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Inhaltsverzeichnis   essence  Alpha et Omega

 

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composer Tiagaraja Adil Christoph Allenstein, © 2019   
aus:  Millennium Music Poetry  DAS BUCH DER GESÄNGE  

 

 


V.  Transcultural Mentoring


„Als ich mich in schnellem Flug von den materiellen Körpern entfernte, gelangte ich zu dem reinen und glücklichen Geist. Mit dem Auge des Geistes erblickte ich geistige Wesen. In jeder Sphäre und jedem Stern sah ich einen Geist. Als ich mich aber noch höher erhob, leuchtete mir der Glanz des Erhabenen; als das Leuchten stärker wurde, verschwand die Individualität, nur Gott existierte noch, und es gab keine Spur mehr von mir. Ich behielt weder Intellekt noch Erinnerung noch Geist; Ich entdeckte, dass all meine Geheimnisse nur Schatten waren. Dann kam ich zurück zur Engelintelligenz und von diesen Intelligenzen zurück zum Geist, und so schließlich wieder zu Körpern, die mich riefen (aufforderten).“ Azar Kayván, The Dabestan-e Madaheb, School of Manners – Der Grals-Kelch des Kay Khusraw
 

Läutere dich für die priesterlichen Werke! (Gesänge des Rig-Veda, Neunter Liederkreis 59)
Für Frauen und Männer ist Opfer das Schwerste, denn dazu gehören stets die zwei Faktoren der Intelligenz und der Liebe – intelligentes Wissen und eine Liebe, die sich auf das erstreckt, was durch Opfer erlöst werden muss (Alice Bailey, Abhandlung über Kosmisches Feuer). 'Gott selbst ist Opfer', wenn es um humanistischen Dienst, das kulturelle Leben in Selbstvergessenheit geht; doch solange Männer sich mit Qualitäten von Frauen "beschäftigen", statt 'Brüder, Väter, Lehrer' (Bhagavadgita I.26) zu kritisieren, solange sind sie noch nicht bereit den Blick klar genug zu haben, um zu sehen, ob ihre eigene Lebensauffassung stimmt.
 

Farming auf dem Hof der Wintersonnenwende

Der Mensch, der voller frommer Dogmen ist, neigt dazu, diese für sich zu starr zu halten: man erwartet dann, dass göttliche Frauen und gottbewusste Männer sich entsprechend nach dem dogmatischen Standard seines „Guten“ sich verhalten sollten. Wenn dann etwas nicht zur eigenen besonderen Vorstellung von Frömmigkeit passt, ist man bereit verurteilend zu kritisieren. Daher wurde der Gedanke und das Leben Krishnas von Künstlern, Dichtern und Musikern verwendet, daraus entstand eine neue Religion: die Religion des Erkennens des Göttlichen im natürlichen menschlichen Leben. Frauen haben ihren besonderen Standard von Gut und Böse, Recht und Unrecht. Dieser Maßstab gestaltet sich aus dem, was sie selbst in ihrem Intimleben bisher erlebt haben, was sie im TV gesehen haben, oder über andere gehört, und was meist mit dem zusammenhängt, wie sie als Embryo im Mutterleib vom Glauben an eine bestimmte Religion beeinflusst wurden, und auch, wie stark sie sich mit dem Geborensein in eine bestimmte Nation oder Rasse identifizieren. Was aber wirklich als gut oder schlecht, richtig oder falsch bezeichnet werden kann, ist das, was ihren göttlichen Geist tröstet bzw. diesem großes Unbehagen bereitet, dabei liegt die Unterscheidung zwischen Gut und Böse im Herzen des göttlichen Weiblichen. Obwohl es derzeit so aussieht, als ob weibliche Hysterie das Fehlverhalten von Männern in der Welt verursacht, ist es in der Tat das neurotische Verhalten der Männer, welches ernste Erkrankungen in Frauen auslöst. Das richtige Handeln aber gibt der ganzen Menschheit Trost und jeder kann das für sich selbst beurteilen, denn in jedem Menschen ist die Emotion der Bewunderung der Schönheit angelegt. Das Glück der Menschheit liegt im Denken und Tun von dem, was sie für schön hält, eine solche Handlung wird zur Tugend oder Güte. Zu lernen, den Maßstab göttlicher Frauen anzunehmen, und aufhören zu wollen, die Welt am eigenen Standard „seines Guten“ anzugleichen, ist die wichtigste Lektion der Religion unserer Zeit.
 

