home
 
Inhaltsverzeichnis   essence  Alpha et Omega

 

download     essence  Alpha et Omega (pdf)

composer Tiagaraja Adil Christoph Allenstein, © 2017   
aus:  Millennium Music Poetry  DAS BUCH DER GESÄNGE  

 
   

french

 

 

     

 

 


H.  Appell an die Frauen


European Women's Dialogue - A small fluctuation starts an entirely new evolution


Die List der männlichen Vernunft bedient sich des Todes
(Jean-François Lyotard)
'Sie töten Väter um Kinder und Kinder um Väter' (Sefer Dewarim 24,16) – nun müssen Frauen selbst entscheiden »Eine nachhaltige, seelenvolle Welt« schaffen zu wollen.
 

Die Höhe der Frau ist die einzige, zu der viele Schritte hinaufführen und nur ein einziger herunter. Selbst die spirituellen Eingeweihten, im Streben nach persönlichem Glück oder einer individuellen Aussicht auf ein schönes Weiterleben als Lehrer, somit im egoistischen Drang auf den Stufen selbstherrlicher Erkenntnis, schreiten mutig vorwärts, bis sie stehen bleiben müssen, dort, wo ihr Auge den Glanz der Wahrheit nicht mehr verträgt (Nietzsche).
 

Vom Wegwerfen der Großen Mutter  Der Wandel in den Beziehungsmoralen schreitet immer weiter voran; und es besteht kein Zweifel daran, dass diese katastrophale Entwicklung maßgeblich von Frauen verursacht wird. Dennoch können sich die Frauen nicht zu einem konsequenten Handeln, Ihrer Globalen Ethik entgegen, durchringen; hauptsächlich wegen einer Trägheits-Natur (tamas) in den Frauen: die Angewohnheit, Probleme meditativ zu verdrängen, in Kirchen auszusitzen oder in die Zukunft zu verschieben; das entscheidendere Motiv findet sich in ihrer Gemütsbewegung (sattva): Idolatrie; in sich selbst verliebt, überlassen Frauen gerne interreligiösen Männern oder frommen Hirten die Führung, statt Cultural Creatives, den »vairagis« im Geist emotionaler Schöpferischkeit. So berauben sich Frauen der friedensschaffenden schöpferischen Grünkraft Ihres Gewissens, nämlich des einzigartigen Vorrechts Einer bewussten Zusammenarbeit mit dem Kosmos.
 

Verklärte Nacht (Schönberg)  'Eine Form wird auf schöpferische Weise vom Ganzen projiziert, dann beeinflusst sie das Ganze oder wird in es zurückgeworfen' (David Bohm). Die Seele bewirkt die Ereignisse unseres Lebens, gebiert 'Liebe, in die Gott selbst einwohnt'; fehlt die Seele, dann lässt jede Beziehung eine Frau auf Dauer unbefriedigt, nicht weil da nicht "gefeiert" würde, sondern weil das eigene Versprechen als unerfülltes sich darstellt. 'Es ist auch mir gewiss, dass wir in der Ordnung bleiben müssen, dass es den Austritt aus der Gesellschaft nicht gibt und wir uns aneinander prüfen müssen. Innerhalb der Grenzen aber haben wir den Blick gerichtet auf das Vollkommene, Unmögliche, Unerreichbare, sei es der Liebe, der Freiheit oder jeder reinen Größe. Im Widerspiel des Unmöglichen mit dem Möglichen erweitern wir unsere Möglichkeiten. Dass wir es erzeugen, dieses Spannungsverhältnis, an dem wir wachsen, darauf, meine ich, kommt es an; dass wir uns orientieren an einem Ziel, das freilich, wenn wir uns nähern, sich noch einmal entfernt.' (Ingeborg Bachmann, Rede anlässlich der Verleihung des Hörspielpreises der Kriegsblinden, Essays, Piper3 1985).
 

