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composer Tiagaraja Adil Christoph Allenstein, © 2019   
aus:  Millennium Music Poetry  DAS BUCH DER GESÄNGE  

 
   

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E.  Vulnerabilität der Seele und spirituelle Resilienz


1. Puissé-je user du glaive et périr par le glaive! (Baudelaire)

'Sie dachte bei sich: Ich throne als Königin. Ich und sonst niemand! Ich bin keine Witwe. Ich werde keine Trauer erfahren, und Kinderlosigkeit kenne ich nicht.' (Offenbarung 18:9; Jesaja 47:1-11; Klagelieder 1:9). Im Tod von Soldaten triumphiert eine geschundene Weiblichkeit.
 

Imperialistische Regierungspläne und Ethik  „Wir schlagen angemessene Kontrollmethoden vor, darunter deportieren, wegsperren, umsiedeln, Zwangstrennung, einzäunen, erschießen.“

Diejenigen Frauen, die von Herzenskälte erfasst den Schmerz nicht spüren, unter dem die ganze Menschheit leidet, denen bleibt die Seele krank; ihren Männern ist der Dialog 'das Eingeständnis dessen, was sie nie wollen genannt hören, die Bitte um Verzeihung, die sie nicht gewähren können' – sie hassen die Botschaft, den Boten und die Botin.


2. Kulturelles Verantwortungsbewusstsein versus Egotismus und Genußsucht

Der Gang der Entwicklung ist nicht der, dass Männer durch den spirituellen Islam demokratischer würden, sondern dass sie herrisch aristokratisch werden, indem sie immer mehr Macht gewinnen. Wenn da nicht die Veredlung der Sitten stattfindet durch 'buddhistische Frauen und The Cultural Creatives', so muss das zu den brutalsten Dingen auf Erden führen; mit anderen Worten, Ethik wird kleingeschrieben, wo es um handfeste wirtschaftliche Interessen geht: fehlt der Schöpfergeist, blüht das Hotelleben und die Liebe krankt sich dahin.
 

Die katastrophalen Auswirkungen der Ehekrisen und die Untätigkeit der Männer bei der Bewältigung dieser Krise führen unseren Planeten auf einen trostlosen Weg in Richtung Bordell-Hotel-Welten, welche die Gesellschaften auf der gesamten Erde zerstören können. Männer haben die Verpflichtung, mit religiösem Gewissen, mit spirituellen Idealen sowie analytischem Heilen zu dienen, um in die edle heilige Welt des Weiblichen jenen humanen Geist einzubringen, der wieder das Planetarische Bewusstsein des Göttlich-Femininen zeugt.
 

Von Gott zum Herrn und Vom Herrn zur Dame  Leistung, so groß sie auch sein mag, kann doch den seelenvollen Männern nicht das Gefühl vollständiger Erfüllung geben; und was Frauen in unserer Zeit vielleicht größte Begeisterung schafft, ist ihre Transmutation von liebenden Müttern zu engagierten Friedensschafferinnen in planetarischem Bewusstsein. Dies ist zweifellos darauf zurückzuführen, dass die Geschlechter, ohne es zu wissen, von ihren komplementären Sehnsüchten vorwärtsgezogen werden: zu vereinen das Rechts und das Links, das Unten und das Oben, Innen und Außen, das Heilige und die Natur.
 

