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composer Tiagaraja Adil Christoph Allenstein, © 2018   
aus:  Millennium Music Poetry  DAS BUCH DER GESÄNGE  

 


Y.  L'Universel – Intertextual Human Experience


Die Gesänge des Rigveda, Erster Liederkreis, Lieder des Madhucchandas I.95  'An Agni'
„Zwei ungleiche Kühe wandeln, einem schönen Ziele folgend; eine um die andere säugen sie ihr Kalb. Während es bei der einen goldgelb ist, seinem eigenen Triebe folgend, erscheint es bei der anderen hell in schönem Glanze. / Ihn, der ein scharfes Angesicht hat, bei den Menschen von selbst Ansehen genießt, Den strahlenden führen sie herum. Seine funkelnde Gestalt wurde beim Gottesdienst der Versammlungsort der Götter.“



Die Bhagavad-gita I.39-40  'Aufruhr und Zerfall der Gesellschaftsordnung' / Sapientia 5:17-23
„Wenn auch viele, deren Sinn von Habgier gehemmt, die Zerstörung der Familie nicht als ein Übel ansehen – warum sollen wir nicht die Weisheit besitzen, dass es gilt, uns von diesem Übel fernzuhalten? Denn wird die Familie zerstört, so geht die heilige Ordnung zugrunde; wenn die heilige Ordnung untergeht, überwältigt Gesetzlosigkeit die Nationen; nimmt Gesetzlosigkeit überhand, verdirbt das Gewissen der Frauen: unerwünschte Nachkommenschaft entsteht. So werden durch die Untaten der Zerstörer der Familie, die die Verwirrung der heiligen Ordnung zur Folge hat, die ewigen Gesetze der Menschheit und sittliche Grundlagen der Familie vernichtet: Krankheit, Chaos, Kriege, Seuchen entstehen.“



Die Yoga-Sutras des Patanjali, Zweites Kapitel, Verse 3-11  'Geistige und Spirituelle Praxis'
„Unwissenheit, Egoismus, Anziehung und Abneigung sowie Furcht vor dem Tod sind die Leiden, die Schmerz verursachen: Unwissenheit hält das Vergängliche, Unreine, das Leid, das Nicht-Selbst fälschlich für das Unvergängliche, Reine, Angenehme, das Selbst; Egoismus ist die Identifikation des Sehenden mit dem Instrument des Sehens; Anziehung ist das, was sich mit Vergnügen beschäftigt; Abneigung ist das, was Schmerz zu meiden sucht; Furcht vor dem Tod ist der fortgesetzte Wunsch zu leben, der sogar im Geist von Weisen verwurzelt ist. Leiden (der Frauen) kann durch Kontemplation in Gegenströmung aufgelöst, Zufügen von Leid muss durch (der Männer) stetige Meditation beseitigt werden.“



Rigveda X.90,1 / Brihadaranyaka-Upanishad [Weißer Yajurveda] III.8  'Der Unvergängliche'
„Wer weiß es in Wahrheit, woher geboren, woher ist diese Schöpfung; herwärts sind die Götter durch diese Sendung gelanget, wer aber weiß, woher er selber gekommen? Purusha ist dieses All, was ist, und auch was sein wird, auch über die Unsterblichkeit gebietend, da Er, was durch Speise ist, weit überragt. So bedeutend ist seine Größe, ja größer als dies ist noch Purusha, ein Viertel von ihm sind alle Welten, drei Viertel von ihm unsterblich im Himmel. / Auf des Unvergänglichen Geheiß stehen auseinandergehalten Sonne und Mond; und der Himmel und die Erde. Wahrlich: dieses Unvergängliche ist sehend nicht gesehen, und hörend nicht gehört, und verstehend nicht verstanden, und erkennend nicht erkannt.“



Die Mundaka-Upanishad 3.1.9  'Vom Ausmaß der Seele als das Planetarische Bewusstsein'
„Die erweckte Seele ist winzig klein und schwebt in fünf verschiedenen Luftarten (prana, apana, vyana, samana und udana) innerhalb des Herzens, dabei verbreitet sie ihren Einfluss über den gesamten Körper; sie kann nur durch vollkommene Intelligenz wahrgenommen werden. Wenn die Seele von der Verschmutzung durch die fünf verschiedenen Arten materieller Luft (Ego) gereinigt ist, entfaltet sich ihr geistiger und kultureller Einfluss.“



Die Katha-Upanishad 1.2.22-24  'Die allbarmherzige Persönlichkeit Gottes – feuergeboren'
„Wenn die heilbringende durchdringende Seele als der Beständige in Männern und als das Körperlose in den Frauen erkannt ist, leiden die Menschen nicht länger. Doch nicht durch Verstand und viele Schriftgelehrtheit wird die Seele erlangt: nur wen die Seele sich wählt, von dem wird sie begriffen; ihm macht die Seele offenbar ihr Wesen. Wer aber von schlechtem Lebenswandel nicht Abstand nimmt, sich nicht zuerst von seiner Bosheit abgewandt, und wessen Gemüt nicht ruht, der kann selbst durch Forschen seine Seele nicht erlangen.“



Das Mahabharata, Buch 'Vana Parva' (Das Buch des Waldes) Kapitel 260  'Über die Himmel'
„Die Region, die als Himmel bekannt ist, existiert über uns. Ungläubige und unwahrhafte Engel, jene, die keine sittliche Enthaltsamkeit üben und keine kulturelle Praxis ausführen, können nicht dahin gelangen. Nur Menschen mit tugendhafter Seele, gezügelten Gedanken und Kräften, beherrscht in ihren Sinnen und ohne jegliche Bosheit, erreichen den heiligen Garten der Himmlischen, diesen Raum der wohltätigen und heldenhaften Seelen. Es gibt dort keinen Hunger, keinen Durst, keine Mattigkeit oder Angst oder irgend etwas Abstoßendes oder Unglück Bringendes. Es gibt keine Sorge, Altersschwäche, Plage oder Reue.“



Páli Kanon, Majjhimá Nikáya 26 (3.6) 'Das Heilige Ziel'; Udāna VIII.1; A
guttara-Nikáya 8.53
„Buddha sprach: Siehe, das Todlose [Amata – die Motivation der Seele] ist gefunden! Es gibt einen Weg, der zur Läuterung hilft, zur Überwältigung des tiefen Schmerzes und des Jammers, zur Zerstörung des Leidens und der Trübsal, zur Gewinnung des Rechten, der Angst ein Ende setzend, Leidfreiheit verwirklichend; dieser Weg ist der Weg der Vier Verankerungen der Achtsamkeit. Und, ihr Mönche, es gibt ein Nicht-Gewordenes, Nicht-Geformtes und Nicht-Vergehendes; ohne dies Nicht-Gewordene, Nicht-Geformte, Nicht-Vergehende gäbe es keinen Ausweg aus all diesem.“ || Buddha setzte keine Nachfolger ein: „Fortan soll Die Lehre-Die Gemeinschaft-Die Frauen euer Meister sein“ war seine Weisung. [„Die Erde heiratete einen Königssohn, aber bis heute erleidet sie große Qualen wegen der von ihr geborenen Kinder. Gautama Buddha verließ seine Frau, in der Nacht, als sie den Nachfolger geboren hatte – ein Gleichnis, über das man nachdenken muss“ (Beinsa Douno).]