Frauen müssen zusammenkommen, dass etwas zu ändern ist – nicht aber gilt es Meinungen auszutauschen. Frauen werden 'geschlagen' (Sure 4,34) oder durch die eigenen psycho-physischen Begehren gedemütigt – nur wenn sie selbst zur Seele erwacht sind, können sie durchsetzen: „Verlange nichts von mir, was ich nicht freiwillig geben würde, nur mit der Begründung, das ist für deinen Job.“ Vor 'Wissen über Ethik' gilt es daher, physische Enttäuschung durch lichten Glauben, psychische Kränkung vermittels hingebungsvoller Geistigkeit und seelische Selbstwertschwäche in 'Dharma-Gemeinwesen' zu überwinden.
 

Das Begreifen des Wesens und der Erscheinung der 'Weiblichen Seite von Gott' beginnt mit Seelendienst: frei-Zeit brüderlichen Universellen Geistes transformiert in dem dialogischen Raum zur Sprache der Frauen, die den Stab der Führung und der Würde ergreifen.

Um zu schweigen, muss Dasein etwas zu sagen haben: das verschwiegene, angstbereite Sichentwerfen auf das eigenste Schuldigsein. Dann macht Verschwiegenheit offenbar und entzieht dem verständigen Gerede des Man das Wort. (Martin Heidegger, Sein und Zeit § 60)

Frauen werden durch das geistige Werk ihrer Männer erst welthaft, die Menschheit führend; sonst bleiben sie Engel: Warner vor Gefahren – Herrinnen der Verzweifelten.
 

Von Evas Scham wegen 'Durch Adams Fall ist ganz verderbt' (BWV 637)
'Stehen Frauen nicht in Kontakt mit denen ihnen eigenen Seelen-Bedürfnissen, tendieren sie dazu, bei sich oder anderen nach Fehlern zu suchen und ihre Aufmerksamkeit in ein System zu verlagern, in dem Wettbewerb, Rangordnungen und Dominanzdenken zählen' (Liv Larsson). Dann erblühen Scham und Schuldgefühl in des Predigers universellem Wort, das sie lehrt, dass sie 'schlecht' sind, dass sie etwas 'falsch' gemacht haben, dass sie sich eigentlich anders verhalten sollten. Doch statt zu versuchen, vor ihrem eigenem unliebsamen Gewissen zu flüchten, sollten Frauen den Psychoanalytischen Dialog aufsuchen, und auf den Pfad hören, der mit der Erfüllung ihrer Seelen-Bedürfnisse verbunden sind.
 

Die psychologische Regel besagt, dass eine innere Situation, die nicht bewusst gemacht wird, sich außen ereignet, als das Schicksal. Das heißt, bleibt das Individuum ungeteilt [d.h. nicht in psychē-Anā-Lyse] und wird sich seiner inneren Widersprüche nicht bewusst, muss die Welt den Konflikt [Sacré-Cœur und Moulin Rouge gegen Dynastie und Genussehe oder Scharî'a] gewaltsam ausarbeiten und wird in entgegengesetzte Hälften zerrissen. C.G. Jung, Archetypen und das kollektive Unbewusste, Collected Works IX, Princeton 1969, S.70f.
 

Psychoanalyse muss durch Anbetung und in mystischer Kontemplation befreien, um die magischen Bande der 'geheimen Verabredung' zu lösen: Streift denn nicht uns selber ein Hauch der Luft, die um die Früheren gewesen ist? Ist nicht in den Stimmen, denen wir unser Ohr schenken, ein Echo von nun verstummten? Haben die Frauen, die wir umwerben, nicht Schwestern, die sie nicht mehr gekannt haben? Ist dem so, dann besteht eine geheime Verabredung zwischen den gewesenen Geschlechtern und unserem. (Walter Benjamin, Über den Begriff)
 