Prinzessin Madeleine – ein Raub der Flammen oder Vom Ofen der Nationalsozialisten
Ein großer indischer König hatte einen Sohn, den er über alles liebte. Eines Tages wandten sich die Minister an den König: „Es ist sehr seltsam, dass ihr euren Sohn so sehr liebt und uns gar nicht. Wie ist das möglich?“ Der König sprach zu ihnen: „Weil mein Sohn mich als den Herrn verehrt.“ Darauf sagten die Minister: „Aber erweisen wir Eure Majestät denn nicht dieselbe Ehrerbietung?“ „Nein, überhaupt nicht“, sprach der König. Am Abend ließ er einen mit Juwelen besetzten Kelch aus seiner Schatzkammer holen, ein sehr kostbarer Kelch, der kostbarste Schatz der Erde. Der König stellte ihn vor sich hin und forderte jeden seiner Minister auf, den Kelch zu zerbrechen. Er befahl es ihnen. Da rief ein jeder Minister aus: „Oh König, so etwas Kostbares, den Gralskelch, kann man doch nicht zerbrechen!“ Die Minister weigerten sich alle, den kostbaren Kelch zu zerbrechen. Der König rief seinen Sohn und forderte ihn auf: „Zerbrich du ihn!" Ohne Zögern nahm der Sohn einen Stock und schlug den Kelch entzwei. Da fragte der König seinen Sohn: „Weißt du nicht, dass du etwas sehr Kostbares zerstört hast? –“ Der Sohn antwortete ihm: „O mein Vater, dieser Kelch ist wertlos, verglichen mit Eurem Befehl.“
 

Ihre Pflicht gegenüber der Menschheit vergessend, betreiben Männer in Beziehungen zu Frauen weiterhin das Verhaltensmuster einer individuellen Nutzenmaximierung, was zum gemeinsamen Ruin von Frau und Mann führt, auf der ganzen Welt Katastrophen, Gewalt und Zerstörung, Kriege und Revolutionen auslösend. In einer falschen Identität – dem konditionierten Denken und persönlichen Emotionen, in Abhängigkeit von Geld, Sex, Macht – haben Frauen nichts dagegenzusetzen, was sie zu schweigenden Lämmern schafft, die zur Schlachtbank geführt werden: ihr Herz erkaltet – mein Gedicht nicht.
 

Tikun HaOlam – 'Befreiung der Welt'  Ist eine Frau zur Seele selbst geworden, identifiziert sie sich, obwohl sie nunmehr ohne jede begehrende Natur ist, doch mit ihrem Mann aufgrund ihrer Bindung: Mit dem Reinen verbunden, wird sie rein; mit der Intelligenz verbunden, wird sie intelligent; mit der Befreiung verbunden, wird sie befreit; mit der Freiheit von Konditionierungen verbunden, wird sie frei von Anhaftung; mit der Suche nach Erlösung verbunden, wird sie zur Erlösungssucherin; mit Reinheit verbunden, wird sie rein im Handeln und strahlend; mit der Tugend verbunden, wird sie tugendhaft. Mit der Höchsten Schöpferischen Seele verbunden, wird sie Die-Eine-ohne-Zweite; in dieser Einheit erlöst sich jede Bindung 'von dem Bösen' – das ist: Die Erschaffung der Welt.
 

Nachdem ein Mann im Bereuen religiöses Gewissen gezeigt hat, ist es an den Frauen, zu sagen: „Was könnte in diesem Manne zutage treten?“ – denn man hat es mit dem verborgenen Geist einer Kultur zu tun, die sich in Männern nach und nach entwickelt. Man wird Männer enträtseln müssen und dann unterschiedliche spirituelle Praxen geben. Die Folge davon wird sein, dass sich echte Hochachtung entwickelt vor dem, was C. G. Jung 'Archetypen' nannte: das Finden der Kulturell-Kreativen planetarischer humaner Kultur.
 

'Wer würde es nicht als Sakrileg ansehen, sich in der Kirche dem Essen hinzugeben, ehelichen Verkehr zu pflegen oder Arbeiten auszuführen. Was ihr aber bei euren Zusammenkünften tut, ist keine Feier des »Mahl des Herrn« mehr, denn jeder nimmt beim Essen sein eigenes Mahl vorweg, der eine hungert, der andere ist schon betrunken.' (Aelred von Rievaulx)


