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composer Tiagaraja Adil Christoph Allenstein, © 2020   
aus:  Millennium Music Poetry  DAS BUCH DER GESÄNGE  

 


Y.  Universel – Intertextual Human Experience


Gesänge des Rigveda, Erster Liederkreis, Die Lieder des Kutsa, des Angirasen I.95  'An Agni'
„Zwei ungleiche Kühe wandeln, einem schönen Ziele folgend; eine um die andere säugen sie ihr Kalb. Während es bei der einen goldgelb ist, seinem eigenen Triebe folgend, erscheint es bei der anderen hell in schönem Glanze. / Ihn, der ein scharfes Angesicht hat, bei den Menschen von selbst Ansehen genießt, Den strahlenden führen sie herum. Seine funkelnde Gestalt wurde beim Gottesdienst der Versammlungsort der Götter.“



Die Bhagavad-gita I.39-40  'Aufruhr und Zerfall' / Sapientia 5:17-23 / Das Buch Jesaja 52:11
„Wenn auch viele, deren Sinn von Habgier gehemmt, die Zerstörung der Familie nicht als ein Übel ansehen – warum sollen wir nicht die Weisheit besitzen, dass es gilt, uns von diesem Übel fernzuhalten? Denn wird die Familie zerstört, so geht die heilige Ordnung zugrunde; wenn die heilige Ordnung untergeht, überwältigt Gesetzlosigkeit die Nationen; nimmt Gesetzlosigkeit überhand, verdirbt das Gewissen der Frauen: unerwünschte Nachkommenschaft entsteht. So werden durch die Untaten der Zerstörer der Familie, die die Verwirrung der heiligen Ordnung zur Folge hat, die ewigen Gesetze der Menschheit und sittliche Grundlagen der Familie vernichtet: Krankheit, Chaos, Kriege, Seuchen entstehen.“



Die Yoga-Sutras des Patanjali, Zweites Kapitel, Verse 3-11  'Geistige und spirituelle Praxis'
„Unwissenheit, Egoismus, Anziehung und Abneigung sowie Furcht vor dem Tod sind die Leiden, die Schmerz verursachen: Unwissenheit hält das Vergängliche, Unreine, das Leid, das Nicht-Selbst fälschlich für das Unvergängliche, Reine, Angenehme, das Selbst; Egoismus ist die Identifikation des Sehenden mit dem Instrument des Sehens; Anziehung ist das, was sich mit Vergnügen beschäftigt; Abneigung ist das, was Schmerz zu meiden sucht; Furcht vor dem Tod ist der fortgesetzte Wunsch zu leben, der sogar im Geist von Weisen verwurzelt ist. Leiden (der Frauen) kann durch Kontemplation in Gegenströmung aufgelöst, Zufügen von Leid muss durch (der Männer) stetige Meditation beseitigt werden.“



Der Rigveda X.90,1 /Brihadaranyaka-Upanishad (Weißer Yajurveda) III.8  'Der Unvergängliche'
„Wer weiß es in Wahrheit, woher geboren, woher ist diese Schöpfung; herwärts sind die Götter durch diese Sendung gelanget, wer aber weiß, woher er selber gekommen? Purusha ist dieses All, was ist, und auch was sein wird, auch über die Unsterblichkeit gebietend, da Er, was durch Speise ist, weit überragt. So bedeutend ist seine Größe, ja größer als dies ist noch Purusha, ein Viertel von ihm sind alle Welten, drei Viertel von ihm unsterblich im Himmel. / Auf des Unvergänglichen Geheiß stehen auseinandergehalten Sonne und Mond; und der Himmel und die Erde. Wahrlich: dieses Unvergängliche ist sehend nicht gesehen, und hörend nicht gehört, und verstehend nicht verstanden, und erkennend nicht erkannt.“



Das Mahabharata, Shanti Parva (Das Buch des Friedens) 163  'Vom Verlust der Urteilskraft'
„Verlust der Urteilskraft hat ihre Ursache in Unwissenheit und entspringt sündhaften Gewohnheiten; wenn Frauen, die von diesem Fehler angegriffen werden, an der Gemeinschaft großer Acharyas [Cultural Creatives] und dem Rat Weiser Frauen Gefallen finden, verzieht sich dieses Laster sofort und unverzüglich. Loben Männer widerstreitende Schriften, entspringt aus diesen Umständen ihr Wunsch nach verschiedenen Handlungsweisen – nachdem jedoch das seelische Erwachen erlangt wurde, wird dieser Wunsch gelindert.“



Das Mahabharata, Adi Parva (Das Buch der Ursprünge) 115  'Planetarisches Bewusstsein'
Den einfachen Arbeitern (Shudras) ist gesagt, dass jeder Einzelne seinem Dorf zuliebe Opfer zu bringen hat; dem Geschäftsmann (Vaishya), dass die Dörfer dem Städtebund zuliebe eingebracht werden dürfen; spirituellen Verwaltern (Kshatriyas), dass die Stadt Staatsgeschäften zuliebe zurückgestellt werden muss. | Kulturell-Kreative (Brahmanas) leben das Beispiel, dass selbst eine Nation der Seelen wegen aufgegeben werden kann.



Páli Kanon, Anguttara Nikáya III,31  'Ecclesia domestica' / Genesis 1:27 / Bhagavad-gita 14.3-4 
„Gott, ihr Mönche, das ist eine Bezeichnung für Vater und Mutter; die ersten Lehrer, das ist eine Bezeichnung für Vater und Mutter; Anbetungswürdige, das ist eine Bezeichnung für Vater und Mutter. Viel tun die Eltern für ihre Kinder. Sie sind ihre Erzeuger, Ernährer und sie zeigen ihnen diese Welt. Mit «Gott» bezeichnet man die Eltern, «die ersten Lehrer» nennt man sie; sie, die Erbarmer des Geschlechts, sind der Ehrfurcht würdig. Es schenke ihnen darum Achtung der Weise und bediene sie mit Speise wie auch mit Getränken, mit Kleidung und mit Lagerstatt, und mit der Füße Waschung auch. Wegen dieses Dienstes, den man seinen Eltern tut, hat man hier der Weisen Lob und dort des Himmels Seligkeit.“



