-Hymnus: Nicht von manns blut noch von fleisch, allein vom heiligen geist . . . Er ging aus der kammer sein, dem könglichen saal so rein, Gott von art und mensch, ein held; sein' weg er zu laufen eilt. / Božena Němcová, Tři oříšky pro Popelku – Drei Haselnüsse für Aschenbrödel).


4. Gerechtigkeitssinn und Dialog – Das Bewusstsein von sich entfalteter Ordnung

Es besteht ein Grundirrtum, dass es bestimmte "Antworten, Lösungen, Anschauungen" gebe, die einer nur sagen müsse, um das nötige Licht zu verbreiten. Nichts ist fruchtloser, als etwa im Dialog davon zu reden, wie es sein müsste oder sollte, und nichts ist wichtiger, als den Weg zu finden, der zu diesen Zielen führt. (C.G. Jung, Seelenprobleme der Gegenwart).
 

The Cultural Creatives sind Männer, die – gleich den 'Heiligen Drei Königen' – an einem Punkt angekommen sind, von dem aus sie sich, obwohl sie sich mitten im Leben der Welt befinden, dennoch darüber erheben: der manische Eros plagt sie nicht mehr, anders ausgedrückt, ein Macho-Leben ist für sie ohne Wichtigkeit. Trotzdem erfüllen sie ihre Pflichten und Verpflichtungen in der Welt - sei es in der Kunst, den Erfindungen, dem Handel etc. - in gleicher Weise wie andere. Sie sind Männer, von denen man sagen könnte „sie sind in der Welt, doch stammen sie nicht von der Welt“ (Johannes 15:19). Ihre Liebe als Priester-Lehrer und Dialog-Analytiker umfasst jede Seele, die Zuflucht sucht unter ihren Einfluss: Friede stillt den Geist eines jeden, der ihnen begegnet. Haben Männer diesen Zustand erreicht, sind sie 'vom Thron Gottes herabgestiegen' und stehen (sitzen) den Frauen in Seelendienst heilsam zur Seite; indem sie sie auf den selben Rhythmus wie den ihren stimmen, werden sie zu einem Segen für sich selbst und für andere: „dies ist der Tag, an dem die Menschen versammelt werden und ein Tag des Zeugnisablegens“ (Heiliger Koran). Dann rührt 'Liebe der Frauen' nicht mehr von Lust oder von Unlust, sondern bezieht sich auf die Person – und auch ist das Herz eines Mannes, nunmehr von Bewunderung zur Anbetung emporgehoben, wahrlich gerechtfertigt, wenn es den Pfad des Zölibats einschlagen sollte. Sind Männer nicht zur 'Seelen-Zeit' erweckt, spielen Idiosynkrasien im Dialog eine Rolle und die Emotionen der Frauen wallen auf, wann immer 'Gespräche über Ethik' aufkommen.


5. Rücksichtnahme und die Auswirkung

'Es gibt mehr genialere Männer und mehr intelligentere Frauen' (Desmond Morris). Dennoch heiraten viele Frauen Männer, die gar nicht zum Glauben ihrer Seele passen: ,Das ist meine letzte Chance zu heiraten, da ja niemand sonst in Sicht ist!‘ Hoffend, dass Ehe und Kinder die Beziehung schon verbessern könnten, denken sie jedoch insgeheim: ,Ich kann mich ja jederzeit wieder scheiden lassen.‘ Je vertrauter und alltäglicher diese Verhaltensweisen sind, desto problematischer wird ihre Analyse; dennoch kann dies nicht unsere 'Welt-Kultur' sein.
 

Siegfried zeugte 'gebadet im Drachenblut', und überwand seinen 'Lindwurm' als "Herr des Feuers und der Elemente". Doch kam – als er als erster, gelaufen, sich beugend zur Quelle [die Jungfrau] – sein Herzbegehr [das Lindenblatt], das ein Feigenblatt [Sunna] vom Paradies enthüllte, hervor. [Nibelungenlied]. Die Erde verdunkelte sich im Schatten des Lichtes als die Geliebte "in ihm aufging". Männer sind für Frauen das wert, wieviel Macht, Geld oder Einfluss sie haben; die Frau für den Mann wieviel Sex oder Yoga sie treibt. Dies ruft den Tod der Geisteskultur in den Männern hervor, was Frauen schwach und angepasst werden lässt; ihre spirituelle Stärke verödet hinter den Fassaden von Patriarchen-Moral mit Dekor einer Staatskirchen-Identität: 'Hoffnung, Glaube und Wohltätigkeit erschlagen den Kreativen' (Kupferstich, Martin Weigel). 'Zu schauen kam ich, nicht zu schaffen: wer wehrte mir Wand'rers Fahrt? / Und wen ich liebe, lass ich für sich gewähren!' (Richard Wagner: Der Wanderer / Siegfried). Sex zwängt der Mannen Gewissen von jenem höheren Bewusstsein hinweg, das allerdings notwendig ist, um in das Gewahrsein planetarischen Bewusstseins zu gelangen.