3. Vom Aufschrei der Erde – Die Erniedrigung der Großen Mutter

Der Leib, in dessen Seele keine feste Herrschaft ist, quält mit sexueller Raserei die Erde. Die Allmacht der Großen Göttin erniedrigt sich selbst in jeder einzelnen Frau und ihrem Verlangen nach Selbst-Erhebung und Vormacht über andere, was die Wirkung des Missverständnisses hinsichtlich der wahren Beziehung zwischen 'erleuchteten Frauen' (Bodhisattvas) ist. Frauen wissen über 'den Pfingstgeist' das, was von Ihm in einer Frau sichtbar wird. Jedoch es ist nicht überraschend, dass, wenn starke eigene Bedürfnisse mit mangelndem planetarischen Gewahrsein zusammentreffen, als Ergebnis Eigensinn und Narzissmus entstehen. Natürlich können Frauen auf attraktiven Einzelretreats lernen, in wiederholender Anrufung, in Absolutem Bewusstsein die Macht 'Eines Großen Gottes' erkennend 'Gottes Persönlichkeit' in die Welt zu manifestieren; da die ewige Natur der Männlichkeit Gottes nicht aufhört, Sich Selbst – und auch nicht für den Zeitraum eines einzigen Augenblickes – im Individuum als Eros zu behaupten, können sie sich dann auch als attraktive Exemplare (intelligente designs) ihrer Idole betrachten, anstatt Macht jener Ethik zu sein, die fähig ist, auf dem Planeten Krieg und Epidemien eine Abwesenheit zu machen,  was zu einer völlig anderen Beziehung zu jener Ganzheit führt, welche »Notre-Dame«, Kraft der Weisheit ist.
 

The Cultural Creatives  Die Seele einer Frau kann nur in Begleitung geistig-kultureller Männer gefestigt werden; wenn dies geschieht, wird ihr Gemüt bewegungslos: es gibt keine andere Methode, um ihr Gemüt zu kontrollieren. Es ist deshalb einleuchtend, dass, wenn Frauen auf dem Pfad der Geistigkeit voranzuschreiten wünschen, sie notwendigerweise die Gemeinschaft derjenigen suchen müssen, die sich auf diesem Pfad befinden. Die Verbindung mit den Kulturell-Kreativen wird den Frauen ermöglichen, Ihre guten Neigungen in sich aufzunehmen. Die Gesellschaft von seelenlosen Vätern führt in die Abhängigkeit; die Gesellschaft von üblen Töchtern führt in den Ruin. (Sant Kirpal Singh)
 

Über das Geheimnis 'Von Liebe wegen'
Die Essenz der Seele eines Mannes erwacht in den Zustand Einer Wirklichkeit, dass
Gott-Weiblich eine Schöne Neue Welt manifestiert, während sein Schöpfergeist träumt.
 

Gemeinschaft mit den Cultural Creatives ist wahre 'Hingabe an den Herrn'.
Dies ist die Höchste Form der Anbetung spiritueller Frauen.
 

Vom Wiedererlernen der Gefühle 
Mangelnde Fähigkeit zur Empathie wird vererbt und hängt entscheidend damit zusammen, dass Frauen an Männern Leistung schätzen und nicht seelenvolles Herz gegenüber Leiden anderer Frauen. So kommt es schließlich, dass die geistige Empfindung der Traurigkeit vieler Seelen nicht mehr wahrgenommen wird; dass sich daran etwas ändert, muss als erstes Mitgefühl neu erlernt werden, deshalb: Dialog.
 

Ethik braucht verwandte Seelen; diese teilen miteinander ihre Vision in immerwährender Freundschaft, wissend, dass die von anderen kaum bedachte Botschaft für sie bedeutsam ist: Lieben heißt für Frauen 'handeln', für Männer 'völlig in die Kontemplation eingehen'.
 