Páli Kanon, Majjhimá Nikáya 26 (3.6); Udāna VIII.1 / A
guttara-Nikáya 8.53 || Lukas 14:26
Buddha sprach: „Ich habe das Todlose {amata dha tu: die Motivation der Seele} gefunden! Es gibt einen Weg, der zur Läuterung hilft, zur Überwältigung des tiefen Schmerzes und des Jammers, zur Zerstörung des Leidens und der Trübsal, zur Gewinnung des Rechten, der Angst ein Ende setzend, Leidfreiheit verwirklichend; dieser Weg ist der Weg der Vier Verankerungen der Achtsamkeit. Und, ihr Mönche: Es gibt ein Nicht-Gewordenes, Nicht-Geformtes und Nicht-Vergehendes; ohne dies Nicht-Gewordene, Nicht-Geformte und Nicht-Vergehende gäbe es keinen Ausweg aus all diesem. Doch akzeptiert meine Worte nicht, ohne sie zu hinterfragen. Ihr müsst die Lehre für euch selbst prüfen und untersuchen.“



Pali-Kanon, Khuddaka Nikáya, Játaka 120 || Shôbôgenzô – Schatzkammer des Dharma-Auges
„Man fesselt die Nichtzufesselnden am besten dort, wo es das Gerede unerleuchteter Weiblichkeit gibt: gegenseitige Aufrechnungen von Schandtaten sowie der Fingerzeig auf andere. Wo aber das Wort der Weisen Frauen gilt, dort werden die Gebundenen frei.“ 4 Arten des Dharmas: kulturelle Frauen belehrt Buddha über das Leben; geistige Frauen dazu über das Altern; die frommen belehrt er über Krankheiten; andere über den Tod.



Zend Avesta, Yasht 17,59 || 5,62  'Gottes Vereinigung mit der Seele' (Sure 2,67-71; Jesaja 54:1)
„Es erhob Die Gute Erhabene Segnung ihre Klage: Das ist mir die schlimmste Tat, die grausame Menschen verüben, wenn sie junge Frauen vom geistigen Pfad führen und als lange unverheiratet der Welt preisgeben. Was soll ich ihnen tun? Soll ich zum Himmel gehen? Soll ich mich zur Erde hinabwenden? Ahura Mazda {Die Unzerstörbare; Höchster Gott} antwortete: Verweile hier! Komm und trete ein in meinen Himmlischen Palast (Sure 89:27-30). || Und es kam Ardvi Sura Anahita {die Makellose} von den Sternen dort herbei auf diese Erde und sprach zu Zarathustra: Du Frommer, dich machte der Herr zum Meister der körperlichen Welt; Mich aber machte der Herr zur Hüterin des ganzen guten Daseins.“

Schlussgesang: „O Gute Erhabene Segnung, wegen ihrer Pracht und ihres Glanzes will ich sie verehren; und denjenigen, von welchem unter den existierenden verehrungswürdigen Wesen der Weise Herr gemäß der Wahrheit weiß, dass für ihn in der Verehrung das Beste beruht; und die Seelenführer aller frommen Männer und frommen Frauen verehren wir.“

[Von A{h}ura Mazda, der Aura des Feuers sprach Zarathustra. Wie ein Mann der Körper seiner marianischen Seele ist, seine Aura man 'die kleine Aura' nennt, so sind Frauen der Weise Herr: die Große Aura, Schar der Heiligen, Meister, Propheten mit ihrer Führerin.]



„Hieronymus dicit, ex verbis inordinate prolatis incurritur haeresis“ (Thomas vom Aquin)
Nach Homers Ilias sind Seuchen eine Reaktion auf neurotische Ehen (Anhaftung des Mannes an die Gemeinschaft von Männern, die Frauen begehren). Das Gefahrenpotential ist also im Glaubensbereich der Frauen noch größer als in der kriegerischen Spiritualität der Männer. Dialog verlangt daher qualifiziertes Wissen, klare Begrifflichkeiten und Unterscheidungen auf Grundlage der Heiligen Schrift, 'sonst sind Glaubensirrtümer und semantische Betrügereien unvermeidlich, da es um heilsbedeutsame Tatsachen und nicht nur um äußere Präsentation {wie Beten und Vorlesen} geht' (Prof. Johannes Stöhr).



Das Buch der Wandlungen, I GING 14 DA YU 2  'Der Besitz von Großem' (Die Besitztümer)
„Großer Besitz besteht nicht in der Menge der Güter, die Frauen zur Verfügung stehen, sondern vielmehr und vor allem in ihrer spirituellen Persönlichkeit, die aus der Verwendbarkeit des seelischen Geistes der Männer (The Cultural Creatives) resultiert. Dann mögen Frauen ihre Männer zu kulturellen Unternehmungen gebrauchen und frei bleiben von Verlegenheit und Fehlern. Wenn tüchtige Gehilfen, die ihrer Aufgabe in 'seelischer Gruppenheilung' und 'geistlicher Bildung und Erziehung' gewachsen sind, den Frauen im Dialog zur Seite stehen, kann man diesen Männern die große Verantwortung zur ehelichen Beziehung aufladen, was die Grundlage zur wahren menschlichen Gesellschaft in Freiheit ist.“



Das Buch Henoch 78.10-12
|| Syrisches Glaubensbekenntnis || Aus der Antiochenischen Liturgie
„Und eine andere Anordnung zeigte mir Uriel, wenn Licht gebracht wird in den Mond, und woher es gebracht wird aus der Sonne: Den, der gezeugt wurde von der Substanz, Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrer Gott von wahrem Gott, und von gleicher Natur ist. Einer ist der Gezeugte und Einer ist der Erzeuger: Sie sind eins in einer Einheit.“



The Aleph Bet of ben Sira (Jesus ben Sira), Question 5.
22a-23b; 33a-b (Otzare Midraschim)
„Am Anfang schuf Gott Adam und Lilith aus dem Staub der Erde und blies ihnen den Lebensatem ein. Da sie beide gleich erschaffen worden waren, waren sie einander in jeder Hinsicht gleichgestellt. Adam, als Mann, passte dies nicht und er verlangte von Lilith, dass sie sich ihm unterordne. Lilith weigerte sich, rief Gottes heiligen Namen an und flog weg. Sofort beklagte sich Adam darüber bei Gott. Gott schickte drei Boten zu Lilith, um sie zur Rückkehr zu Adam aufzufordern. Sonst werde sie bestraft. Lilith aber wollte nicht mit einem Mann zusammenleben, der sie nicht als Gleichgestellte behandelte, sie beschloss, dort zu bleiben, wo sie war. Als Ersatz für Lilith 'baute' (banah, Genesis 2:22) Gott für Adam eine zweite Frau aus Adams Seite. Adam und Eva waren zunächst glücklich miteinander. Mit der Zeit aber verspürte Eva Fähigkeiten in sich, die unentwickelt blieben, und Adam begann sich mit der angepassten Eva zu langweilen.“ (Prof. Judith Plaskow, Manhattan College)