'Brot wird des Mannes Herz erhalten, und der Herr' (Sohar, WaJechit 643; vgl. Sure 4:5-6)
Die Rolle der Frau erfüllt sich in Komplementarität zum Mann – nicht in Gleichheit! In Gemeinschaft gilt es daher für Frauen die vierfache Vielfalt der männlichen Seele zu entdecken: die in Gott berufene Seele [fragile x-Chromosom], die Kaufmänner, Krieger und Politiker, sowie die kulturschaffenden Genii. Es ist Aufgabe der Frauen, Hochzeit so zu feiern, dass die Schöpfungsordnung nachhaltiger Partnerschaft bewahrt bleibt; 'zudem müssen Männer bei ihrer Arbeit gut überlegen: 1. welche Ehre Gott davon erhalten soll; 2. welchen Nutzen es für den Nächsten hat; 3. welchen Gewinn es für ihre Seele haben wird; dann wird ihre Liebe den guten Erfolg im Weiblichen haben' (Birgitta von Schweden, Himmlische Offenbarungen, Buch II.25) – ansonsten bleibt der 'Rotkäppchen-Korb mit Wein und Kuchen' unverdaulich! / Grundlagen für die Alleinstehenden sind: 'Nicht von Brot allein lebt der Mensch, sondern von jeglichem Worte, das aus dem Munde Gottes geht. || Vor dem Herrn, deinem Gott, sollst du dich niederwerfen und ihm allein dienen. || Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht auf die Probe stellen.' (Lukas 4:1-11, Versuchung Christi).
 

'Weil gesagt werden muss, was schon morgen zu spät sein könnte' (Günter Grass, 2012)
Die zuvörderste Stufe im Prozess »Heilung der Erde« muss unsere klare Stellungnahme zu jenen Ismen (Protestantismus, Schiitismus, Hinduismus) sein, in denen sich Männer erlauben, unter dem Schleier von Gutmütigkeit, Versöhnlichkeit und Friedfertigkeit, sich jene 'Objektivität in interreligiöser spiritueller Egozentrik' anzutrainieren, die rechtfertigt sich seelisch grausam, spirituell mies (geistlich kriminell) gegenüber Frauen zu verhalten. D.h., erst die Übereinkunft der 'guten Männer' zur protestantischen und schiitischen Frage kann das organisatorische Zusammentun der willigen Frauen zu ihrem Dialog begründen.
 

Der Mond ist das Opfer für seine Erde, die Sonne ist sein Brennstoff für Ihre Sterne
Frau lieben berauscht ihr Frausein, in die mütterliche und die personale Welt; viel später – wenn selbstzentrierter Männer-Egoismus sich direkt gegen Frauen wendet – werden manche sich ihrer Ohnmacht und ihres Ausgeliefertseins bewusst. Nunmehr im Zwang Seele zu entfalten, um doch noch 'dem Bräutigam fürs Leben' entgegenzugehen, stehen sie als 'törichte Jungfrauen vor geschlossener Himmelstür'. Berufen als 'Warnerinnen vor kommenden Gefahren, Erweckerinnen aus dem Schlaf und Überbringerinnen von Gottes Botschaft' ist all ihr Gewissen mit verrosteter Scham hinan geblichen – fortan unerwählt.



Im Garten des Lichts der Frauen


Im Drang »Göttinnen der Liebe« zu sein, vergessen Frauen zumeist völlig, sich zuvor Gott als andersartig vorzustellen. Weiblichkeit kann allerdings nur die Phänomene der Bruderschaft – Das planetarische Bewusstsein der Cultural Creatives – schöpferisch und auf positive Weise umsetzen, wenn sich Frauen im Kollektiv, durch Geben von 'Dharma des Herrn', Einer durchgängigen Bewusstheit gewahr bleiben. Erst dann ist die komplementäre Nähe zur Großen Mutter und der Großen Göttin ohne Ressentiment.
 