Während Frauen gewöhnlich Männer beschuldigen, ihnen Schaden zugefügt zu haben, sitzen Weise Frauen erst einmal mit sich selber zu Rate: 'Einst saßen Frauen, ließen sich nieder hier und dort. Einige hefteten das Haftende zusammen und einige hielten Heere auf, einige lösten ringsumher Fesseln: Entspringe den Banden! Entfahre den Feinden! / Da verrenkte sich das Fohlen des Herrn den Fuß. Da besprach Ihn Sinthgunt und Sunna, ihre Schwester, darauf besprach Ihn Frija und Volla, ihre Schwester; aber niemand konnte heilen. Bis Wotan den Spruch gab: Bein zu Bein, Herz zu Herz, Glied zu Gliedern. (Merseburger Zaubersprüche || vgl. Genesis 2:23; Ambrosius-Hymnus; Jesaja 58:6-12; Ezechiel 37:7-28; Matthäus 13:47-50; 21:1-5; Atharva-Veda IV.12; Němcová: Drei Haselnüsse für Aschenbrödel; Der Meisterdieb, Märchenfilm 2010: Krishna, der göttliche Schelm).


4. Gewissen und Dialog im Bewusstsein von Sich Entfaltender Ordnung

Gemeinschaft – jenseits von frommen Normen und spirituellen Stereotypen
'Überall weichet das Weib dem Manne; nur in dem Höchsten weichet dem weiblichsten Weib immer der männlichste Mann' (Friedrich von Schiller, Das weibliche Ideal). Mann spirituell sein und sich als Mann kulturell entdecken, sind zwei grundsätzlich verschiedene Sachen, man ist nicht als Mann geboren: Mann werden Männer durch die heilige göttliche Weiblichkeit (Plural) – erst dann begreifen wir das weibliche Ideal »Notre-Dame«.
 

Klagelied der Kulturell Kreativen  The Cultural Creatives sind jene Ritter, die – gleich den Heiligen Drei Königen – an einem Punkt angekommen sind, von dem aus sie sich, obwohl sie sich mitten im Leben in der Welt befinden, dennoch darüber erheben: manischer Eros plagt sie nicht mehr, anders ausgedrückt, ein Macho-Leben ist für sie ohne Wichtigkeit. Trotzdem erfüllen sie ihre Pflichten und Verpflichtungen in der Welt – sei es in der Kunst, Erfindungen oder dem Handel, etc. – in gleicher Weise wie andere. Es sind Männer, von denen man sagen kann: „sie sind in der Welt, doch nicht von der Welt“ (Johannes 15:19). Ihre Liebe als Priester-Lehrer und heilende Analytiker umfasst jede Seele, die Zuflucht sucht unter ihren Einfluss; friedevolle Freude stillt den Geist derer, die ihnen begegnen. Hat ein Mann diesen Zustand erreicht, ist er 'vom Thron herabgestiegen' und inspiriert, in Seelenzeit, Frauen im Dialog zum Ausdruck ihrer Seelen; dieser, der 'das Wesen Gottes, das vermenschlicht worden ist' erlangt hat, mag geschwisterlich mit anderen – vor einem Bild, vor einer Statue, in Tempeln, in Kirchen, Moscheen, Pagoden, Synagogen – anbeten, sie nicht wissen lassend, dass er in irgendeiner Weise fortgeschrittener ist, als jene; durch sein bescheidenes Wesen tönt ein Lied (per-sonare): „In Triebhaftigkeit junger Frauen 'stürzt Wasser, uns zu verschlingen', im religiösen Fanatismus der älteren Frauen 'rollt der Fels, uns zu erschlagen', in hexengleicher Lust selbstständiger Frauen 'kommen schon auf starken Schwingen Vögel her, uns fortzutragen'“ (aus: Hugo von Hofmannsthal, Gedichte: Reiselied).
 