Das Buch Deuteronomium 6:4-9 und 11:13-21  'Das Pergament der Mesusa'
„Höre Jisrael, der Ewige ist unser Gott, der Ewige ist einzig. Und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit deiner ganzen Seele und mit ganzer Kraft. Diese Worte, die Ich dir heute befehle, seien in deinem Herzen, und schärfe sie deinen Kindern ein, und sprich davon, wenn du in deinem Haus sitzest, und wenn du auf dem Weg gehst, und wenn du dich niederlegst, und wenn du aufstehst. Binde sie zum Zeichen an deine Hand, sie seien zum Stirnschmuck zwischen deinen Augen. Schreibe sie an die Pfosten deines Hauses und deiner Tore. || Und es wird sein, wenn ihr auf Meine Gebote immer hören werdet, die Ich euch heute gebiete, den Ewigen euren Gott zu lieben und Ihm zu dienen mit eurem ganzen Herzen und mit eurer ganzen Seele, so werde Ich den Regen eures Landes zur richtigen Zeit geben, den Frühregen und den Spätregen, und du wirst dein Getreide einsammeln, und deinen Most und dein Öl. Und ich werde das Gras auf deinem Feld für dein Vieh geben und du wirst essen und satt werden. Hütet euch, dass euer Herz nicht verführt werde und ihr abweichet und den Göttern der anderen dienet und euch vor ihnen bückt. Der Zorn des Ewigen wird dann gegen euch entbrennen: Er wird den Himmel verschließen, dass kein Regen komme, und der Erdboden wird seinen Ertrag nicht geben; und ihr werdet bald aus dem guten Land schwinden, welches der Ewige euch gibt. Leget diese, Meine Worte, in euer Herz und in eure Seele, bindet sie zum Zeichen an eure Hand, sie sollen zum Schmuck auf eurer Stirn werden; und lehret sie eure Söhne – davon zu sprechen, wenn du zu Hause sitzt, wenn du auf der Straße gehst, wenn du dich niederlegst, wenn du aufstehst; schreibt sie an die Pfosten deines Hauses und deiner Tore. Damit eure Tage und die Tage eurer Kinder sich mehren auf dem Boden, den der Ewige euren Vätern geschworen hat, ihnen zu geben, wie die Tage des Himmels über der Erde.“



Psalm 68:2;10-12; 22; 27; 31-36  Ein Lied auf Gottes Sieg und Herrschaft [der Großen Mutter]
„Es erhebe sich Gott, auf dass seine Feinde zerstieben; die ihn hassen, fliehen vor seinem Angesicht. Du lässest Regen strömen in Fülle und erquickst dein verschmachtendes Erbland. Deine Geschöpfe finden dort Wohnung. Gott, in deiner Güte versorgst du den Armen. Der Herr entsendet sein Wort; groß ist der Siegesbotinnen Schar. Denn Gott zerschmettert das Haupt seiner Feinde, den Kopf des Frevlers, der in Sünde dahinlebt. Wehr ab das Untier im Schilf, die Rotte der Starken, wehr ab die Herrscher der Völker! Sie sind gierig nach Silber, tritt sie nieder; zerstreue die Völker, die Lust haben am Krieg. Ihr Königreiche der Erde, singt für Gott, singt und spielt für den Herrn, der dahinfährt über den Himmel, den uralten Himmel, der seine Stimme erhebt, seine machtvolle Stimme. Gott in seinem Heiligtum ist voll Majestät. Versammelt euch und preist Gott, den Herrn in der Gemeinde.“



Genesis 28:12-22  'Jakob schaut die Himmelsleiter' / Sura 2  Al-Baqara 'Die Kuh'  Vers 40-43
Jakob hatte einen Traum; eine Leiter war auf die Erde gestellt, die reichte mit der Spitze bis an den Himmel; auf ihr stiegen die Engel Gottes auf und nieder („es sind die heiligen Engel, die aufsteigen, andere steigen ab und erhalten keine Wiederbelebung“ WaJaze 72). Und Jakob stand früh am Morgen auf und nahm den Stein, den er unter seinen Kopf gelegt hatte, richtete ihn als Denksäule auf und goss Öl auf seine Spitze. Dann gab er diesem Ort den Namen Bethel {Haus des Gottes}. Früher hieß die Stadt Lus {loser / lust}. Jakob machte das Gelübde: Wenn Gott mit mir ist und mich behüten wird auf dem Weg, den ich reise, wenn er mir Brot zum Essen und Kleider zum Anziehen gibt, wenn ich wohlbehalten heimkehre in das Haus meines Vaters und der Herr sich mir als Gott erweist; dann soll dieser Stein, den ich als Steinmal aufgerichtet habe, ein Gotteshaus werden.“



Platon, Das Gastmahl [Συμπόσιον Sympósion] 206c-e  'Über das wahre Wesen des Eros'
Aus zwei wird eins, damit es das Dritte gibt
 „Alle Menschen, o Sokrates, tragen Zeugungsstoff in sich, den körperlichen sowie den geistigen. Und wenn wir zu einem gewissen Alter gelangt sind, so strebt unsere Natur zu erzeugen. Im Hässlichen aber vermag sie nicht zu erzeugen; die Zeugung nämlich ist die Vereinigung des Mannes und seines Weibes. Es ist aber dies eine göttliche Sache und in dem sterblichen Lebenden etwas Unsterbliches, die Empfängnis und die Erzeugung, und es kann dieser Akt nicht vor sich gehen, wo es an Einklang fehlt. Eine leitende und entbindende Göttin ist daher die Schönheit bei der Geburt. Wenn nämlich das, was den Zeugungsstoff in sich trägt, dem Schönen naht, wird es beruhigt und von Freude durchströmt, und gebiert und erzeugt; wenn es sich aber dem Hässlichen naht, so zieht es sich finster und traurig in sich zusammen, wendet sich ab und schrumpft ein – und erzeugt nicht, sondern trägt mit Beschwerde seine Bürde weiter. Denn die Liebe geht gar nicht auf das Schöne, wie du meinst, sondern auf die Erzeugung und Ausgeburt im Schönen. / Das mag sein, sprach ich. – Ganz gewiss, sagte Sie.“ Die Rede der Diotima.