An Sappho und die Mondin  Geschwisterlichkeit entfacht der Herr (1 Korinther 11:11) – 'breitet aus sich in der Brust der Zorn, sinnlos brüllt die Zunge dann: gib acht!' (Sappho). Haben Männer gelernt zu meditieren, können sie ihren Verstand – von der spirituellen Wahrheit angeregt – befehlen, sich 'in Gott' zu entrücken, in 'edlere Sphären'; 'und so gibt es eine strahlende, dienliche Art des Lebens, eine gewaltige Art des Daseins' (Buddha, Majjhima Nikaya, Brahmanimantanika). Die Bodhisattva aber tritt durch die Große Mutter ins Leben. Als die Sonne den Mond küsste, sprach Sie zu Ihm: „Ich liebe es Dich zu erschaffen – und also erschaffe Ich dich.“ Da erstrahlten die Sterne in Hohem Gesang: „Der Geliebte ist mein, und ich bin sein. Meinem Geliebten gehöre ich, und mir gehört der Geliebte.“
 

Yin und Yang  Wenn weise Frauen ihren Töchtern wieder Tugenden lehren, so vermag das keusche Wasser das lodernde Feuer wieder zu seinem Licht zu führen (Matthäus 26:6-13). Dann kann die Wahrheit [der spirituelle Lehrer] das Schwert [die universelle Frau] 'zur Pflugschar schmieden'. Dies Metall verleiht dem Holz seinen Ruhm; denn nur die unabhängige Tatkraft der Frau bringt den kulturellen Mann hervor. ['Die positive Macht eines Genius wird negativ, wenn sie mit einer Macht konfrontiert wird, die nicht nur dem Männlichen ähnlich ist, sondern noch in größerem Maße vorwärts strebt' (Hazrat Inayat Khan, in: Rasa Shastra).] Inspiration, das passive kulturelle Wirken verleiht sodann der Erde ihren Glanz ['in der Anwesenheit einer Kraft, die ihr ähnelt, die empfänglicher ist als sie selbst, hört die negative Kraft einer Frau auf zu sein, und wird positiv' (Hazrat Inayat Khan, Rasa Shastra)]. Zeugt die schöpferische Liebe des Mannes den Geist des Weiblichen zu dessen Rede, so taut die Erde zu ihrer Schwesterschaft hervor und die Hoffnung erwacht in den jüngsten Frauen nach Spiritualität zu streben, was die Kunst Religion wieder beleben lässt und das Männliche begnadet sich endlich zum heilenden Geist, der weibliche Bewegung zur Ruhe erweckt, sodass Hingabe auferstehen kann zur vollkommensten Vollendung.
 

Eine gewaltige Projektion in Frauen führt deren Männer zur egozentrischen Herrlichkeit. 'Man heilt den Besessenen, indem man ihn zum sittlichen Gemeinwesen erweckt und erzieht, nicht aber indem man seine Besessenheit auf Allah hinleitet. Wenn einer in der Verfassung der Besessenheit bleibt, was bedeutet es, dass er La-ilaha [„nicht den Namen der Göttin“] anruft, sondern Gott? – es bedeutet, dass er nunmehr lästert.' (Martin Buber). Wenn Frauen erkennen, dass jetzt in der Welt etwas zu ändern ist, wenn sie bereit sind, sich an diese Arbeit zu machen, so gilt es zusammenzukommen in Einer Sehnsucht zu »Anbetung und mystische Ekstase als die Felsfundamente nachhaltiger Seelenbeziehungen«.
 

Dialog über die göttliche Liebe  Ethik lässt sich nicht verstandesmäßig, mit Frömmigkeit oder auf spirituelle Weise begreifen. Sie kann nur gefühlsmäßig erfasst werden; an der Wirkung können 'die Menschen mit gutem Willen' sie in etwa erkennen: 'durch unseren seelischen Geist, den wir geben, erkennen Leute ihren Mangel' (Caterina Fiesca von Genua). Ethik setzt voraus, dass Menschen 'die Wahrheit über sich selbst' (Vergebung, Mitleid, Gerechtigkeit, Erbarmen) gefunden, ihren Charakter entwickelt haben; was wichtiger als 'die Wahrheit von Himmel und Hölle' ist. Sonst wird 'der Dialog' vergleichbar mit einer "Operation am offenen Herzen". Man kann sagen: 'Es ist Geist, der unsichtbar, mit Liebe zwischen Mann und Frau wirkt' – ohne dass "der zivilisierte Mensch" sich darin einmischt.
 