Páli Kanon, Anguttara Nikáya III,31  'Der Elterliche Gott' / Genesis 1:27 / Bhagavad-gita 14.3-4
„Gott, ihr Mönche, das ist eine Bezeichnung für Vater und Mutter; die ersten Lehrer, das ist eine Bezeichnung für Vater und Mutter; Anbetungswürdige, das ist eine Bezeichnung für Vater und Mutter. Viel tun die Eltern für ihre Kinder. Sie sind ihre Erzeuger, Ernährer und sie zeigen ihnen diese Welt. Mit «Gott» bezeichnet man die Eltern, «die ersten Lehrer» nennt man sie; sie, die Erbarmer des Geschlechts, sind der Ehrfurcht würdig. Es schenke ihnen darum Achtung der Weise und bediene sie mit Speise wie auch mit Getränken, mit Kleidung und mit Lagerstatt, und mit der Füße Waschung auch. Wegen dieses Dienstes, den man seinen Eltern tut, hat man hier der Weisen Lob und dort des Himmels Seligkeit.“

„Wer in seinem Hochmut den Schöpfer mit dem Verstand zu erkennen trachtet, der ist blind und töricht. Denn mit unserem Verstand können wir nicht begreifen, wie die Große Mutter geschaffen worden ist; bäten wir Gott, uns erkennen zu lassen, wie er sie erschuf, so würden wir in unserem Herzen die Antwort hören: Demütige dich, und du wirst nicht nur die Sonne, sondern auch ihren Schöpfer begreifen. Nur durch den Heiligen Geist kann die Lehre erkannt werden: Gott, ihr Mönche, ist Vater und Mutter.“ (Starez Siluan, Berg Athos)



Zend Avesta, Yasht 17,59 || 5,62  'Gottes Vereinigung mit der Seele' (Sure 2:67-71; Jesaja 54:1)
„Es erhob Die Gute Erhabene Segnung ihre Klage: Das ist mir die schlimmste Tat, die grausame Menschen verüben, wenn sie junge Frauen vom geistigen Pfad führen und als lange unverheiratet (der Welt) preisgeben. Was soll ich ihnen tun? Soll ich zum Himmel gehen? Soll ich mich zur Erde hinabwenden? Ahura Mazda {die Unzerstörbare; Höchster Gott} antwortete: Verweile hier! Komm und trete ein in meinen Himmlischen Palast (Sure 89:28-31). || Und es kam Ardvi Sura Anahita {die Makellose} von den Sternen dort herbei auf diese Erde und sprach zu Zarathustra: Du Frommer, dich machte der Herr zum Meister der körperlichen Welt; Mich aber machte der Herr zur Hüterin des ganzen guten Daseins.“ Schlussgesang: „O Gute Erhabene Segnung, wegen ihrer Pracht und ihres Glanzes will ich sie verehren; und denjenigen, von welchem unter den existierenden verehrungswürdigen Wesen der Weise Herr gemäß der Wahrheit weiß, dass für ihn in der Verehrung das Beste beruht; und die Seelenführer aller frommen Männer und frommen Frauen verehren wir.“



Das Zend-Avesta, Ardâ-Vîrâf, Hâdôkht Nask, 2,10-14  'Die Brücke zwischen Urbild und Abbild'
„In der dritten Nacht nach dem Tode, in welcher die Seele des Gerechten noch bei ihrem Leibe weilt, steigt von derselben unter den lieblichsten Düften ihr eigenes Gesetz auf, wie mit einem jungfräulichem Leibe, lichtglänzend, geflügelt, ein glänzender Keim, jungfräulich stark, rein wie das Reinste dieser Welt. Und die Seele des Gerechten spricht zu ihm: "Wer bist du?" Dann antwortet das schöne Gebilde der Unsterblichkeit: "Ich bin dein eigenes Gesetz, ich bin das, was du Reines gesucht hast, dein reiner Gedanke, dein reines Wort, dein reines Wirken, dein reines Gesetz von dir selbst, solange du im Leibe warst. Was du Gutes getan, bin ich jetzt, so herrlich, so heilig, so rein, über alle Furcht erhaben.“



„Welt ist in Nebel ertrunken, Erde im Tau verloren. Die Herren wollen die Welt ordnen und schmücken, aber es gelingt ihnen nicht. Es gibt keine Sonne oberhalb der Welt, keine Abend- und Morgenröte unterhalb der Welt, keinen Mond in der Höhe, keine Sterne am Himmel. Warum? – Man martert Jesum, den frommen Gott, rücklings in den Flammen, die Füße sind gefesselt, die fünf Finger ausgespannt. Er spricht: 'Wer bringt von meiner Marterung der Maria Kunde?' / Ein Fisch ist da auf der Pfanne, der schwimmt ins Meer und bringt die Kunde der Maria, sie auffordernd, auf die Erde herabzukommen. Maria aber glaubt der Nachricht nicht. Darauf werden zwei Boten abgesandt, ein halbgekochter Hahn kräht von der Stange aus die Botschaft der Maria, halbgekochter Ochse brüllt sie ihr vom Berge aus: sie bleibt ungläubig. Endlich berichtet ihr die schöne Weltallstochter, in welchem Zustand die Welt ist, und was auf der Erde geschieht. Da fährt Maria zur Erde herab und stellt die Ordnung wieder her.“ Lied der Setukesen, Monumenta Estoniae Antiquae



Buch Deuteronomium 5:22; 5:9-10; 6:4-9 || Exodus 20:5 || 1 Könige 8:12 || Chajei Sarah 214
„Diese Worte sprach Gott zur vollständigen Versammlung – mitten aus dem Feuer, aus Wolken und Dunkel, und unter lautem Donner: 'Du sollst dich nicht vor anderen Göttern niederwerfen und dich nicht verpflichten, ihnen zu dienen. Ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott: der die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern, an dritter und vierter Generation von denen, die mich hassen; bei denen aber, die mich lieben und auf meine Gebote achten, erweise ich Tausenden meine Huld.' || Es sprach der Herr: 'Du darfst dich nicht vor einem andern Gott niederwerfen. Jahwe trägt den Namen «der Eifersüchtige»; ein eifersüchtiger Gott ist er.' ||  Der Herr aber hat die Sonne an den Himmel gesetzt; er selbst wollte im Dunkel wohnen. || So wacht Die Große Mutter voll göttlichen Eifers über den Bund, dass Sie nicht mit einer Frau von anderen Nationen entweiht wird.“