Das Buch Jeremia 30:1-2, 18-22  'Trostschrift'
|| Hl. Sohar, BeReshid, Buch Lech Lecha 209
„Und das Wort des Herrn ging an Jeremia: Schreib dir alle Worte, die ich dir gesagt habe, in ein Buch! Die Stadt soll auf ihrem Schutthügel aufgebaut werden, die Burg auf ihrem alten Platz stehen. Lobgesang wird dort erschallen und die Stimme fröhlicher Menschen. Ich will ihre Zahl vermehren, sie sollen nicht weniger werden und ich will ihnen Ehre verschaffen. Spruch des Herrn. Ihr werdet mein Volk sein und ich werde euer Gott sein.“ || „Und dann sagte der Schöpfer zur Versammlung von Israel, Shekinah {She-China}: Von Mir wird eure Frucht gefunden. [Erläuterung:] Es heißt nicht ‚wird Meine Frucht gefunden‘ sondern ‚eure Frucht‘ – was auf dieses Verlangen der Frau hinweist, was das Weibliche der Seele bildet, das in der Stärke des Mannes eingeschlossen ist; in der Tat ist die Frucht der Frau durch die geistige Kraft des Mannes in der Welt gegenwärtig. Der Text erzählt, dass sogar die Seele der Frau nicht von ihr selbst ist, sondern von ihrer Vermischung mit der Seele des Mannes. Daher ist es, warum Er sagt: Von Mir wird eure Frucht gefunden.“



Das Evangelium nach Matthäus 9:14-26  || Hildegard von Bingen, Wisse die Wege des Herrn
„Die Frage nach dem Fasten: Da kamen die Jünger des Johannes zu ihm und sagten: Warum fasten deine Jünger nicht, während wir und die Pharisäer fasten? Jesus antwortete ihnen: Können denn die Hochzeitsgäste trauern, solange der Bräutigam bei ihnen ist?“ „Und ich sah eine weibliche Gestalt von erhabener Größe. Sie hatte das Aussehen einer großen Stadt. Ihr Haupt war wunderbar gekrönt, und von ihren Armen ging gleich einem Überwurf ein Glanz vom Himmel bis zur Erde strahlend aus. Die Gestalt breitete ihren Glanz gleich einem Gewand aus, wobei Sie sprach: »Ich muss empfangen und gebären.«“



Erster Korintherbrief 12:28  'Der eine Leib und die vielen Glieder'
„So hat Gott in der Kirche die einen als Apostel eingesetzt, die andern als Propheten, die dritten als Lehrer; und Er verlieh die Gaben, Krankheiten zu heilen, zu helfen, zu leiten.“

[Des Mannes seelisches Ich ist seine unsterbliche persönliche Beziehung zum Gemeinwesen; gemäß seiner individuellen Natur muss jeder Mann künden, was das Bedürfnis seiner Seelenliebe erfüllt: Universeller Gottesdienst (bhakti) ist der Pfad Shivas, Dialog (jnana) der Pfad Ramas; dhyana ist der Pfad Buddhas, Komposition der Pfad Krishnas].



Thomas-Evangelium (NHC II,2) Logion 107; 112; 114 || Römerbrief 8:8 || Tabula Smaragdina
„Das Königreich ist gleich einem Hirten, der hundert Schafe hatte. Eines, das das größte war, verirrte sich; er verließ die neunundneunzig und suchte das eine bis er es gefunden hatte. Und danach sprach er zu dem Schaf: Ich liebe dich mehr als die neunundneunzig. || Jesus sprach: Wehe aber dem Fleisch, das von der Seele abhängig, und wehe der Seele, die vom Fleisch abhängig ist! Jede Frau aber, wenn sie sich männlich machen wird aus dem lebendigen Geist, wird in das Königreich der Himmel eingehen. || Denn das Untere ist gleich dem Oberen und das Obere gleich dem Unteren, um zu vollbringen das Wunder der Schöpfung eines einzigen Dinges.“ [Frauen, die nicht im Zustand erleuchteter Seele Partnerschaft eingegangen sind, tragen unbewussten Groll gegen den Mann, wegen der sexuellen Abhängigkeit, in die sie 'sein Fleisch, das von der Seele abhängt' gebracht hat]



Psalm 110:3 || Hebräerbrief 1:3-5 || Matthäus 22:41-44  'Zeugung von Gott'
„Ich habe dich gezeugt noch vor dem Morgenstern, wie den Tau in der Frühe.“ || „Und er entfernte sich zum Himmel, indem er sich mit der Sonne vereinigte und der Gottesleib sich mit dem vermischte, der ihn gemacht hatte. Als die Erde hell wurde morgens, und die Sonne erschien, und der ganze Himmel erglänzte: da wurde Er auf den Thron gesetzt.“



Heiliger Sohar, BeReshid 30  Die Schöpfungsgeschichte: 'Das Allerverborgenste von allem'
„'Und Gott sprach' bedeutet, dass der Palast den heiligen Samen gezeugt hat, mit dem sie vorher geschwängert war. Weil es die Regel ist, dass der obere, der auf den unteren herabsteigt, wie er wird. Ähnlich wird der untere, der sich zum oberen erhebt, wie dieser.“ „Und so vermehrte Er auch die fünf Brote in Seinen Händen, weil in Christi Händen die Macht dazu lag. Jene fünf Brote waren wie Samen, die zwar nicht in die Erde gelegt, aber von Dem vermehrt wurden, der die Erde erschaffen hatte.“ Augustinus, Johannes Ev. 24.1



Das abgeschlagene Ohr des Knechts des Hohenpriesters heilen (Johannes 18:10)
Wenn sich kriegerische Dynastien der weiblichen Individuation in den Weg stellen mit: „Ich habe einen persönlichen Vertrag mit meinem Vater und dieser Vertrag ist für mich heilig und ich bleibe dabei!“; dann ist es an den erleuchteten Frauen dem Rat universaler Weisheit zu folgen: „Verkündet durch das Wort 'manche Männer sind von Geburt an zur Ehe unfähig' (Matthäus 19:12), tretet dafür ein, ob man es hören will oder nicht, weist zurecht, tadelt, ermahnt, in unermüdlicher und geduldiger Belehrung“ (2 Timotheus 4:2), auf dass Gott in den Frauen, kraft des heiligen Geistes (Lukas 1:35), human werde. In dieser Kunst müssen Frauen erst 'Samadhi' in ihre Psyche schaffen, so sie Frieden in der Welt sehen wollen.