Im Streben nach ihrer spirituellen Persönlichkeit verhaftet, glauben Männer keine Ethik dialogisieren zu müssen, ja erfühlen nicht die geringste Notwendigkeit zu Solidarität und Kommunikation. Hier bewirkt Spiritualität die heftigsten Erscheinungen von Grausamkeit. 'Das Gesetz hat noch keinen großen Mann gebildet, aber die Freiheit brütet Kolosse und Extremitäten aus. Es gibt also noch ein anderes Zieren zu wollen. Es treibt und gärt hier in den Steinen, mit uns zu blühen, unser Leben zu haben. Es geht nicht an, sich auszulassen, wenn man mit den Kräften des Menschensohns in sich baut.' (Ernst Bloch, Geist der Utopie).


5. Rücksichtnahme und die Auswirkung

Imagine There's No Woman (Joan K. Copjec)
Frauen wirken, statt vom Expliziten ihres Wesens, aus ihrem Inneren auf den gesamten Planeten ein; doch heiraten sie Männer, die gar nicht zum Glauben ihrer Seele passen. Je vertrauter und alltäglicher diese Verhaltensweise ist, desto problematischer wird die Analyse. Ethik ist der Wechsel vom Versuch »Frau« zu klassifizieren, hin zur Erforschung des Geistes 'Alle Menschen werden Brüder!' – könnte dies unser 'Weltkulturerbe' sein: „Wer liebt, muss das Los dessen teilen, den er liebt.“ (Bulgakow, Der Meister und Margarita)?
 

Siegfried zeugte, 'gebadet im Drachenblut', und überwand seinen Lindwurm als 'Herr des Feuers und der Elemente'; doch kam, als er als erster, gelaufen, sich beugend zur Quelle {die Jungfrau}, sein Herzbegehr {Lindenblatt}, das ein Feigenblatt {die Sunna} vom Paradies enthüllte, hervor [Nibelungenlied]; die Erde verdunkelte sich im Schatten des Lichtes, als die Geliebte "in ihm aufging". Männer sind für Frauen das wert, wieviel Geld, Lebensgier oder Macht sie haben; Frau für Männer wieviel Sex bzw. Yoga sie treiben. Dies ist der Tod der schöpferischen Kultur. 'Seelisches verwirklichen' verödet hinter Fassaden von Patriarchen-Moral mit Dekor von Staatskirchen-Identität: 'Hoffnung, Glaube und Wohltätigkeit erschlagen den Kreativen' (Kupferstich Martin Weigels). „Wen ich liebe, den lass ich für sich gewähren!“ (Richard Wagner: Wanderer), dies ist vielfach unsere "zivilisierte" Sitte, sogar jenseits von 'Genussehen': 'Nur den Moment fühlend' werden Frauen zum Spielzeug berechnender wie vorausschauender Herrgötter – ohne Lügen, mit Wissen der Ehefrau: „Ich hab' gar nichts gegen eine andere Frau einzuwenden!“, werden sie von Wölfen im Schafspelz manipuliert.
 

St. Brigit of Kildare – Vorbild der Frauen gegen die Wölfe
Heiligkeit der Weiblichkeit, wie eine Bodhisattva, zu praktizieren: dies gäbe Frauen ihre Macht, welche diejenigen Männer beschämt, die lediglich nur spirituellen Willen anzuwenden wissen. Vergiftung der Wahrheit durch Lügen stellt die primäre Quelle psychischer Erkrankungen dar 'nicht nur eine Frau verliebt zu machen und sie dann im Stich zu lassen oder auszubeuten, sondern in beste soziale Kreise vorzustoßen, diese zu täuschen – das hat natürlich etwas Faszinierendes.' (Peter von Matt, Theorie und Praxis der Hinterlist)


6. Vom Dienst der Seelen aus der Tiefe Eines Gewissens

Den Gott der Liebe sollst du preisen, Er hat die Saiten mir berührt, Er sprach zu dir aus meinen
Weisen, zu Dir hat Sie Mich hergeführt.
(Richard Wagner, Der Sang des Tannhäusers im Venusberg).
 