Das Zweite Buch der Könige 2:19-25  'Die erste Wundertat Elischas' / vgl. Lukas 1:5-38
„Die Männer der Stadt sagten zu Elischa: Unser Herr sieht, dass man in dieser Stadt gut wohnen kann; nur das Wasser ist ungesund, in der Gegend gibt es viele Fehlgeburten. Elischa befahl: Bringt mir eine neue Schüssel, und schüttet Salz hinein! Man brachte sie ihm; er ging zur Wasserquelle, warf das Salz hinein und sprach: So spricht der Herr: Ich mache dies Wasser gesund. Es wird keinen Tod und keine Fehlgeburt mehr verursachen.“



Das Erste Buch der Könige 19:8-13  'Elija am Horeb: Elija kommt aus der Höhle'
„Gott bringt Elijahu zum Berg Sinai. Und er sprach: Gehe hin und stehe auf dem Berg vor Gott, und siehe!, Gott wird vorbeigehen. – Und ein starker Wind zerschmetterte Berge und erschütterte Felsen, aber Gott war nicht in dem Wind. Und nach dem Wind kam ein Erdbeben, doch Gott war nicht darin. Nach dem Erdbeben kam Feuer, aber Gott war nicht in dem Feuer. – Und nach dem Feuer kam eine leise Stimme. Und als Elijahu das hörte, verbarg er sein Gesicht in seinem Mantel, ging hinaus und stellte sich an den Eingang der Höhle, und siehe, eine Stimme sprach: Was tust du hier, Elijahu?“



Die Psalmen 25:15, 56:11, 56:14, 73:2, 119:105  'Dein Wort als Leuchte für meine Pfade'
„Meine Augen schauen stets auf den Herrn; denn er befreit meine Füße aus dem Netz.“



Psalm 68:2;10-12; 22; 27; 31-36  Ein Lied auf Gottes Sieg und Herrschaft [der Großen Mutter]
„Es erhebe sich Gott, auf dass seine Feinde zerstieben; die ihn hassen, fliehen vor seinem Angesicht. Du lässest Regen strömen in Fülle und erquickst dein verschmachtendes Erbland. Deine Geschöpfe finden dort Wohnung. Gott, in deiner Güte versorgst du den Armen. Der Herr entsendet sein Wort; groß ist der Siegesbotinnen Schar. Denn Gott zerschmettert das Haupt seiner Feinde, den Kopf des Frevlers, der in Sünde dahinlebt. Wehr ab das Untier im Schilf, die Rotte der Starken, wehr ab die Herrscher der Völker! Sie sind gierig nach Silber, tritt sie nieder; zerstreue die Völker, die Lust haben am Krieg. Ihr Königreiche der Erde, singt für Gott, singt und spielt für den Herrn, der dahinfährt über den Himmel, den uralten Himmel, der seine Stimme erhebt, seine machtvolle Stimme. Gott in seinem Heiligtum ist voll Majestät. Versammelt euch und preist Gott, den Herrn in der Gemeinde.“



Genesis 28:12-22  'Jakob schaut die Himmelsleiter' / Sura 2  Al-Baqara 'Die Kuh'  Vers 40-43
Jakob hatte einen Traum; eine Leiter war auf die Erde gestellt, die reichte mit der Spitze bis an den Himmel; auf ihr stiegen die Engel Gottes auf und nieder („es sind die heiligen Engel, die aufsteigen, andere steigen ab und erhalten keine Wiederbelebung“ WaJaze 72). Und Jakob stand früh am Morgen auf und nahm den Stein, den er unter seinen Kopf gelegt hatte, richtete ihn als Denksäule auf und goss Öl auf seine Spitze. Dann gab er diesem Ort den Namen Bethel {Haus des Gottes}. Früher hieß die Stadt Lus {loser / lust}. Jakob machte das Gelübde: Wenn Gott mit mir ist und mich behüten wird auf dem Weg, den ich reise, wenn er mir Brot zum Essen und Kleider zum Anziehen gibt, und wenn ich wohlbehalten heimkehre in das Haus meines Vaters und der der Herr sich mir als Gott erweist; dann soll dieser Stein, den ich als Steinmal aufgerichtet habe, ein Haus Gottes werden.“



Platon, Das Gastmahl [Συμπόσιον Sympósion] 206c-e  'Über das wahre Wesen des Eros'
Aus zwei wird eins, damit es etwas Drittes gibt
 „Alle Menschen, o Sokrates, tragen Zeugungsstoff in sich, den körperlichen sowie den geistigen; und wenn wir zu einem gewissen Alter gelangt sind, so strebt unsere Natur zu erzeugen. Im Hässlichen aber vermag sie nicht zu erzeugen; die Zeugung nämlich ist die Vereinigung des Mannes und seines Weibes. Es ist aber dies eine göttliche Sache und in dem sterblichen Lebenden etwas Unsterbliches, die Empfängnis und die Erzeugung. Und es kann dieser Akt nicht vor sich gehen, wo es an Einklang fehlt. Eine leitende und entbindende Göttin ist daher die Schönheit bei der Geburt. Wenn nämlich das, was den Zeugungsstoff in sich trägt, dem Schönen naht, wird es beruhigt und von Freude durchströmt und gebiert und erzeugt; wenn es sich aber dem Hässlichen naht, so zieht es sich finster und traurig in sich zusammen, wendet sich ab und schrumpft ein – und erzeugt nicht, sondern trägt mit Beschwerde seine Bürde weiter. Denn die Liebe geht gar nicht auf das Schöne, wie du meinst, sondern auf die Erzeugung und Ausgeburt im Schönen. / Das mag sein, sprach ich. / Ganz gewiss, sagte sie.“ Die Rede der Diotima