Evangelium nach Matthäus
13:1-23  'Rede über das Himmelreich' / Numeri 24:20-24 / Korinther 10:21
„Ein Sämann ging aufs Feld, um zu säen. Als er säte, fiel ein Teil der Körner auf den Weg: die Vögel kamen und fraßen sie. Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden: die Saat versengt und verdorrte. Ein anderer Teil fiel in die Dornen, und die Dornen wuchsen und erstickten die Saat. Ein anderer Teil schließlich fiel auf guten Boden und brachte Frucht.“ Ist auf der Welt das allgemeine Bewusstsein zu Planetarischer Heilung stark, jedoch der Männer Energie und Tatkraft Dialog zu führen schwach, dringen pandemische Erreger, Unruhen, Krankheit, Tod in die Menschheit ein. Erhören Frauen zwar 'die Innere Stimme des Herrn und Gottes' zu ihrer geistigen Heilung, bleiben aber Energien und Tatkraft der Männer Dialog zu führen weiterhin schwach, breiten sich Trägheit und Schläfrigkeit unter den Frauen aus. Ist die spirituelle Weisheit der Frauen stark, der Männer Anima-Glaube, das Vertrauen in 'Die unbefleckte Empfängnis' schwach, säen sich Zweifel in die Herzen aus und die femininen Energien, die Tatkraft zur Heilung der Menschheit, werden schwach. Sind Glaube und Vertrauen der Männer in die 'Unbefleckte Empfängnis' stark, jedoch 'Eine Göttliche Weisheit' unter den Frauen schwach, aktiviert ungezügeltes Verlangen in Frauen Gier in den Männern, damit die Gefahr, dass die Menschheit sich in Kriegen selbst zerstört.



Von Alpha und Omega zum Planetarischen Bewusstsein
Die Reise der Frauen geht von ihrem Alpha-Selbst 'Psychoanalyse in Hauskirche', dem kollektiven Heilen erkrankter Feminität, zu spirituellem planetarischen Wirken in der Neuen Welt. Der Pfad der Männer kommt von geschäftlichen Bündnissen der alter Welt zum brüderlichen Omega: Ausgießung von pfingstlichem Feuer zu der Frauen Projekten in Planetarischem Bewusstsein. Und so wie es für Frauen natürlich ist, vom Spiegel der einfachen Seele – die Dharma-Stimme, die stets im Inneren erklingt – auszugehen, so ist es für Männer natürlich, von ihrer sich verändernden Rede zur Anwesenheit 'ohne Worte, ohne Schweigen', der Gnade unveränderlicher Weisheit heiligen Erbarmens als erleuchtete Seelen überzugehen. „Es sagte der Gesandte Gottes – Gott segne ihn und gebe ihm Heil: Am Tage der Auferstehung werden Leute gebracht, die gute Taten bei sich haben wie die Berge der Tihama (heiße Erde). Wenn sie gebracht worden sind, macht Gott ihre Taten zu feinem Staub und wirft diese Menschen dann ins Feuer. Wenn du nun zu ihnen gehst [Dialog zu bringen], dann sieh, wie sie ihre Gesichter in finstere Falten gelegt haben. Und wenn du nicht achtsam bist und bei einem von ihnen auf seinen Gebetsteppich trittst, dann schlägt er dich mit der Faust, wohin sie dich auch treffen mag; es könnte darin sogar dein Tod liegen. Dieses und ähnliches ist der Weg, auf dem sich manche Leute deiner Zeit befinden. Wie recht hatte doch Abu al-Qasim al-Qusairi, da er diejenigen erkannte, die in ihrer äußeren Erscheinung geschmückt waren mit dem Schmuck der Leute des Weges und ihnen gegenüber nackt waren in ihrem Inneren.“ Ibn Arabi, Heuchelei und fette Körper.



Der Heilige Qur-ân, Sure 3,14-15  
»Die Sippe« || Sure 75,22-23  »Auferstehung«
Wenn Frauen die Möglichkeit Eines Inneren Geliebten »Muhammad« – im Sinne von Sure 2 »Die Kuh« aya 285: „Der Gesandte glaubt an das, was zu ihm von seinem Herrn herabgesandt wurde, und ebenso die Gläubigen. Jeder glaubt an Gott und seine Engel und seine Bücher und seine Gesandten. Und wir machen bei keinem seiner Gesandten einen Unterschied. Und sie sagen: Wir hören, und wir gehorchen. Schenke uns deine Vergebung, Du unser Herr. Zu Dir führt der Lebensweg.“ – nicht mit den Männern in Hauskirche und Dialog (ana-Lyse) verwirklichen, dann ist sie für immer dahin. Wenn Frauen Ihn aber verwirklicht haben, dann hat das Neue Leben der Menschheit begonnen. Es ist das Leben 'das jede Diskriminierung eines Menschen verwirft und jeden Gewaltakt gegen ihn um seiner Rasse oder Farbe, seines Standes oder seiner Religion willen, weil dies dem Geist Christi widerspricht' (Nostra aetate, »Universale Brüderlichkeit«). „Siehe, an jenem Tag gibt es strahlende Gesichter, die zu ihrem Herrn schauen; für sie werden bei ihrem Herrn Gärten sein, unter denen Bäche fließen und in denen sie ewig weilen werden, und geläuterte Gattinnen und Wohlgefallen von Gott – und Gott sieht wohl die Diener.“





Weiblicher Schöpfungsakt – Mut zu Wandel und Erneuerung


Dorje Thegpa (Vajrayana), Kalachakra Chandamaharosana Tantram || Epheserbrief 5:22-30
Women are Heaven; Women are Dharma; Women are Buddha; Women are Sangha; Women are Perfection of Wisdom.“
„Die Lehre, der Schöpfer und Israel sind eins.“



Frauen entwickeln ihr Bewusstsein unter verschiedenen atmosphärischen Bedingungen. Entsprechend dem Kulturellen Schöpfergeist variieren sie zu den Formen 'Manat, AlLat, AlUzza', sie behalten jedoch ihre seelische Kapazität als Bodhisattva bei. 'Buddha als die Frauen' bildet das formende Ordnungsprinzip der Welt über die Grenzen äußerer Formen und Konventionen hinaus, welche die Menschheit trennen. Die Weisheit hat ihren Dialog in der Religion der Großen Mutter und der Strenge der Weisen Frauen in den Universellen Heiligen Schriften der Menschheit. Unter der Führung wissenschaftlicher Inspiration der Großen Göttin gelingt es dieser Weisheit das Planetarische Bewusstsein zu manifestieren.