6. Vom Dienst der Seelen aus der Tiefe Eines Gewissens

L'art de concilier l'inconciliable: loyauté terrestre – chevalerie célestielle
'Den Gott der Liebe sollst du preisen, Er hat die Saiten mir berührt, Er sprach zu dir aus meinen Weisen, zu Dir hat Sie Mich hergeführt.' (R. Wagner, Sang des Tannhäusers an Elisabet). Der Geist kultureller Spiritueller Intelligenz zerstreut sich im Raume, befreiend von der verfestigten Situation seiner 'Göttin Venus'. Mit unterstützender Heilkraft der 'Heiligen Fürstin' schafft die Göttliche Sehnsucht Ihren Planetarischen Gesang. Mit der Wiederkehr, im Begehren der Liebe, dem herrschenden Gefühl einer Befreiung von der Darstellung des männlichen Selbstes, wird die kosmische Inspiration 'holder göttlicher Weiblichkeit' übertragen; während der Held die Farben seiner Erneuerung als Konvergenz der Möglichkeiten in der ganzen Schöpfung empfängt; die vierfache Weibliche Zeugungsenergie (das Feuchte, das Trockene, das Warme [Mystik], das Kalte) setzt die Vision in die kulturelle Sprache um. Der Heiligen Maria kommt die Rolle einer Hebamme bei Elisabeth zu: die gebärende Frau ermutigen, loszulassen und sich selbst gestattend, zu einem Kanal für die mächtige Kraft jener Zeugung zu werden, die durch Sie hindurch strömt und »Notre-Dame« den ursprünglichen Zustand von göttlicher Ganzheit voll bewusst macht: das Vertrauen in den alchemischen Prozess und den Leib der Frau (Suren 15:25-27, 7:11-12 Felsengebirge und Höhen). Recht der Männer auf Zeugung kann politisch nicht verschwiegen werden, es mag spirituell wahr sein – aber nicht weise: Kriege sind die Folgen von Überbevölkerung. Doch es sei gesagt, sobald sich das Egobewusstsein der Männer ins Seelenbewusstsein verwandelt (Apostelgeschichte 20:28-32), ist jene Invasion von Kriegern machtlos, die in Europas Friedensreich zeugen wollen.
 

Gott ist Liebe – Vom Schöpfer und Schöpferinnen im Mythos  Unsterblichkeit der Liebe ist das Anliegen der Weltreligionen und das höchste Ziel humaner Existenz. Dabei offenbaren sich: Selbst und Gott, Notre Dame und Die Heiligen als diametrale und komplementäre Polaritäten. Krishna (Aktivator kulturellen Gemeinwesens) und Fatima ('die Frau, die einst Maria war'), Die Große Mutter und Buddha – diese Zustände sind in Wahrheit identisch. Der Besuch Marias bei ihrer „Verwandten“ veranschaulicht 'die zwei Geburten' (Buddha & Krishna) sowie Beethovens 9. Sinfonie 'Alle Menschen werden Brüder': Die glauben, sind Söhne (Galater 3:6-7).
 

Von der verborgenen Gesinnung  Wenn Frauen die Freizeit ihrer Männer nicht zum seelenvollen Dialog verwenden, schafft dies Räume, in denen Holocaust wieder stattfinden kann: nicht der Sämann die Schuld trägt, auch nicht der Same, sondern die Erde, die ihn aufnimmt.
 