Der Geist kultureller Spiritueller Intelligenz zerstreut sich im Raum, befreiend von der verfestigten Situation seiner Kalypso-Venus. Mit der 'Heiligen Fürstin' {die Königin im Engel-Land} schafft die göttliche Sehnsucht Ihren planetarischen Gesang. Mit der Wiederkehr – im Begehren der Liebe, dem herrschenden Gefühl einer Befreiung von der Darstellung des männlichen Selbstes – wird die kosmische Inspiration 'holder göttlicher Weiblichkeit' übertragen, während der Held die Farben seiner Erneuerung als Konvergenz der Möglichkeiten in der ganzen Schöpfung empfängt; die vierfache Weibliche Zeugungsenergie {das Feuchte, das Trockene, das Warme [Mystik], das Kalte} setzt Vision in kulturelle Sprache um. Der seligen Jungfrau kommt die Rolle einer Hebamme bei Elisabeth zu: die gebärende Frau ermutigen, loszulassen und sich selbst gestattend, zu einem Kanal für die mächtige Kraft jener Zeugung zu werden, die durch Sie hindurch strömt und »Notre-Dame« den ursprünglichen Zustand von göttlicher Ganzheit voll bewusst macht: das Vertrauen in den alchemischen Prozess und Leib der Frau (Suren 15:25-27 und 7:11-12, Das Felsengebirge und Die Höhen). Tannhäuser, Musiker der höchsten Schönheit, hält die Große Göttin für ein Abbild des Urbildes, auf deren Offenbarung er nicht nur schreite, sondern aus Ihr her, der Großen Mutter, das große Licht 'Der Liebe, die sich vermenschlicht', stamme alles: die spirituelle Religion, die religiöse Spiritualität, der Friede und 'der Neue Himmel und die Neue Erde' (Offenbarung 21:1).
 

Heilen und Alchemie  'Alchemie' in unserer Zeit geht davon aus, dass es möglich ist, den weiblichen Organismus {hyle}, in seinen neurotischen und psychotischen Erkrankungen {das unedle Metall}, mit den edlen Prinzipien {eidos} von Großer Mutter (kabbalistischer Vedanta), Kulturell Kreativen (universaler Sufismus) und Große Göttin (Buddha-Weltlichkeit), in den Stufen: 'kupferne und bronzene Regeln', 'silberner Imagination' und der 'goldenen Nächstenliebe', schließlich neu, als Planetarisches Bewusstsein [Weisheit], zu gestalten und auf diese Art und Weise Unsere Erde zu heilen. Das ist idealerweise dann möglich, wenn The Cultural Creatives, in ihren Funktionen als religiöse, spirituelle, psycho-analytische und offenbarende Diener, dem weiblichen Körper-Herz-und-Seele-Organismus beigestanden haben, sich von Unedlem lösend, empfänglich zu sein für das Prinzip Eines heilenden Schöpferischen Geistes. Was früher 'Alchemie' genannt – die eigenschaftslose 'prima materia' und die auf sie übertragbaren und universell anwendbaren Prinzipien, die 'quinta essentia' – ist das Forschungsgebiet der wissenschaftlichen Ethik in der neuen Zeit.


7. Money, Sex & Power

Alchimie und Geistigkeit  Im nehmenden Zyklus dominieren Männer über Frauen: Erde hemmt das Wasser, Wasser löscht das Feuer aus; in Begehren zerschmilzt die Jungfrau, ihre Selbstverwirklichung zerschneidet Holz. Wenn aber der Geist zur Transzendenz in den Zustand 'göttlicher Einheit' fortschreitet, enthebt er sich selbst aus der Hölle heraus. 'Selbstdenken ist unser höchster Mut. Frauen, die wagen selbst zu denken, diese Frauen werden auch selbst handeln: 'jede Frau muss ein Inneres Heiligtum haben, dem sie sich weiht, indem sie sich als Selbst-Darbringung in ihm unsterblich macht – Unsterblichkeit für Gott als Leidenschaft der Liebe muss das Ziel einer jeden Frau sein' (Bettina von Arnim).
 