Es gibt Frauen mit 'Erkenntnis im heiligen Geist'; es gibt Frauen, die ohne diese Erkenntnis sind. Frauen mit 'Erkenntnis im heiligen Geist' führen Männer zur Göttlichen Mutter; Frauen als Verkörperung der Täuschung lassen ihren Mann die Göttliche Mutter vergessen und ziehen ihn hinab in den Ozean einer zunehmend krankenden Weltlichkeit.
Nicht die Frau verfügt über ihren Leib, sondern der Mann meint Den Herrn; „jeder Mann verfüge nicht über seinen Leib, sondern die Frau(Korinther 7:2-4) meint Unbefleckte Empfängnis.



Mangelnde Liebe zur Großen Mutter erzeugt unsere sprachliche Verlogenheit (Korinther 13:1)
Vielfach wird unter dem Deckmantel von 'Würde der Persönlichkeit' der Heiligen Schrift eine „falsche“ Sinngebung gegeben. Der spirituelle Tonfall des Gesagten dient dabei als Werkzeug zur Täuschung, was so weit geht, dass durch die spirituelle Atmosphäre schön gekleidete Worte ein aufscheinendes Unheil umkehren und als Heil darstellen.



„Denn das Verborgene ist das Dunkle, das Unbegreifbare, Beständige, Ungeborene, Ewige; der Heiligste der Heiligen, der ewige Höchste und Heilige Geist, der Erste aller Götter, der Ungeborene und der Herr: das Mütterliche, Allförmige, Wesenhafte, Formlose, Ursächliche, Schöpfende, Bewahrende und Auflösende, wie auch das Unentfaltete, Alldurchdringende, Unwandelbare, Unbewegte, Unveränderbare, Existente und Nichtexistente. All diese Namen sollten denen bekannt sein, die über die Seele kontemplieren.“ (Mahabharata, Ashvameda Parva).



„Während ich mich mit diesem traurigen Gedanken herumquälte, sah ich plötzlich einen Lichtstrahl auf meinen Schoß fallen, als wenn die Sonne schiene. Und ich, die ich mich an einem dunklen Ort aufhielt, den zu dieser Stunde die Sonne gar nicht erhellen konnte, schreckte auf, gleich einer Person, die aus dem Schlaf hochfährt. Ich hob den Kopf, um die Lichtquelle zu suchen, und erblickte drei gekrönte Frauen von sehr edlem Aussehen, die leibhaftig vor mir standen. Das von ihren hellen Gesichtern ausstrahlende Licht erleuchtete mich und alles um mich herum. Man kann sich meine Überraschung vorstellen, denn alle Türen waren fest verriegelt, und trotzdem war es ihnen gelungen, einzudringen. . . . Wir, die drei vornehmen Frauen, die du hier siehst, sind wie ein einziges Wesen, denn die eine kommt nicht ohne die andere aus: was die erste verfügt, ordnet die zweite an und setzt es in Gang, und dann führe ich – Dame Justice – es weiter und bringe es zum Abschluss.“ (Christine de Pizan: Das Buch von der Stadt der Frauen, übers. Margarete Zimmermann, Berlin 1986).



Was für ein großer Schatz, wenn Frauen erkannt haben, dass in ihnen alle Verdienste und Fehler Einer Welt zu finden sind und dass Frauen alles, was sie kultivieren möchten, kultivieren können, und alles wegschneiden, was entfernt werden sollte; es ist wie Unkraut ausrotten und die Samen von Blumen und Früchten säen! Eine Neue Welt öffnet sich den Frauen, die beginnen, in sich selbst zu blicken: es ist die eigene erleuchtete Seelenwelt! Der kulturelle heilige Zeitgeist des Männlichen kann die Welt der Vollkommenheit entgegenführen, wenn die heilig-spirituellen Frauen Planetarischem Bewusstsein Raum geben.

 

 

 

Le Feu à Notre-Dame  Die Schatzkammer fängt Feuer: das Herz Notre-Dames – eine Ruine,
die Mutter aller Kirchen steht ohne Dach, dem Winde und Regen offen, was eben noch
»Tempel der Frau« war, ist ein Trümmerhaufen, selbst steinerne Herzen zum Mitleid rührend.
 

  


Frauen scheinen unter einer Art inneren Vergiftung zu leiden, obwohl sie sich dessen zumeist nicht bewusst sind: die Verwüstung unseres Planeten, das "Artensterben" der Kulturell Kreativen, entstammt der Seelenlosigkeit ihrer Männer, was hauptsächlich von den individuellen Entscheidungen der Frauen zur Liebe herrührt, von denen Körper und Psyche der Frauen, wie der ganzen Menschheit, gleichermaßen betroffen sind. Ohne ihre erweckte Seele bleiben Frauen absolut obrigkeitshörig, ihres planetarischen Denkens entwöhnt, Befehlsempfängerinnen, militärische Heldinnen vor dem Feind, aber in totalem Mangel an Zivilcourage – daran ändern auch spirituelle Übungen nichts.
 

Vom weiblichen Glauben  All die unterschiedlichen seelischen Kräfte und göttlichen Mächte, die eine Menschheit nunmehr dringend benötigt, sind erreichbar, wenn Frauen deren Existenz in sich nicht abstreiten. Häusliche Zurückgezogenheit von Frauen ist an für sich eine große Tugend – doch nur eine Tugend, wenn Frauen sich über ihre Psyche ganz erhoben sowie ihre Seele geheiligt haben. Weibliche Zufriedenheit, bevor die Seele geläutert ist, schwächt die Zufriedenheit der Menschheit. Selbst Nützliches, Wertvolles, Besseres oder Künstlerisches hervorzubringen, müssen diesbezüglich als Versuchungen betrachtet werden. Frauen sind in der Lage alles zu tun – wenn sie nur wählen würden, ihre Anstrengung in Geistigkeit zu unternehmen; Schwierigkeit ist, dass sie nicht mehr darin übereinstimmen, 'Lebensmittel mit Charakter', die Liebe als Sakrament zu lieben. Ist ein Mann nicht fähig in priesterlichem Geisteszustand seiner Anima, dem Ideal 'Unbefleckte Empfängnis' sich dem Tempel der Weiblichkeit zu nähern, stört er die reinen und lichtvollen Wesenheiten, die diesen Ort bewohnen, sie entfahren auf und davon, fort, dorthin, wo niemand einen leichten Zugang haben kann. Ist einmal der weibliche Organismus von seinen reinen lichten Wesenheiten verlassen, nicht mehr erfüllt von seelischer Macht, verliert das Göttlich-Weibliche zusehend an Seelen-Charakter, und Männlichkeit empfängt dann nichts Heilendes mehr. Im Gegenteil, einen verlassenen Ort besuchend werden Männer materieller, noch seelisch begrenzter als vorher. Wer zum Tabernakel der Weiblichkeit hinaufsteigen will, muss spüren, dass sich die göttliche Ordnung der Bodhisattva, des Geliebten Herrn nun in ihm, als seelische Kapazität des Einen Gottes, ausbreitet, der Drei-König, Shiva-Krishna-Buddha, Botschafter seiner Majestät, der Herrin der Welt, werdend. In der Stille der Heiligen Nacht ist der Ursprung aller Dinge geboren. Vereinigend mit dem Urgrund, verschmelzend mit dem Kosmischen Licht wird das Planetarische Bewusstsein, die Christus-Weiblichkeit in Gottes Monstranz, gezeugt – nicht geschaffen. Seine Zeit mit dem Bau von Konsumtempeln und Genussehenresorts zu verschwenden, statt die Erde von Pandemie und Krieg zu befreien, ist jetzt das Untaugliche und Unpassende.
 