Wenn 'Bruderschaft in der Vaterschaft Gottes' (Beethovens Neunte Sinfonie) nur noch als 'der Klassik-Event' besungen, so sind Millionen Frauen („dieser Kuss der ganzen Welt!“) sich ihrer Seelenkraft nicht bewusst: 'sie sind wie kleine braune Saatkörner, die in der Erde vergraben wurden, aber in ihrem Inneren ist die in der Anlage vorhandene Rose; jene Rose, die nur durch die Erfahrung der Sonne zu ihrer vollen Schönheit von Farbe, Form und Wohlgeruch heranwachsen kann; Erdkräfte bewirken, dass das Samenkorn aufbricht, die Wurzel wächst; diese Geburt ist ein schmerzhafter Vorgang; schließlich wendet die Rose dann ihr Antlitz der Sonne zu; denn ohne die Strahlen der Sonne könnte sie niemals Farbe, Wohlgeruch oder Form erlangen' (White Eagle on The Feminine Mysteries). Der 'Dialog der Frauen' kann das Töten auf Erden beenden – die Männer müssen ihnen dabei helfen! Doch dem Sex der Geschlechter folgt der unpathetische Abschied von Religion; es schaltet einfach ihr Gewissen ab, das sagt: „Was wir machen ist böse, schlecht, dumm.“ Durch Unlauterkeit ist Männlichkeit in seinen seelischen Gütern zusammengebrochen, sodass das Weibliche nur noch 'den Raum zum Welt-Krieg' hat.


7. 'Money, Sex & Power'  versus  'Von Liebe wegen'

Alchimie und Geistigkeit  Im nehmenden Zyklus dominieren Männer über Frauen: Erde hemmt das Wasser, Wasser löscht das Feuer aus; in Begehren zerschmilzt die Jungfrau, ihre Selbstverwirklichung zerschneidet Holz. Wenn aber der Geist zur Transzendenz in den Zustand 'göttlicher Einheit' fortschreitet, enthebt er sich selbst aus der Hölle heraus. 'Selbstdenken ist unser höchster Mut. Frauen, die wagen selbst zu denken, diese Frauen werden auch selbst handeln: Eine jede Frau muss ein Inneres Heiligtum haben, dem sie schwört und dem sie sich als Opfer in ihm unsterblich macht – denn Unsterblichkeit für den Gott als 'Leidenschaft der Liebe' muss das Ziel jeder Frau sein.' (Bettina von Arnim).
 

Gaia-Symphony  Erde ins Wasser werfen, Wasser ins Feuer schütten, Feuer in die Luft fackeln – diese Umweltsünden vergiften unser Beziehungsklima. 'The Sacred Feminine' wehrt sich auf Ihre Art gegen die Verunreinigung der Ozeane der weiblichen Seele, gegen Überfischung ('das übertischte Mahl' Goethe, Faust) und eine 'Trinkwasserverknappung im Glauben'. Der Frauen Natur ist ein Meer von Vibrationen; jede psychische wie physische Bewegung stellt einen Tsunami für Planet Erde dar. Doch ohne den schöpferischen Geist, 'The Creative Christs' der Menschen, lässt sich mit Wirtschaftsmacht kein Kampf für den Frieden führen: unsere Ozeane und Kontinente müssen büßen für die „christlichen Tugenden“, „buddhistischen Leidenschaften“ sowie „muslimischen Unwissenheiten“ der Frauen. Eine Frau wird durch ihren Mann kulturell; Kultur aber kommt durch die Frauen zur Erde.
 

Frauen verstehen in unbewusster Marien-Anbetung, bei vorbewusster Buddha-Selbstlosigkeit, mit Männern Ehe komplementär zu gestalten – doch ohne Universellen Gottesdienst und Dialog 'nagt der Kummer, der nicht spricht, am Herzen, bis es bricht' (W. Shakespeare). Und so haben, mit ihrem psychologischen Bypass, den Eros Notre-Dames im Leben vermeidend, aus Angst vor eigenem Schmerz, Frauen mehr verloren als jene interreligiösen Männer, die nicht planetarische Verantwortung übernehmend in die Selbstsüchtigkeit des spirituellen Bypass flüchten und mit erotischen Affairen die Welt in den Abgrund treiben {da sie, indem sie ihre Seele verkaufen, nationalistischen Ruhm und Reichtum gewinnen}.


Bevor die Leute etwas unternehmen, brauchen sie erst mal viel Zeit, um darüber zu reden.
Vielleicht, weil es sie im Innersten überhaupt nicht berührt. Es berührt sie einfach nicht. High Noon
 

Nicht dem Eros als solchem sollte man eine Absage erteilen, seiner zerstörerischen Entstellung müssen wir den Kampf ansagen: die falsche Vergöttlichung des Eros beraubt den Menschen ihre Würde, entmenschlicht sie. Das verlangt einen erzieherischen Weg, einen Prozess, der Verzicht einschließt – diese Kunst zu lehren, ist den Frauen gegeben.