„O anbetungswürdige Mutter Erde, Menschheit voll Barmherzigkeit und Liebe! Gruß Dir in Demut gebeugt. Dein ist unser Wesen, unser Wissen und unsere Seligkeit. Im Innern aller Wesen wohnst Du. Allgegenwärtig bist Du, allmächtig und allwissend. Gib Du uns ein verstehendes Herz, ein ausgeglichenes Gemüt, Vertrauen, Hingebung und Weisheit. Lass uns Dir dienen. Lass uns den Herrn erschauen in Seinen heilbringenden Namen und Gestalten, lass uns stets Seine Herrlichkeit singen. Und lass uns allezeit aller Menschen gedenken. Lass uns in der Menschheit bleiben allezeit, darum bitten Wir Dich. Amen.“ Sivananda, A Textbook of the Psychology & Practice of the Techniques to Spiritual Perfection
 

Grundlagen der Ethik  Wir sind so veranlagt, dass Wohlstand uns leicht den Charakter verderben kann. Als Folge davon fällt es uns immer schwerer, mit Problemen fertigzuwerden, wie sie jedem von uns gelegentlich begegnen. Welche Möglichkeiten stehen uns offen, wenn wir auf besondere Schwierigkeiten stoßen? Wir können uns von ihnen überwältigen lassen; das ist das eine Extrem. Dem anderen geben wir nach, wenn wir das Problem einfach ignorieren und stattdessen etwa einen Ausflug machen oder in Urlaub gehen. Die dritte Möglichkeit besteht darin, uns der Situation direkt zu stellen. Dazu gehört, dass wir sie untersuchen, sie analysieren, ihre Ursachen klären und herausfinden, wie wir am besten mit ihr umgehen. Obwohl diese dritte Möglichkeit uns kurzfristig noch zusätzliche Schmerzen bereiten kann, ist sie den beiden anderen Vorgehensweisen eindeutig vorzuziehen. Wenn wir ein Problem zu vermeiden oder zu verdrängen versuchen, indem wir es einfach ignorieren, zu Alkohol oder Drogen greifen oder gar ganz bestimmte Formen der Meditation oder des Gebets als Fluchtmittel benutzen, weil uns das eine kurzfristige Entspannung verspricht, dann bleibt das Problem trotzdem bestehen. Auf diese Weise drückt man sich einfach vor der Angelegenheit, aber man löst sie nicht. (Tenzin Gyatso, S. H. der XIV. Dalai Lama, Das Buch der Menschlichkeit, Eine neue Ethik für unsere Zeit, Bastei Lübbe 2000).
 

Körperlichkeit, Gefühl, Wahrnehmung, Gestaltungen, Bewusstsein, sie alle sind vergänglich; und was vergänglich ist, das ist leidvoll; und was leidvoll ist, das ist Nicht-Ich; was aber das Nicht-Ich ist, davon gilt: „Dies gehört mir nicht, das bin ich nicht, das ist nicht mein Selbst.“ So ist dies der Wirklichkeit gemäß mit rechter Weisheit zu verstehen. Diejenigen, die dies so mit rechter Weisheit verstehen, werden ihren Geist entsüchten und ohne Anhangen befreien von den Trieben. Das Unterbewusste [Spiegel der Seele] ist aufgrund der Befreiung gefestigt; aufgrund des Gefestigtseins ist es befriedigt; aufgrund des Befriedigtseins süchtet es nicht. Ohne Süchten gelangt man aus sich selber heraus zur Freiheit: ‚Versiegt ist Leid, vollendet Heiliger Wandel, getan das Werk, nichts Weiteres nach diesem hier‘ – dergestalt erkennen wir. (Pali Kanon, Samyutta Nikáya, III. Buch Khanda-vagga, 22. Khandha-Samyutta 45 'Vergänglichkeit')
 