 

 

Kulturschaffende Vision – Von lebendigen Herzen zur Menschlichkeit Gottes
Die Morgenröte des Dritten Millenniums kündigt eine Spiritualität der Zukunft an, die frei ist von Dogmen. Sie kündet vom Erwachen der Menschheit zur Göttlichkeit des Menschen. Die Notwendigkeit unsere Visionen zu erfüllen wird immer dringlicher, da die Völker Eine Spirituelle Humanität der Zukunft erwarten. Unmittelbares Erwachen der Menschheit im Gottesbewusstsein ist unrealistisch, weil dies in unserer dekadenten Welt nicht möglich ist – So wird die Anstrengung von einigen wenigen Engeln unternommen werden, um 'Die Botschaft' in die Welt zu tragen, was Grenzen überschreitet.
 

Aus geistiger Sicht sind Männer tot, deren Herz nicht seelenvolle Liebe zum Gemeinwesen aufweist: sie leben, und leben doch nicht. Ein Mann kann überhaupt nur durch das Herz seiner Seele lieben; schläft die Seele, ist er gleichsam tot – was viele Zeitgenossen heutzutage "Liebe" nennen, ist geistloses Geben und Nehmen, ein Handel: Egoismus. Frauen, die den schöpferischen Geist der Männer lieben, werden gar nicht anders können, als im Loben ihrer Liebe dem Schicksal zu folgen, mitwirkend sich im Planetarischen Bewusstsein zu vervollkommnen. Noch immer allerdings klagen viele geistige Frauen: "Mein Mann versteht mich nicht!" Warum muss es diesen Mangel an Verständnis geben? Was verursacht es? – Es ist die fehlende geistige Sympathie in den Herzen ihrer Männer.
 

Weder Worte noch Gedanke können Männern jemals verstehen lassen, was 'die Botschaft unserer Zeit' ist: nur das intuitive schöpferische Herz versteht! Welche Worte auch Frauen sprechen, sie sind zu unangemessen, die subtilen Inspirationen planetarischen Bewusstsein zu erklären. Es ist die Herzqualität 'Einer Bruderschaft des Geistes', die vollständig, in der seelischen Empfindungsfähigkeit der Kapazität spirituellen Charakters, erkennen lässt. Die erleuchtete Herzqualität eines Mannes macht ihn fähig, die weibliche Seele zu verstehen und wahrhaft zu lieben. Ist es deshalb übertrieben zu sagen, dass Männer so lange tot sind, wie ihr Bewusstsein nicht zum Heilen im Gemeinwesen erweckt? – Im geistigen Herzen ihrer Männer können Frauen das Planetarische Bewusstsein Einer Menschheit bewirken. 'Loben des Herrn' ist jenes Liebeselement der Frauen, das entsteht, wenn Frauen Männer in der gleichen seelischen Situation sehen, in welcher sie sich zu einem bestimmten Zeitpunkt in ihrem Leben befunden haben. Männer, welche nie den seelischen Schmerz des Weiblichen erlebt haben, werden auch nicht mit der Humanität der spirituellen Liebe der Frauen sympathisieren können. Sympathie ist mehr als Liebe und Zuneigung. Es ist das Wissen um ein bestimmtes Leid, welches der Männer lebendiges Herz zu schöpferischem Mitgefühl bewegt. Männer leben, deren geistiges Herz lebt, und dieses Herz des Mannes lebt, welches zu Mitgefühl im Gemeinwesen erwacht ist. Männer ohne Mitgefühl sind schlimmer als Tiere: Herzen ohne Mitgefühl erzeugen Antipathie (Leiden, welche Krankheit, Elend, Chaos bewirken). Es gibt viele Attribute im Herzen der Männer, die als göttlich bezeichnet werden, unter diesen gibt es kein größeres und besseres Attribut als jenen Geist, durch welchen Frauen in spiritueller Form Planetarisches Bewusstsein manifestieren.
 

Der Botschaft 'Christus als Frau' Genüge tun  Seelenlose Männlichkeit, und damit verbunden eine missglückte Individualisierung der Frau, lebt von übermäßiger Ausnutzung der Ressourcen in einer stumpfen Luft von entseeltem Materialismus, welcher im Gefälle 'arm und reich' alles zersplittert; eine seelische Armut, in der jede Beziehung falsch, oberflächlich oder erlogen ist, was den human-kulturellen Verfall und Niedergang ganzer Erdteile bewirkt. Heilung der Menschheit beruht darauf, dass die Erkrankungen unserer Welt durch spirituelle kulturell-kreative Männlichkeit geheilt werden muss; während einzig die Macht der spirituellen Erleuchtung, und durch keine andere, das heilig-göttliche Weibliche der kriegerisch-materiellen Fülle des wirtschaftspolitischen Patriarchats Einhalt gebieten vermag. Nur Erleuchtung vermag den magnetischen Sog des unteren Pols {der die göttliche Lebenskraft der Männer in die Verkörperung eines heiligen Geistes in der Materie zerstört und wegwirft} in die hohe Wahrheit einer 'weiblichen Individuation' umzuwandeln und das Feuer des humanen Kulturellen Geistes der Männer für die Menschheit nutzbar zu machen.

 

 

 

La Souveraineté Humaine – Vom Ausgleich der Mächte


'Es ist ihnen die Seele ein Fremdes auf Erden. Unkraut wuchert über die schwarzen, geborstenen Mauern, und an den runden, blinden Fenstern prallt das Sonnenlicht ab. In den düsteren, dunklen Höfen fliegen Tauben umher und suchen sich in den Ritzen des Gemäuers ein Versteck – vom Stoppelfeld, in das ein schwarzer Regen fällt.' (Georg Trakl).
 