8. Tiefenpsychologischer Dialog – der Seele der Menschen erlauben aufzublühen

Wir brauchen im Umgang miteinander – global – eine Neue Ethik. Dazu müssen wir die eigene Seele aufrichtig machen. Dies hat allerdings nichts mit Beten oder Meditieren im herkömmlichen Sinne zu tun oder dem Lesen von Büchern. Es kann auch nicht von religiösen Autoritäten, Yogameistern oder spirituellen Gurus wachgerufen werden; und weder mit psychologischem Verstand noch transzendentem Klang, noch dem spirituellen Bewusstsein können wir Das Neue Bewusstsein erfahren. Die Seele ist schöpferisch. Um schöpferisch zu sein, müssen wir alles hinter uns lassen und das Aufblühen der Gefühle, das körperlich frische, herzenseifrige, seelenlebendige Gemüt werden: das religiöse Bewusstsein. Diese Energie wird durch direkte innere Wahrnehmung freigesetzt und nicht über Wissen oder ein Lehren. Zum Beispiel können Frauen im Dialog aussagen, dass 'die Gefühle von Eifersucht' (Exodus 20:5) nicht wahnhafte Einbildung sind, dass die Angst, an 'eheunfähige Männer' (Matthäus 19:12) zu geraten, berechtigt ist, und dass es 'Gebote für die Seele' (Markus 12:30-31) gibt. Dann werden wir verstehen, was die großen Lehrer der Menschheit gelehrt haben und wir werden tolerant werden gegenüber den »Religionen der Welt«. Neue Ethik kann nur gedacht werden, wenn das Herz durch den Prozess feurigen Lehrens [Anbetung sowie mystische Ekstase] ganz geläutert ist. Wenn das Bewusstsein der Seele nichts mehr von Trauer, Schädlichem und Schlechtigkeit in sich verspürt, kann das Herz der Frauen sich zur Freude Notre-Dames öffnen, gleich Blumenkelchen zur Sonnenwärme.
 

Heilung durch Gruppenanalytischen Dialog  'Im Kern sagt die Lehre Buddhas aus, dass Gier und Hass – und damit auch das Leiden – durch das vollständige Gewahrsein der Wirklichkeit überwunden werden können. Sie ist ein philosophisches System, das auf Grund beobachtbarer Aussagen über die Existenz des Menschen zu wegweisenden Normen gelangt.' (Erich Fromm). Dharma muss mit den Essentials der Forschungen C.G. Jungs verbunden werden: Aktive Imagination, Synchronizität und Alchimie. Fehlende Bereitschaft der Männer, den Frauen seelisch-geistlich zu dienen, mit dem Blick, der in der Stille lebt (Jesaja 30:15), ohne Herrschen ist, brachte eine unmündige, kriegerische Menschheit hervor.

 

>> Inhaltsverzeichnis       >> Die Antwort des Universums: 'Gottes Wundertaten' 

   

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MILLENNIUM  MUSIC  POETRY
essence  Alpha et Omega

Inhaltsverzeichnis der einzelnen Kapitel:

Symphony Universel: sacred-music-festival
»significatio passiva«

Zhikr
Prolog
A. Das Buch der Gesänge
B.
Situation: Anamnesis und Anā-Lyse
C.
I. Von den Inneren Bildern
     II. Von der Herren-Vernunft
D. Dieu sensible au Cœur
E.
Vulnerabilität der Seele und spirituelle Resilienz
F.
Die Antwort des Universums: 'Gottes Wundertaten'
G.
Fragen
H.
Appell an die Frauen
I.
Global Warning
J.
Der Religionskrieg
K.
Christentum und Ethics Conference
L.
Visionen
M.
I. Der schöpferische Ausdruck von Liebe
    
II. Das Geheiligte, die Verehrung der Weiblichen Seite Gottes
    
III. Die Heilkraft der Liebe
    
IV. Bedeutung der menschlichen Beziehung
    
V. Der Heilige Gral
    
VI. Der heilige Kontakt
N.
Erleuchtetes Herz – Unbefleckte Empfängnis
O.
Beziehungs-Situation auf Planet Erde
P.
Über heilende Hormone und vergiftende Stoffe
Q.
Global Ethics: Integral Ethics Unity in Multiplicity
    
Dialog
R. Women-Universel-Global-Ethics – Kosmopolitische Heilung
S. Healing – Awakening of Womanity
T. Interreligious Sciences of Sacred Art-Therapy
U. Ethics Conference and Dialogue
V. Transcultural Mentoring / Netzwerk-Design
W.
Mystik
X.
Gebete
Y.
L'Universel – Intertextual Human Experience
Z.
last words
Interreligious Sciences of Sacred Art-Therapy (ISSAT)
Omega
Responsorium Graduale
The Cosmic Mandala
Global Awareness – Cultural Ethics