Von der Projektion des Gottes Ideals bis zur Gegenübertragung Humanen Geistes
Bevor Frauen ihre spirituelle Natur als Heilerinnen Unserer Welt wirklich entwickeln können, müssen Wunden aus der Kindheit geheilt, sodass eine Frau ganz sie Selbst ist, mit einem klaren Sinn seelischer Identität und Selbstständigkeit. Hier steht die Frauenarbeit der Kulturell Kreativen am Anfang fortgesetztem Wachstum und Entwicklung. Alsdann kann 'Der Spiegel der einfachen weiblichen Seele' der überwältigend und potentiell zerstörerischen Persönlichkeit der Männer guidance geben. Vermittels der Projektion des Gottes Ideals wird der Geist der Liebe geboren; denn: 'Wer im Spiegel die Herrlichkeit des Herrn schaut, verwandelt sich in dieses Bild.' Kraft der Übertragung (verliebt) beginnt sodann Männlichkeit sich zu wandeln. Der Liebende ruft aus: „Ich möchte genau so sein, wie Du.“ Haben Männer durch den göttlichen Blick 'von Herrlichkeit zu Herrlichkeit' zur SINN-Berufung gefunden, setzt Gegenübertragung ein. 'Wo der Sinn prävaliert, da ergibt sich Ordnung' (C.G. Jung, Synchronizität 1952). In anderen Worten, Männer sind jetzt liebenswerte "Hausgenossen" geworden, schöpferische Engel, 'die Christus dienen' (Markus 1:13).
 

Shechinah – in der Bedeutung des Wesens der Frauen als die Kapazität ihrer Seele – meint die Offenbarung des Dharma (insbesondere das Wort 'Buddhas, des Geliebten Herrn') als Innere Stimme (insofern es für das kollektive Frauen-Selbst zur Befreiung von Leid offenbart worden ist), wobei diese Offenbarung hauptsächlich die Quelle jener Emotion einer 'Nächstenliebe-Seligkeit' ist, die das selbstverliebte Wünschen psychophysischen Weiblichkeits-Begehren in das Handeln als 'erleuchtete Seele' sublimiert. Das Licht der Erleuchtung aber, das sich als 'der Herr, der durch die Erscheinung der Frauen scheint' offenbart, manifestiert sich durch 'Verherrlichen Seines Namens' (Waza'if) [die Worte Muhammads, Männer auf deren individuellen Fasten-Reise in 'der Nachfolge Alis' gegeben], was eine Beziehung zur Welt – zum 'Licht, das allen spirituellen Welten immanent' – ist; und es ist dieses Licht, welches jene Shechinah genannt wird, in der Beziehungsethik wirksam wird.

 

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MILLENNIUM  MUSIC  POETRY
essence  Alpha et Omega

Inhaltsverzeichnis der einzelnen Kapitel:

Symphony Universel: sacred-music-festival
»significatio passiva«

Zhikr
Prolog
A. Das Buch der Gesänge
B.
Situation: Anamnesis und anā-Lyse
C.
I. Von den Inneren Bildern
     II. Von der Herren-Vernunft
D. Dieu sensible au Cœur
E.
Vulnerabilität der Seele und spirituelle Resilienz
F.
Die Antwort des Universums: 'Gottes Wundertaten'
G.
Fragen
H.
Appell an die Frauen
I.
Global Warning
   Zerstörung von Religion, Bildung und Kultur
J. Religionskriege
K.
Christentum und Ethics conference
L.
Wissen und Vision
M.
I. Der schöpferische Ausdruck von Liebe
    
II. Das Geheiligte, die Verehrung der Weiblichen Seite Gottes
    
III. Die Heilkraft der Liebe
    
IV. Bedeutung der menschlichen Beziehung
    
V. Der Heilige Gral
    
VI. Der heilige Kontakt
N.
Kulturelles Herz und Unbefleckte Empfängnis
O.
Beziehungs-Situation auf Planet Erde
P.
Über heilende Hormone und vergiftende Stoffe
Q.
Global Ethics: Integral Ethics Unity in Multiplicity
    
Dialog
R. Women-Universel-Global-Ethics  
S. Healing – Awakening of Womanity
T. Interreligious Sciences of Sacred Art-Therapy
U. Ethics Conference and Dialogue
V. Transcultural Mentoring
W.
Mystik
X.
Gebete und Gesänge
Y.
L'Universel – Intertextual Human Experience
Z.
last words
Interreligious Sciences of Sacred Art-Therapy (ISSAT)
Omega
responsorium graduale
The Cosmic Mandala
Vom Flügelschlag der Schmetterlinge