Das Testament des Salomo / siehe auch 'Weisheit Salomon: Das Hohelied' (Buch des Tanachs)
Die Weisheit Salomons  Nach Vollendung des Tempels regierte Salomo glücklich, und überall herrschte Frieden. Da ließ er sich durch Verliebtheit zu einer Frau, die er in seinem Harem aufnehmen wollte, verleiten, den Götzen Moloch (weltliche Persönlichkeit) und Raphan (spirituelles Ego) zu opfern und einen Tempel für diese zu bauen. Da wich Gottes Herrlichkeit ganz von ihm: „Gottes Geist ward mir entzogen; mein Geist ward verdunkelt; meine Reden glichen leeren Sprüchen; ich wurde ein Spott den Götzen und den Dämonen. O ihr, die ihr davon hütet, achtet auf das Ende und nicht auf den Anfang! Flehet und betet für die Letzten – nicht für die Ersten – auf dass sie endlich Gnade finden in alle Ewigkeiten!“


Ist Weiblichkeit nicht ganz in ihr Seelen-Wesen, Männlichkeit nicht vollständig in das göttliche Bewusstsein aufgestiegen, zieht Sexualität die zerebrospinalen Zentren der humanen Wahrnehmung in die niedrigeren Lebenszentren herab: sinnliches, sterbliches Bewusstsein {Kain} erschlägt das planetarische Bewusstsein {Abel} – aus Eifersucht (Buch Genesis 4:1-16).



Evangelium nach Matthäus 9:14-26  'Frage nach dem Fasten – Die Auferweckung der Tochter'
„Da kamen die Jünger des Johannes zu ihm und sagten: Warum fasten deine Jünger nicht, während wir und die Pharisäer fasten? Jesus antwortete ihnen: Können denn die Hochzeitsgäste trauern, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Es werden Tage kommen, da wird den Hochzeitsgästen der Bräutigam genommen sein – dann werden sie fasten. Niemand setzt ein Stück neuen Stoff auf ein altes Kleid; denn der neue Stoff reißt doch vom alten Kleid ab und es entsteht ein noch größerer Riss. Auch füllt man nicht neuen Wein in alte Schläuche.

Während Jesus so mit ihnen redete, kam ein Synagogenvorsteher, fiel vor ihm nieder und sagte: 'Meine Tochter ist eben gestorben; komm doch, dann wird sie wieder lebendig.' Als Jesus in das Haus des Synagogenvorstehers kam und die Flötenspieler und die Menge der klagenden Leute sah, sagte er: ‚Geht hinaus!‘ Dann trat er ein und fasste das Mädchen an der Hand; da stand es auf. Und die Kunde davon verbreitete sich in der ganzen Gegend.“



Sri Ramana Maharshi  'Das Herz liegt auf der rechten Seite'
„Die Gedanken müssen aufhören, der Verstand muss verschwinden, damit das ›humane Wir‹ sich erheben und empfunden werden kann. Keiner leugnet, dass das physische Organ links liegt. Aber das Herz, von dem ich spreche, ist nicht das physische und liegt rechts. Das geistige Empfinden ist der Hauptfaktor, nicht das gewinnträchtige psychologisch-spirituelle Verstehen. Resonanz zur nachhaltigen Partnerschaft geschieht daher nicht im Kopf, sondern in der rechten Seite der Brust; denn dort liegt das humane Herz.“



Das Thomas-Evangelium (NHC II,2) 114 / Das Philippus-Evangelium (NHC II,3) Spruch 68
„Das Königreich ist gleich einem Hirten, der hundert Schafe hatte. Eines, das das größte war, verirrte sich; er verließ die neunundneunzig und suchte das eine bis er es gefunden hatte. Danach, als er so viel Mühe gehabt hatte, sprach er zu dem Schaf: 'Ich liebe dich mehr als die neunundneunzig.' Jesus sprach: Wehe aber dem Fleisch, das von der Seele abhängig, wehe der Seele, die vom Fleisch abhängig ist. Da sagte Petrus: Maria soll aus unserer Mitte fortgehen. Jesus aber sprach: Seht, ich werde sie ziehen, um sie männlich zu machen, damit auch sie lebendiger Geist wird, vergleichbar mit euch Männern. Jede Frau, die sich männlich macht, wird in das Himmelreich gelangen.“ || Der Herr sagte: „Ich bin gekommen, um das Weibliche wie das Obere Männliche und das Männliche wie das Innere Weibliche zu machen, und bin gekommen, um sie an jenem Ort zu vereinigen.“



Das Markus-Evangelium 4:10-14; Buch Jesaja 6:8-10; Sure 17:43-46
|| Bhagavad-gita III.26;29
„Als er mit seinen Begleitern allein war, fragten sie ihn nach dem Sinn seiner Gleichnisse. Da sagte er: Euch ist das Geheimnis des Reiches Gottes anvertraut; denen aber, die draußen sind, wird alles in Gleichnissen gesagt; sehen sollen sie, aber nicht erkennen; hören sollen sie, aber nicht verstehen, – damit sie sich nicht bekehren und ihnen nicht vergeben wird.“ || „Niemand, der das Ganze erkannt hat, möge die Gemüter der Unwissenden, die am Werke hangen, verwirren und jene Unwissende, die nur einen Teil erkannt haben, irre machen.“



Wissenschaftliches Arbeiten als Gottesdienst (Edith Stein) 1 Korinther 11:8-10; Jakobus 2:17-20
„Die egoistische Frau stammt nicht vom Glauben an den selbstlosen Heiligen Mann – sondern die spirituelle Welt-Frau vom kulturell-geistigen Mann; auch wurden begehrende Männer nicht für biologische Frauen geschaffen: die wissenschaftlichen Frauen sind für den schöpferischen Geist der Männer – sie manifestieren die Humanität.“ Die spirituelle Fülle der Männer ermöglicht den heiligen Pfad der Frauen und der schöpferische Geist der Männer erhebt Weiblichkeit zum Glanz ihrer Persönlichkeit (siehe 'Dezimalwaage').


„Der Stammbaum von Buddha Shakyamuni geht auf einen Mann zurück, der »Sonnenfreund« hieß, da die Samenflüssigkeit seines Vaters, die auf ein Blatt gefallen war, von der Wärme der Sonne ernährt wurde – bis schließlich zwei Kinder daraus entstanden.“ S.H. Dalai Lama Tenzin Gyatso, Das Buch vom Leben und Sterben – Der Weg zum sinnvollen Leben.