Mit der Großmütter göttlichem Wollen zu irdischem Genuss rechtfertigten wir unheiliges Verlangen; dies gewährt den Vätern ihren Drang zu 'laissez faire, laissez aller' (d.h. zu den Frauen gehen und sie gewähren lassen) als kriegstreibende Kraft und deshalb wird die Welt viel zu gefährlich, um darin zu leben, nicht wegen jenem 'Islamisten, die Dämonisches tun'. Einzig 'das Heilen der heilenden psychischen Strukturen der Weisen Frauen' (Markus 12:30-31) kann unserer Sehnsucht nach Abwesenheit von Kriegen auf Planet Erde Erfüllung bringen. Diese Strukturen beruhen auf den drei grundlegenden Faktoren: devotionales reines Gemüt (Buddhismus), Fatimas Vernunft (Sufismus) und Wille (Vedanta): das devotionale Herz kann sich über bedingte Wünsche erheben und im Geheimnis erotischer Mystik (L'Estasi di Santa Teresa) wiedererwacht intuitive Intelligenz zum »Symposium« der Weisheit Notre-Dames.
 

Women Global Ethics  Eine ethische Geisteshaltung der Frauen kann einer Menschheit ermöglichen, zu Einer Einzigen Familie zusammenzuwachsen. Dabei ist jedoch nutzlos, den Frieden der Welt diskutieren zu wollen: Frieden in sich selbst schaffen, ist in der jetzigen Zeit notwendig. Buddhismus, Reinheit der Seele, gibt dem Willen planetarische Kontrolle, Sufismus, die Verherrlichung Seines Namens (Waza'if), vervollständigt die Persönlichkeit in all ihren Aspekten; Vedanta (Sittlichkeit und Dialog) verleiht Balance; dies ist im Zeitalter der nuklearen Aufrüstungen einzige Alternative zur Selbstzerstörung.
 

In vielen Frauen herrscht ein, von Mutterleib eingeprägter Drang, vom materiellen Mann eingeflossener Zwang, mit Sex den Seelen ihr Handwerk zu legen, um das Ich der Weiblichkeit zur business-Frau zu machen {solche sind gewöhnlich jene, die Retreats nutzen, um die 'Kali-Persönlichkeit Allahs' zu entwickeln}; diesen etwa aus Heiligen Schriften vorzulesen oder mit ihnen über Ethik zu disputieren, obschon dies an sich nicht unangebracht und aus friedensschaffender Sicht nach erwünscht wäre, ist verlorene Mühe: es gibt in solchen Bewusstseinen niemanden, der planetarisches Gewissen verstehen könnte, und wollte. In den Worten Swedenborgs paraphrasiert: 'Der Herr will seine Anbetung in der Entrückung (ékstasis) der Psyche' – nicht um seiner selbst, sondern um des Selbstes der Seele willen, weil dadurch Feminität sich all jene irdische Lust, Spaß und Macht entfernt, die ihr Herz verschließt. Alle "Nächstenliebe" ohne diese Erfahrung ist nichts, und Nächstenliebe samt Glauben, ohne die Erziehung zum Sinn der Liebe, ebenfalls nichts.' Die Neuerung, die den Zustand der Welt verbessern kann, ist nicht die spirituelle, soziale, ökonomische oder pädagogische Reform, sondern die ethische Reform. Gelänge es den Frauen, auf geistigen Pfaden die Ausdehnung und Weite ihrer Herzen wiederzuerlangen – was Männern den Pfad zu gemeinschaftlichem Bewusstsein wiese – wären die Kriegsgesänge zum Abscheulichen all ihrer Qualen: „Männer, lasst uns die Frauen lieben zum Spaß! ja, aus Eitelkeit! und zum Spaß!“ (Mozart, Così fan tutte) ein für alle Mal verstummt.
 