Gaia-Symphonie  Erde ins Wasser werfen, Wasser ins Feuer schütten, Feuer in die Luft fackeln – diese Umweltsünden vergiften unser Beziehungsklima. 'The Sacred Feminine' wehrt sich auf Ihre Art gegen die Verunreinigung der Ozeane der weiblichen Seele, gegen Überfischung ('das übertischte Mahl' Goethe, Faust) und eine 'Trinkwasserverknappung im Glauben'. Der Frauen Natur ist ein Meer von Vibrationen; jede psychische wie physische Bewegung stellt einen Tsunami für Planet Erde dar. Doch ohne den schöpferischen Geist, 'The Creative Christs' der Menschen, lässt sich mit Wirtschaftsmacht kein Kampf für den Frieden führen: unsere Ozeane und Kontinente müssen büßen für die „christlichen Tugenden“, „buddhistischen Leidenschaften“ sowie „muslimischen Unwissenheiten“ der Frauen. Eine Frau wird durch ihren Mann kulturell; Kultur aber kommt durch die Frauen zur Erde.
 

Begegnen gewöhnliche Menschen oder ungebildete einem Kulturell Kreativen, so sehen sie nur das Menschliche in ihm, nicht aber sein planetarisches Bewusstsein. So kann ein Genius unter eine Ansammlung von spirituellen Leuten gehen, doch werden diese nur den Menschen in ihm sehen, nicht aber den Visionär; sie wissen nicht, wie tief seine Gedanken und Gefühle sind. Sobald aber Frauen im 'seligen Geist' sind, jenseits der vormals angebeteten frommen Gestaltungen ihres Gottes, können sie ihren 'Geliebten Herrn' in Männern erkennen: 'Mann' ist dann Oberfläche, während planetarisches Bewusstsein tief in ihnen ist. Eine solche Erkenntnis bringt die Menschheit in Berührung mit dem kulturellen Wesen in einem jeden Menschen – dann wissen Frauen mehr über Männer, als diese selbst wissen.
 

Verändertes Saatgut – vergiftetes Brot gibt ihnen heute  Egozentrische Pestizide im männlichen Bewusstsein haben Einfluss auf die geistige Orientierung des Weiblichen, Empfänglichen: Kommunikation und geistige Fitness und damit seelisch-fruchtbringende Tätigkeit sind gestört. Frauen beginnen isoliert, getrennt zu leben. Der geistige Teil der Menschheit, der in Kollektivität lebt, der in allen Geschöpfen lebt, fängt an, sich nicht zu entfalten, und, sich seiner krank und unbewusst, mit unglücklicher Miene sich zu beklagen, weil seelische Fähigkeiten so begrenzt und verdunkelt sind, dass unser Organismus gar nicht mehr fühlt. Dies ist bei Millionen von Frauen in der Welt der Fall. Würden Männer "Grubenunglücke" zu vermeiden wissen und gegen "Chemieabfälle" predigen, geschähe der Erde ihre Heilung.