Bhagavad-Gita 9.25; 18.66-67 {Matthäus 13:1-23} 1 Korinther 10:21; 12:30-14:5  'Die Frage der Identität'
„Krishna sprach: Ich selbst bin es, der sich aller Opfer erfreut, und bin der Herr aller Opfer. Aber sie erkennen Mich nicht wahrheitsgemäß und fallen darum zurück in den Zyklus von Geburt und Tod. || Die den Halbgöttern opfern (und in Männern Gottes Personhaftigkeit als wesentlichsten Gegenstand sehen), gehen hin zu den Halbgöttern {„die Saat fällt auf felsigen Boden, und versengt und verdorrt, weil sie keine Wurzeln hat“}. || Zu den Ahnen gehen jene, die das Kapital idolisieren {ihre Frauen gleichen Tigerinnen, leicht aufgebracht, schwer zu besänftigen: „Dornen wachsen und erstickten die Saat“}. || Zu den Geistern gehen jene, die die Geister verehren {„Vögel fressen die Saat, die ins Herz gesät wurde“}. || Die Mich verehren, kommen zu Mir: 'Gründe deinen Geist in mir, nimm deine Zuflucht zu mir!' || Nie sollst du hierüber zu jemandem sprechen, der nicht Askese übt; nie zu jemand, der nicht verehrt; nie zu dem, der nicht dient; gewiss nicht zu denen, die Mich verachten und Meiner spotten“ {Lohengrin: 'Nie sollst du mich befragen'}. [Viele Frauen erfreuen sich der Macht ihrer raffinierten Weiblichkeit, mit unterbewussten psychischen Strategien, und werden niemals 'Frau als Seele'. Und nur die allerwenigsten Männer entwerden ihre Herrschsucht in jenen Humanzustand, in dem sie als 'Heiler des Gemeinwesens', im heilbringenden Wirken der Frauen, ihre göttliche Kunst vollenden.]



Der Heilige Qur-ân, Sure 24:35  'Die Schatzkammer der Möglichkeiten'  Sure 15:21-31
„Gott ist das Licht der Himmel und der Erde. Licht über ein Licht.“ – 'Das Objekt der Vision, der Wirkliche, ist Licht, und das, wodurch der Wahrnehmende Ihn wahrnimmt, ist ebenfalls Licht. So wird Licht von Licht umschlossen. Es ist, als kehrte Licht zu der Wurzel zurück, aus der es sich manifestiert hat. Solange ich aber nicht selbst Licht bin, kann ich nichts von dieser Erkenntnis wahrnehmen.' (Ibn 'Arabi) || „Es gibt kein Ding dessen Schatzkammer sich nicht bei Uns befände.“ 'Aber ich darf dir den Schlüssel zur göttlichen Schatzkammer nicht geben, du musst ihn selbst finden.' (Abd el Jabbar Niffari)



Der Heilige Qur-ân, Sure 91,1-10  'Die Sonne (al-Shams) und die Läuterung der Seele'; Jesaja 43:5-7
„Bei der Sonne und ihrem Glanz, und dem Mond, wenn er ihr folgt, und dem Tag, wenn er sie enthüllt, und der Nacht, wenn sie sich bedeckt, und dem Himmel und dem Erbauer, und der Erde und dem, was sie ausbreitet, und der Seele und ihrer Vollendung – Er gewährt ihr den Sinn, was für sie unrecht und was für sie recht ist. Und dem wird es wohl ergehen, der seine Seele läutert; und wer sie in Verderbnis hinabsinken lässt, der wird zuschanden.“ 'Die Seele des Menschen vereinigt in sich all die Vorzüge, und während die verschiedenen Dinge der Schöpfung einzeln dienen, dient ihr der vollkommene Mensch als Ganzes. Wer seine Seele auf diese Weise lauter werden lässt, das heißt, wer in vollkommener Hingabe zu Gott sich in den Dienst der Menschheit stellt – wie Sonne, Mond, Erde –, der ist erlöst.'



Der Universel als Kultureller Organismus  Kulturelles Gemeinwesen ist, das Herz der Großen Mutter in uns schlagen zu hören, auf dass wir besser verstehen, welche Rolle wir im Leben zu spielen haben. Andernfalls isolieren wir uns in unserem spirituellen Ego in der Vorstellung, die wir uns von uns und unserer Persönlichkeit machen, die aber weder unsere transzendentale Wirklichkeit ist, noch das, was man als "samsarisch" bezeichnen könnte, nicht einmal in der horizontalen Richtung. Deshalb sind wir so armselig, so elend: unser Leben ist schwer, weil wir über unsere Vorstellungen von uns selbst nicht hinausgelangt sind, und es uns an echter Freundschaft fehlt. Wir ersticken im Lebenskampf und blicken verzweifelt umher, als wäre die Welt vermauert, ein Opfer unseres Nichtwissens.



Jene, die eine Neue Welt aufbauen, stehen im Bann Bohémiens zu sein  
Wenn immer The Cultural Creatives in Erscheinung treten, sprechen die führenden Köpfe der Gesellschaft, fromme Eiferer und solche, die paternaler spiritueller Institution verhaftet sind, schlecht über sie; letztere sollten jedoch angeredet werden mit: „Euresgleichen gibt es nicht auf der Erde, so untadelig und rechtschaffen; ihr fürchtet Gott und meidet das Böse“ Hiob 2:3. Männer, die nicht bereuen – wie könnte man sagen, dass sie nicht 'auf Gottes Weg' sind?





Weibliche Schöpfungskraft – Mut zu Wandel und Erneuerung


Dorje Thegpa (Vajrayana), Kalachakra Chandamaharosana
Tantram || Epheserbrief 5:22-30
„Women are Heaven; Women are Dharma; Women are Buddha (the apprenticeships of the apprenticeship); Women are Sangha (community); Women are Perfection of Wisdom.“



Zweier Buch (Duka-Nipata) 24; Einer Buch (Eka-Nipata) 174  Pali-Kanon, Anguttara Nikaya
„Gehe nicht nach Hörensagen, nicht nach Gepflogenheit, nicht nach Auffassungen von Gelehrten oder Alten Schriften, nicht nach Vernunftgründen oder logischen Schlüssen, nicht nach erdachten Theorien, Ideen, bevorzugten Meinungen, nicht nach dem Eindruck persönlicher Vorzüge oder nach der Machtstellung spiritueller Meister! Wenn du selber erkennst, diese Dinge sind: unheilsam, verwerflich, werden von Verständigen getadelt, wenn ausgeführt und unternommen, führen sie zu Unheil und Leiden – dann gibt sie auf.“



Patanjali Yoga-Sutra I.42  Wahrnehmung der Situation – Befreiung von Meinung und Urteilen
„Savitarka-Samadhi wird jener Zustand genannt, in dem der Intellekt zwischen emotionaler Intelligenz, d.h. den auf gehörten Worten Heiliger Schrift beruhenden Imaginationen, und geoffenbartem Wissen verwandelter Intuition {delta-Wellen}, und Kenntnissen anderer, die auf Sinneswahrnehmung und Innerer Stimme {alpha-Wellen} gegründet sind, abwechselt.“