Über die praktische Ausführung von Wettermessungen, um den Sinn anders zu verstehen
Dass Begehren manchen Menschen höchst erstrebenswert, anderen hingegen gleichgültig, wieder anderen gar verabscheuungswürdig erscheint, liegt nicht am Eros selbst, sondern an Strukturen des egotistischen Geistes, der den Begehren im Gemüte einen Wert zuweist. 'Es muss die höchste (spirituelle) Depression im Saugkanal bestehen bei dem niedrigsten (materiellen) Atmosphärendruck im Ausströmquerschnitt des Ausblaseschlotes' (in: Berg- und Hüttenmännische Zeitschrift, Glückauf, Nr. 34, 24. August 1907, 43. Jahrgang, S. 1095-1096).
 

Häuslichkeit, Frömmigkeit und Business statt Dialog  Frauen, die Seelenkraft in ihrer Persönlichkeit und Weiblichkeit in Intuitiver Erkenntnis missen, und deren Männer nicht von Spiritualität zum Humanen Dienst im Gemeinwesen gefunden haben, lassen nicht nur den Dingen der Zerstörung ihrer Lauf, sondern bremsen durch ihr Schweigen. So bewegt sich die Welt, bis über ihren Tod hinaus, weiter im Kreisen und im Schlachten.
 

Wo immer sich Frauen die Kontrolle über Fortpflanzung geben, dem Natur-Recht einer Freiheit zur Tötung anderer folgend, und Männer sich Gesetze schaffen zur Scheidung und Wiederheirat, und sie damit die Möglichkeit haben ihre eigene Lage zu verbessern, entscheiden sie sich für eigenes Wohl und ökonomische Sicherheit, anstatt der geistigen Kultur [Oikonomikos], dem Adel der Seele in der demokratischen Natur der Egos Raum zu geben. Es ist nicht schwer festzustellen, dass wenn Menschen durch den spirituellen Prozess ihre Kontrolle über Zeugung, Eros und Religion wiedergewinnen, Mütter im Einklang mit ihrer kosmischen Ursache zur Evolution ihres Lebensprinzips finden können.
 

Wie Archetypen in ihren Funktionen lehren  Die Große Göttin ist die Power-Frau, die vollendete Seelenkraft in ihre Persönlichkeit zu manifestieren weiß; das Tao-Geheimnis, wie Weiblichkeit aufsteigt zu Intuitiver Erkenntnis, lehrt Die Große Mutter; dessen Vision von Spiritualität die Kultur des Gemeinwesens empfunden hat, ist Der Bruder der Könige.
 

Gekreuzt auf ewig Gräber und Geburten  'Kreuzigung' entspricht der 'Tötung der Stiere' im keltischen Mythos: 'Eine königliche Macht muss immer wieder sterbend in die Erde eingehen, um sich zu erneuern; über ihr schwebt, wie in wirbelnder Ekstase, eine weibliche Gestalt mit gezücktem Schwert; der Opfertod zeigt weder Sieg noch Niederlage der weiblichen oder männlichen Vormacht auf; er eröffnet die kollektive Ebene männlich-weiblicher Neuorientierung.' (Ingeborg Clarus, Keltische Mythen). „Ich sterbe täglich“ (1 Korinther 15:21-34) hat seine Entsprechung im Wort Buddhas: „Das Todlose ist gefunden.“
 

Es gibt sehr intelligente spirituelle Frauen, die sich trotzdem feindselig gegenüber Ethik verhalten. Grund dafür ist, dass neben einem voll erwachten psychologischen Verstand durchaus ein verletztes Herz existieren kann, das, sei es in unterbewusster Idolatrie (bzw. konditioniertem Götzendienst), die Situation nicht nur blind betrachtet, sondern sogar die Vernunft mit all ihrer Leistungsfähigkeit in den Strom der Gefühle zieht. Die Frauennatur bemüht dann ihre ganze spirituelle Intelligenz, um die eigene Psyche in der unterbewussten Kränkung zu verstehen, sodass nicht Verstand die Psyche führt, sondern die Psyche den Verstand. Das Gemüt kann bei einigen Frauen so sehr durch äußere Einflüsse gestört sein, dass es 'Die Religion' verloren hat; andere leiden, wobei die Gründe im eigenen Inneren liegen, in der Art, die Dinge körperlich eigensinnig zu betrachten, aus einer Überempfindlichkeit von mangelndem Selbstwertgefühl oder vom spirituellen egoistischen Glauben.
 