Wenn Weiblichkeit nicht das Ideal des 'Geliebten Herrn und Gott' liebt (die Archetypen 'Rama, Krishna, Shiva, Buddha' als die vier schöpferischen Gehirnfunktionen humanen Bewusstseins) – wofür leben wir dann? Leben für sich selbst, was nichts ist. Frauen, die lieben und nicht das Ideal ihres 'Geliebten Herrn und Allmächtigen Gottes' erkennen, sind machtlos im Schönen, ihre Kunst bringt der Erde »Verfinsterung des Lichtes« (I Ging 36).
 

Männer beschuldigen Frauen der Engstirnigkeit im Glauben und unlegitimierter Moral, 'zu einer anderen Religion, einer anderen Kathedrale, einer fremden Pagode zu gehören'; sie sagen: „Unser Tempel, unsere Rituale hier sind besser, und damit ist auch unsere Beziehungsmoral besser für euch!“ Auf diese Weise kämpft eine ganze Zivilisation weiter und vernichtet sich selbst. Doch 'multikultureller Glaube' – entsprechend den verschiedenen Ländern und ihren kulturellen Gegebenheiten – ist nicht die gemeinsame Religion der Menschheit; vielmehr ist der hingebungsvolle Dienst der Männer das Grundprinzip.
 

Männer können oft nicht verstehen – weil seelenvolle Männer bislang von Frauen nicht gewünscht waren –, dass die Form religiöser Beziehung für 'Krishna', für 'Shiva', für 'Buddha', für 'Rama' einzigartig bzw. eine andere ist, und dass daher das Leben eines jeden Mannes darin besteht, seinem Ideal, in Anbetracht seiner Verantwortlichkeit zur Weiblichkeit, als Meister, Heiliger, Freund, Vater, Sohn, Liebhaber, Partner zu folgen.
 

Die höchste Göttin besitzt unwiderstehlich die Herzen sogar der Klügsten. Sie ist ewig, verkörpert als das Universum. Alles wird von Ihr durchdrungen. Durch sie wurde das ganze Universum erschaffen. Sie zu erkennen, ist ein Weg zur Erlösung. Es ist Ihr Segen, der zur Befreiung führen kann: „Höchste Göttin über allen Göttinnen, Dein Wesen ist unsterblich. Alle Dinge werden aus Dir geschaffen. Du bist die, welche die Schmerzen der ganzen Welt hinweg nimmt.“ Devi-Mahatmya 4.11, Das Brahma-Markandeya-Purana 81.
 

Beziehung beruht auf der Individuation der Frau nicht auf ihrer Individualisierung
Kultur verlangt die Offenbarung männlichen seelischen Geistes. Stattdessen stellen in Geldinstinkt und Streben nach Macht Männer ihre eigenen Interessen über die kulturell-schöpferische Botschaft der Welt und beuten unschuldige Frauen aus. Es ist ein falscher Weg, wenn Männer, die seelisch tot sind, ihre fehlende Seelenkapazität versuchen auszugleichen, indem sie Frauen in deren künstlerischer Individualität unterstützen. Nur in weiblicher Individuation aus seelischem Geist des Mannes wird von Liebe in der Einheit des heiligen Geistes das Ehesakrament 'in Herrlichkeit und Ehre, jetzt und in Ewigkeit'.
 

Meint man mit Individuation künstlerische Selbstverwirklichung, so werden die meisten Frauen zustimmen. Spricht man jedoch von „Wandlung der Frauen“, der die schöpferische Heiligkeit ihrer Ehemänner zu Grunde liegt, so werden dies insbesondere jene Männer ablehnen, die sich selbst ja nicht so zu ändern gedenken, sondern an einer Verbesserung der Außenwelt mit ihren Inhalten, Produkten, Prozessen und Wertschöpfungsketten festhalten.
 

Der weibliche Mind muss sich zuerst mit dem mystischen «Geliebten Herrn» (plural) einen, bevor Frauen über das Göttliche den kulturellen Pfingstgeist der Männer der Welt bekannt machen können. Obgleich spirituelles Bewusstsein gewisse psychologische Eros-Leidenschaften zwischen Männern und Frauen erzeugt, bleiben Frauen durch eigene künstlerische Individualisierung zwangsläufig von ihrem Partner getrennt. Erst in Psyche-analytischem Gemeinwesen «kulturell-schöpferisch gesinnter Männer» (The Cultural-Creatives) können Frauen lernen, im Grunde ihrer Seele nicht mehr Furcht zu haben vor Individuation, dem Geben von Dharma als dem In-sich-erfüllt-Bleiben offenbarter Geistinhalte ihrer Männer.

 

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MILLENNIUM  MUSIC  POETRY
essence  Alpha et Omega

Inhaltsverzeichnis der einzelnen Kapitel:

Symphony Universel: sacred-music-festival
»significatio passiva«
Zhikr
Prolog
A. Das Buch der Gesänge
B.
Situation: Anamnesis und anā-Lyse
C.
I. Von den Inneren Bildern
     II. Von der Herren-Vernunft
D.
Dieu sensible au Cœur
E.
Vulnerabilität des Herzens und Spirituelle Resilienz
F.
Die Antwort des Universums: 'Gottes Wundertaten'
G.
Fragen
H.
Appell an die Frauen
I.
Global Warning
   Zerstörung von Religion, Bildung und Kultur
J. Religionskriege
K.
Christentum und Ethics conference
L.
Wissen und Vision
M.
I. Der schöpferische Ausdruck von Liebe
    
II. Das Geheiligte, die Verehrung der Weiblichen Seite Gottes
    
III. Die Heilkraft der Liebe
    
IV. Bedeutung der menschlichen Beziehung
    
V. Der Heilige Gral
    
VI. Der heilige Kontakt
N.
Kulturelles Herz und Unbefleckte Empfängnis
O.
Beziehungs-Situation auf Planet Erde
P.
Über heilende Hormone und vergiftende Stoffe
Q.
Integral Ethics Unity in Multiplicity
    
Dialog
R. Women-Universel-Global-Ethics
S. Healing – Awakening of Womanity
T. Interreligious Sciences of Sacred Art-Therapy
U. Ethics Conference on Dialogue
V. Transcultural Mentoring
W.
Mystik
X.
Gebete und Gesänge
Y.
Universel – Intertextual Human Experience
Z.
last words
Interreligious Sciences of Sacred Art-Therapy (ISSAT)
Omega
Responsorium Graduale
The Cosmic Mandala
Vom Flügelschlag der Schmetterlinge