Hildegard von Bingen, Das Buch der Lebensverdienste (Vitae Meritorum) 'Der Gehorsam antwortet'
„Eine vierte Erscheinung sah ich, die den Kopf einer Schlange hatte und eine gefiederte Brust gleich einer Möwe, während Beine und Füße wie die einer Viper waren. Rücken und Schwanz wie auch der restliche Körper glichen einem Krebs. Die Gestalt bewegte sich Hals über Kopf hierhin und dorthin, als würde sie von einem Sturmwind geschaukelt.“



Abwesenheit des Savitarka-Samadhi-Lichts hindert viele Frauen daran, eine Menschheit, die in Not ist, wahrzunehmen und zu erkennen. Dialog fällt solchen Frauen schwer, die in mangelndem Selbstwertgefühl sich selbst nicht geliebt fühlen und sich nach Tao-, oder Tantraliebe sehnen. || Einer Legende zufolge entstand die Wegwarte (Cichorium intybus) als einmal Jesus, noch vor seiner Wirkungszeit und sehr arm, an einem Haus vorüberkam, der Bedürftige aber von einem Mägdlein schnöde abgewiesen wurde, da diese lieber nach anderen Männern Ausschau hielt; als diese dann kamen, fanden sie statt ihrer nur eine hartstengelige Blume (mythologisches Lexikon). Nach anderer Vorstellung sind alle Wegwarten verwunschene Seelen: die seltenen weißen Blüten entsprechen Engeln, die Männern auf dem initiatischen Pfad spirituelle guidance erteilen; die blauen Blüten sind "Armesünderblumen", die nicht die Welt über die Seele wahrnehmen, sondern über karmische Tochter-Mutter-Beziehung {Geld}, psychische Frau-Mann-Relation {Sex, Genuss} oder spirituelle Mutter-Sohn-Bindung {politische Macht}. || In ihrem Herzen große Leere fühlend, Leere, die danach strebt ausgefüllt zu werden, stellen diese Frauen Bedingungen an ihre Liebe und fordern Dankbarkeit für ihre Fürsorge – erhalten sie Dankbarkeit nicht im erhofften Umfang, neigen sie dazu, depressiv zu sein oder die Märtyrerin zu spielen (Kräuterlexikon, Eva Marbach, Heilkräuter.de), statt 'Gottes barmherziger Liebe' geht es dann um Machtkampf {Paternalismus}, Nationalismus {Bürgerkrieg} und Spaßgesellschaft {Missbrauch, Armut}.



Vom Himmelreich – 'Gott als Bäckerin'  Lukas 13:20-21; 13:29-30
|| Buch Jesaja 43:18-21
„Mit dem Himmelreich ist es wie mit dem Sauerteig, den eine Frau unter einen großen Trog Mehl mischte, bis das Ganze durchsäuert war. Dann wird man von Osten und Westen und von Norden und Süden kommen und im Reiche Gottes zu Tisch sitzen. Und dann werden manche von den Letzten die Ersten sein und manche von den Ersten die Letzten.“



Die Botschaft der Großen Göttin {Sun: der Wind, Himmelsrichtung Südosten} ist Flexibilität und Kommunikation; die der Großen Mutter {el Li sa bet: das Feuer im Süden} ist Weisheit-Vision-Intelligenz; die der Mütter {Manat, im Südwesten} ist spirituelle Hingabe in tiefenanalytischem Umsorgen (dialogische Hauskirche); die der jüngsten Tochter (Dui: der See, Sumpf) ist geistliche Freude: Lehren in leidenschaftlichster Imagination (Johannes 20:18).

 

 

 

Häuser liegen nieder, Mauern fallen, Heiligtümer gehen unter, die Gesetze werden mit Füßen getreten; die Mutter aller Kirchen steht ohne Dach dem Winde und Regen offen, eheliche Wohnungen wanken; was eben noch 'Tempel der Frau' war, ist ein gestaltloser Trümmerhaufen, selbst steinerne Herzen zum Mitleid rührend. (Francesco Petrarca).
 

  


Folgen von Wegwerfbeziehung und Produktions- und Konsumbeziehungen Fehlt es den Frauen am Geist ihrer Männer, fehlt es am Geist, um Geist überhaupt zu erkennen. Ohne ihre erweckte Seele bleiben Frauen absolut obrigkeitshörig, eines planetarischen Denkens entwöhnt, typische Befehlsempfänger, militärische Heldinnen vor dem Feind, aber in totalem Mangel an Zivilcourage – daran ändern auch spirituelle Übungen nichts.


Die Sonne gibt dem Mond ihr Licht; von Planetarischem Geist erhält 'Die Frau mit Buddha-Attributen' ihre Stabilität. Weil aber spatzenartige Seelen sich mit Domspatzen zufrieden geben, müssen Frauen mit Attributen eines Tigers ihre Möglichkeiten unter Tigern suchen. Geht aber die Zweckbestimmung des Schöpferischen Geistes aus dem Blick verloren, kann Geschlechterbeziehung zur sündhaftesten von allen werden; aus umdunkeltem Unterbewusstsein, einer alles einhüllenden Blindheit des Glaubens nebst nebelhaftem Verstande erhebt sich dann Verlangen, das durch das Höllenfeuer und die Qual psychischer Leidenschaft geht. Wird die himmlische Frau von der äußeren Frau durch Missachtung vernichtet, ist dies Europas Niedergang, individuell und kollektiv.


Der Schrei der Erde 
Protestantische Spiritualität – der Tanz um das Goldene Kalb – bestärkt nur den endlosen Krieg der Reichen gegen den Terror der Armen. Sonne und Mond, den Blitz und die Sterne in kosmischer Dimension zu sehen, dazu bedarf es einer Erweckung, die evolvierter ist als ein jeder Pantheismus islamisierter Göttinnen. FRAU ist eine Zusammenstoßung von Frauen, die sich um herrische Männer bewegen: ‚Die Oberfläche der Erde ist in sieben gewaltige Teile zerbrochen und unreines Wasser sickert in die immer breiter werdenden Spalten. Kontinente driften auseinander. Ein unglaublicher Prozess – unglaublich kalt.' (Thomas Reiter, BBC-Film, Expedition Erde: Vulkane, Urkräfte unseres Planeten). 'Der Herr ist der Same' (Bhagavad-gita 9,18; Lukas 8:11-15) – die inneren Motive eines Menschen sind Same und damit Wurzel der Aktivitäten seines Partners. Mag die Handlung 'making love' dieselbe sein, die Motive können bei jedem Menschen anders sein. Seit 'Adam und Eva' wissen wir: entspringt Liebe den reinen Seelen, sind daraus entstehenden Ergebnisse heilsam und gut; übertreten die Menschen aber 'das unverrückliche Verbot', entstehen 'Lüge, Übel und Unglück'. Wie Männer durch unerleuchtete body-heart-Motive ihrer Frauen verstrickt werden – 'ein Same, der nur eine Sekunde lang im Feuer gewesen ist, wird keine Blätter treiben, auch nicht, wenn er in fruchtbaren Boden gesät wird' (Sadhana, Sivananda) –, so können Frauen fruchtlos im Eigeninteresse des Mannes erliegen; bewahrheitet sich Hölderlins Spruch: „Ethik ist für sterbliche Frauen wie für unsterbliche Männer unmöglich zu erkennen.“?
 