Kriege und Terror auf Erden  Die Schreie der sterbenden und gequälten Frauen und Kinder – und das Schweigen dazu im Herzen der Männer; beides muss sofort aufhören: einzig durch Dialog wird Frieden möglich! Dieser Dialog muss jetzt von Eltern, von Mann und Frau geführt werden. Dazu ist das höchste und heilige Wissen, die Erkenntnis des menschlichen Geistes der Frauen maßgebend, dass es gilt, das Integrationsproblem gewisser interreligiös-spiritueller Männer in den Universel nicht länger zu ertragen oder zu verdrängen – Erotomanen, die sich spirituell 'eine Oberflächenschicht von reizenden Eigenschaften erworben haben, die naiven Frauengemütern menschliche Tiefe, Güte und andere Herrlichkeiten vortäuschen' (F. Brupbacher, Liebe, Geschlechtsbeziehungen und Geschlechtspolitik, 1930).
 

»Liebe« ermöglicht in Schöpfung auf Erden zusammenzuleben; doch Männer leben sexuelle Dekadenz und hinter wirtschaftlichen Interessen steht der Frauen unterbewusste Amoral: „man misst seinen Wert nach dem Urteil anderer Frauen und danach, wie ein Mann dem selbstlosen Frauenherz nützlich sein könnte“ – auf diese Weise entfremden wir uns vom humanen Leben und tragen zur Dekonstruktion von Frieden, Freiheit durch Schöpfung bei. Erst die Lyse von diesen unterbewussten Strukturen bringt der Menschheit ihre Heilung.

>> Inhaltsverzeichnis       >> Global Warning

   

français

english

español

italiano

   
   
 


We are looking for someone to translate this page of "essence  Alpha et Omega" from German into English
or any other language. If you are interested, kindly contact:  forum_women-global-ethics(at)liwest.at.

 

http://www.women-global-ethics.com


MILLENNIUM  MUSIC  POETRY
essence  Alpha et Omega

Inhaltsverzeichnis der einzelnen Kapitel:

Symphony Universel: sacred-music-festival
»significatio passiva«
Zhikr
Prolog
A. Das Buch der Gesänge
B.
Situation: Anamnesis und Anā-Lyse
C.
I. Von den Inneren Bildern
     II. Von der Herren-Vernunft
D.
Dieu sensible au Cœur
E.
Vulnerabilität der Seele und spirituelle Resilienz
F.
Die Antwort des Universums: 'Gottes Wundertaten'
G.
Fragen
H.
Appell an die Frauen
I.
Global Warning
J.
Der Religionskrieg
K.
Christentum und Ethics Conference
L.
Visionen
M.
I. Der schöpferische Ausdruck von Liebe
    
II. Das Geheiligte, die Verehrung der Weiblichen Seite Gottes
    
III. Die Heilkraft der Liebe
    
IV. Bedeutung der menschlichen Beziehung
    
V. Der Heilige Gral
    
VI. Der heilige Kontakt
N.
Erleuchtetes Herz – Unbefleckte Empfängnis
O.
Beziehungs-Situation auf Planet Erde
P.
Über heilende Hormone und vergiftende Stoffe
Q.
Global Ethics: Integral Ethics Unity in Multiplicity
    
Dialog
R. Women-Universel-Global-Ethics – Kosmopolitische Heilung
S. Healing – Awakening of Womanity
T. Interreligious Sciences of Sacred Art-Therapy
U. Ethics Conference and Dialogue
V. Transcultural Mentoring / Netzwerk-Design
W.
Mystik
X.
Gebete
Y.
L'Universel – Intertextual Human Experience
Z.
last words
Interreligious Sciences of Sacred Art-Therapy (ISSAT)
Omega
Responsorium Graduale
The Cosmic Mandala
Global Awareness – Cultural Ethics