8. Tiefenpsychologischer Dialog – Der Seele der Menschen erlauben aufzublühen

Wir brauchen im Umgang miteinander – global – eine Neue Ethik. Dazu müssen wir die eigene Seele aufrichtig machen. Dies hat allerdings nichts mit Beten oder Meditieren im herkömmlichen Sinne zu tun oder dem Lesen von Büchern. Es kann auch nicht von religiösen Autoritäten, Yogameistern oder spirituellen Gurus wachgerufen werden; und weder mit psychologischem Verstand noch transzendentem Klang, noch dem spirituellen Bewusstsein können wir Das Neue Bewusstsein erfahren. Die Seele ist schöpferisch. Um schöpferisch zu sein, müssen wir alles Rastlose hinter uns lassen und das Aufblühen der Gefühle, das körperlich frische, herzensreine, seelenlebendige Gemüt werden: humanes Bewusstsein. Diese Energie wird durch direkte innere Wahrnehmung freigesetzt und nicht über ein Wissen oder ein Lehren. Zum Beispiel können Frauen im Dialog aussagen, dass 'die Gefühle von Eifersucht' (Exodus 20:5) nicht wahnhafte Einbildung sind, dass die Angst, an 'eheunfähige Männer' (Matthäus 19:12) zu geraten, berechtigt ist, und dass es 'Gebote für die Seele' (Markus 12:30-31) gibt. Dann werden wir verstehen, was die großen Lehrer der Menschheit gelehrt haben und wir werden tolerant werden gegenüber den »Religionen der Welt«. Doch ohne religiöse Anbetung und marianische Ekstase als Grundlage, bewirkt Meditation [Hatha-, Mantra-, Jnana-Yoga], anstatt Ordnung und Harmonie in den Herzen und Seelen zu erzeugen, Krieg, Chaos und entfesselte Leidenschaften (mit unvorstellbaren karmischen Konsequenzen) – das Himmelreich nachhaltiger ehelicher Beziehung ist dann verwehrt.

Heilung durch den Gruppenanalytischen Dialog  Im Kern sagt 'Die Lehre Buddhas' aus, dass Neid, Gier und Hass – und damit auch das Leiden – durch vollständiges Gewahrsein der Wirklichkeit überwunden werden können; sie ist ein philosophisches System, das auf Grund beobachtbarer Aussagen über die Existenz des Menschen zu wegweisenden Normen gelangt (Erich Fromm). Dharma muss mit den Essentials der Forschungen C.G. Jungs verbunden sein: aktive Imagination, Synchronizität, Alchimie. Mangelnde Fürsorge [Schatten der Männer Meisterschaft] – statt mit dem 'Blick, der in der Stille lebt' (Jesaia 30:15) den Frauen seelisch-geistlich zu dienen – bringt unmündige, kriegerische Menschen hervor.

 

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MILLENNIUM  MUSIC  POETRY
essence  Alpha et Omega

Inhaltsverzeichnis der einzelnen Kapitel:

Symphony Universel: sacred-music-festival
»significatio passiva«

Zhikr
Prolog
A. Das Buch der Gesänge
B.
Situation: Anamnesis und anā-Lyse
C.
I. Von den Inneren Bildern
     II. Von der Herren-Vernunft
D. Dieu sensible au Cœur
E.
Vulnerabilität der Seele und spirituelle Resilienz
F.
Die Antwort des Universums: 'Gottes Wundertaten'
G.
Fragen
H.
Appell an die Frauen
I.
Global Warning
   Zerstörung von Religion, Bildung und Kultur
J. Religionskriege
K.
Christentum und Ethics conference
L.
Wissen und Vision
M.
I. Der schöpferische Ausdruck von Liebe
    
II. Das Geheiligte, die Verehrung der Weiblichen Seite Gottes
    
III. Die Heilkraft der Liebe
    
IV. Bedeutung der menschlichen Beziehung
    
V. Der Heilige Gral
    
VI. Der heilige Kontakt
N.
Kulturelles Herz und Unbefleckte Empfängnis
O.
Beziehungs-Situation auf Planet Erde
P.
Über heilende Hormone und vergiftende Stoffe
Q.
Global Ethics: Integral Ethics Unity in Multiplicity
    
Dialog
R. Women-Universel-Global-Ethics
S. Healing – Awakening of Womanity
T. Interreligious Sciences of Sacred Art-Therapy
U. Ethics Conference and Dialogue – There's no more time to wait
V. Transcultural Mentoring
W.
Mystik
X.
Gebete und Gesänge
Y.
L'Universel – Intertextual Human Experience
Z.
last words
Interreligious Sciences of Sacred Art-Therapy (ISSAT)
Omega
responsorium graduale
The Cosmic Mandala
Vom Flügelschlag der Schmetterlinge