 

 

Kulturschaffende Vision – Von lebendiger Menschlichkeit


Die Morgenröte des Dritten Millenniums kündigt eine Spiritualität der Zukunft an, die frei ist von Dogmen. Sie kündet vom Erwachen der Menschheit zur Göttlichkeit des Menschen. Die Notwendigkeit ihre Vision zu erfüllen wird immer dringlicher, da die Völker Eine Humane Spiritualität der Zukunft erwarten. Ein unmittelbares Erwachen der Menschheit im Gottesbewusstsein ist unrealistisch, weil dies in unserer dekadenten Welt nicht möglich ist. So wird die Anstrengung von einigen wenigen Engeln unternommen werden, um 'die Botschaft' in die Welt zu tragen, was Grenzen überschreitet.

Spiritualität und Geistigkeit sind wahrere und tiefere Gründe für Heirat als bloße sexuelle psychische Harmonie. Die vollkommene Beziehung zwischen den Geschlechtern. Obwohl jede der Religionen auf einem anderen Glaubenssystem basiert, verkünden sie eines übereinstimmend: „Der Platz einer Frau ist neben ihrem Mann.“ Die Botschaft in unserer Zeit können aber nicht Frauenvisionen sein, denen Männer gläubig folgen: das Erwachen der Menschheit muss aus einer gegenseitigen Beeinflussung männlichen und weiblichen Denkens und Sprechens hervorgehen! Anders gesagt, die Möglichkeit schiitisch-vedantischer Männer, Krishna – den Genius mit transkultureller Kapazität – zum Friedensbringer auszurufen, hängt zur Hälfte von dem ganzen und reinen Willen jiddisch-katholisch-buddhistischer Frauen ab, ihrerseits Rukmini in der Gesellschaft das eheliche Zusammenleben – hinter dem Rücken von Srimati Radhika – zu ermöglichen.
 

Von der Entschleierung des Geheimen in den Herzen  In den Geschlechtern sind zwei komplementäre Naturen verborgen: der Frauen schöpferische Naturen in dem spirituell-höheren Sein und geistig-keuschem Wesen ihrer Männer; und der Männer selbstherrliche Persönlichkeit von einer materiell-sexuellen Wesensnatur in den Frauen. In der einen Art nähern sich Männer ehrerbietig Bodhisattvas und der Großen Mutter, auf andere Weise leben sie nur mit materiellen Frauen in der Welt. Von beiden Naturen finden sich in den Menschen Zeichen: von der materiell-sexuellen Art bringen Männer Lüge, Grausamkeit und Ungerechtigkeit zum Ausdruck, während mit den Attributen ihrer geistig-kulturellen Männer Frauen Liebe, Erbarmen, Güte, Wahrheit und Gerechtigkeit offenbaren. Ein jeder edle Zug in Frauen gehört zu dem 'von Gott herabsteigenden' Einig-Wesen, eines geistig-kulturellen Wirkens der Männer; wogegen grobe Unzulänglichkeiten, die Sünde böser Tat, von 'Evas Erbe', der Frauen individuellen materiell-sexuellen Natur stammt. Überwiegt bei den Geschlechtern das Wesen des zukunftsorientierten planetarischen Wirkens gegenüber den konditionierten Persönlichkeiten in profitorientierten materiellen Bewusstsein, so haben wir Bodhisattvas – Heilige, welche die Menschheit zur höheren Evolution führen. Es gehörte zum Merkmal von Patriarchats-Mentalität die Rolle zu ignorieren, die schöpferische Frauen spielen. Dadurch dass beide Geschlechter, Mann und Ehefrau, und Mann und Frau als Partnerin, komplementär am selben Projekt arbeiten, wird sich diese Situation jedoch in Zukunft verändern. 'Learning by Teaching' kann z. B. bewirken, dass Zusammenarbeit von Frauen & Männern an verschiedenen Orten gleichzeitig geschieht, während sich Planetarische Schöpferischkeit, Herzenssympathien und Erbarmen gegenseitig verstärken.
 

Sobald das Geistige Feuer in Männern erscheint, dann sehen Frauen Dinge wirklich anders; es sind die Kulturell Kreativen, die Frauen aus einem "Hausdrachen-Dasein" erlösen können; gleichwie 'Die Göttliche Mutter' (hl. Geist, weiblich, Plural) jene Männer in ihre Würde befreit. 'Seelen-Feuer' blitzt auf, wenn der Frauen 'Fels der Heiligkeit' gegen der Männer 'Stein der Weisen' schlägt, denn 'Gischt der Bequemlichkeit' taucht Männer nur tiefer in ihr Ego ein, 'Schlag im Schlafgemach, Fasten und Gebet' (Markus 9:29) erbaut die Brücke zum Herzen; je tiefer diese Erfahrung berührt, desto größer ist das gemeinsame Werk: 'Kulturelles Gemeinwesen'. 'Bis nicht in des Elends Wüsten Der Verliebte wandert, Kann er in der Seele Innerstes, Heiligstes, nicht dringen; Gib die köstlichen Juwelen Nur den Eingeweihten' (Hafis). Solange Männer ihre Frauen nicht von kollektiven Konditionierungen befreien, wird Weiblichkeit weiterhin den Frauen Leid, und den Männern sinnliche Bequemlichkeit statt Retraite-Schmerz, bereiten.

 

 

 

Sie wollen Felder haben und reißen sie an sich,
sie wollen Häuser haben und bringen sie in ihren Besitz.
Sie wenden Gewalt an gegen den Mann und sein Haus,
gegen den Besitzer und sein Eigentum. Buch Micha
2:2

 

Du sollst nicht merken


Frauen haben in fehlerhaftem Frausein (pitta-, kapha-, vata-dosha) gelernt, die Widersprüchlichkeit in der Moral, die hinter all ihrem Meditieren und Beten steckt, zu übersehen. Hinter 'getünchter Oberfläche' (Matthäus 23:27) steht ein klar ausgeprägtes Bild von kränkbaren, empfindlichen, erzieherischen, autoritären Vätern, sowie wütend abziehenden Müttern und trotzigen Töchtern. Vielleicht sind katholische Frauen mit ihren spirituellen Ehemännern in der Lage, das Idealbild der Großen Mutter und Großen Göttin, als jene kulturelle Güte und Allmacht wieder zu erschaffen, die im Gegensatz zur Realität eines schiitischen 'Allah & Söhne' steht.
 

Der "Herr Gott" spirituellen Islams ist wie manche Väter: unsicher, autoritär, machthungrig, rachsüchtig, egozentrisch. Wenn Gott wirklich Liebe ist, müsste es Männern gelingen, Seelenzeit zu schenken, ohne dafür einen Preis zu erwarten, und weder die Gewalt von Genussehen oder Konkubinat im Namen dieser Liebe anzuwenden, noch von den Frauen gar Unmögliches, wie Sohnnachfolge, zu verlangen. Es ist unwahrscheinlich, dass eine friedliche Frauengemeinschaft künftig einen Herrgott anbetet, der Züge protestantischer oder schiitischer Herren trägt.
 

Sollte man sich denn wundern, dass Frauen lieber die Hölle der Blindheit, der Entfremdung, des Missbrauchtwerdens, der Täuschung, der Unterwerfung und des Selbstverlustes auf sich nehmen, um ja nicht ihren pitta-kapha-vata-Ort zu verlieren, der sich „Frauen-Paradies“ nennt und dessen Geborgenheit sie mit ständigem Stress und geistiger Armut bezahlen müssen?
 

Wer sind die eigentlich, die eifrig dafür sorgen, dass solch schädigende moralische Standards im Gemeinwesen eingehalten werden, und Andersdenkende verfolgen, ans Kreuz schlagen – wenn nicht Mütter, mit der Idee 'richtig getaufter Kommunionskinder'? Junge Menschen, die ihren seelischen Tod schon in ihrer Kindheit zu akzeptieren haben – dazu müssen lebendige Seelen umgebracht werden, damit sie ihre Mütter nicht an deren eigene Seelenleere erinnern.
 

Die Tragik der hinnehmenden und alles verzeihenden Frauen
Es wäre für Frauen viel leichter, sich von dem quälenden Druck des Geheimnisses zu befreien, ohne krank werden zu müssen, wenn die Missbrauchenden nicht zugleich die geliebten und oft Mitleid erregenden Väter und Söhne wären. Doch Mütter fahren fort, alles von ihnen Erwartete zu erfüllen und die Geheimnisse (Affairen/Wiederheirat/Konkubinat/Paternalismus) zu hüten; meist versuchen sie dabei 'normal' und 'ruhig' zu wirken und alles zu verzeihen, wobei ihnen das wahre Selbst, die Ganzheit ihrer Gefühle, unter denen auch Emotionen von Wut, Empörung, Ekel, Scham, Rachsucht enthalten sind, abgetötet bleibt. Da der Seelenmord nicht vollständig gelingen kann, bleiben die abgespaltenen Gefühle im Unbewussten und werden spätestens im Alter als "psychosomatische Krankheiten" (Alzheimer, Bypass, Brustkrebs, Gehirntumor) aktiv.
 

Männern gelingt es mit intellektuellem Charme, weibliche Herzen zu betrügen, die Gefühle der Frauen zu manipulieren, ihre Wahrnehmung zu verwirren und ihre Körper mit Medikamenten und Operationen zu belügen. Aber der Kosmos präsentiert Müttern und ihren Töchtern doch seine Rechnung. Das seelische Gewissen ist unbestechlich – wie ein noch nicht gestörtes Kind, das sich auf keine Ausreden und Kompromisse einlässt – es lässt sich auf keine Ausreden und Kompromisse ein und wird erst dann aufhören, uns zu quälen, wenn wir der Botschaft nicht mehr ausweichen, und spirituelle Väter mit heiligen Ehefrauen Dialog abhalten: Schöpferischkeit, der friedensschaffende Humanismus von Männern und Frauen, kann ohne den heiligen Geist der Frauen nicht bestehen, jene seelische Heilkraft, welche nicht der sexuellen Körperlichkeit bedarf.


Dialog kann heilen, wenn aufrichtig heilige Frauen ihren Handlungsreisenden (Ramas) bekennen: „Was gibt es Törichteres für Frauen, als von ihrer eigenen hingebungsvollen sexuellen Natur bezaubert zu sein“ und die spirituellen Shivas gewissenhaft sich weigern, durch intimes Erbarmen Weiblichkeit zu entzücken. Dann erst kann Ethik dialogisch wissenschaftlich begründet werden.

 

nach Alice Miller 'Du sollst nicht merken'

 

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MILLENNIUM  MUSIC  POETRY
essence  Alpha et Omega

Inhaltsverzeichnis der einzelnen Kapitel:

Symphony Universel: sacred-music-festival
»significatio passiva«
Zhikr
Prolog
A. Das Buch der Gesänge
B.
Situation: Anamnesis und Anā-Lyse
C.
I. Von den Inneren Bildern
     II. Von der Herren-Vernunft
D.
Dieu sensible au Cœur
E.
Vulnerabilität der Seele und spirituelle Resilienz
F.
Die Antwort des Universums: 'Gottes Wundertaten'
G.
Fragen
H.
Appell an die Frauen
I.
Global Warning
J.
Der Religionskrieg
K.
Christentum und Ethics Conference
L.
Wissen und Vision
M.
I. Der schöpferische Ausdruck von Liebe
    
II. Das Geheiligte, die Verehrung der Weiblichen Seite Gottes
    
III. Die Heilkraft der Liebe
    
IV. Bedeutung der menschlichen Beziehung
    
V. Der Heilige Gral
    
VI. Der heilige Kontakt
N.
Erleuchtetes Herz – Unbefleckte Empfängnis
O.
Beziehungs-Situation auf Planet Erde
P.
Über heilende Hormone und vergiftende Stoffe
Q.
Global Ethics: Integral Ethics Unity in Multiplicity
    
Dialog
R. Women-European-Global-Ethics
S. Healing – Awakening of Womanity
T. Interreligious Sciences of Sacred Art-Therapy
U. Ethics Conference and Dialogue
V. Transcultural mentoring / Netzwerk-design
W.
Mystik
X.
Gebete und Gesänge
Y.
L'Universel – Intertextual Human Experience
Z.
last words
Interreligious Sciences of Sacred Art-Therapy (ISSAT)
Omega
Responsorium Graduale
The Cosmic Mandala
Global Awareness – Cultural Ethics